NEWS: 26.11.2017

"Wir haben uns nichts gefallen lassen"

"Wir haben uns nichts gefallen lassen"
Jubelsprung: Matthias Ginter nach seinem Treffer zum 2:0.

45 Ballkontakte, knapp 12 Kilometer Laufleistung, zwei verschiedene Positionen und vor allem ein Tor - Matthias Ginter über das 2:1 gegen die Bayern.

Matze, wenn man 2:1 gegen Bayern München gewinnt, muss man sagen, dass der Plan aufgegangen ist, oder?

Ginter: Ja, wir wollten den Bayern einen harten Kampf liefern, ich glaube, dass man das gesehen hat. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute dagegen gehalten und uns nichts gefallen lassen. Wir waren gut eingestellt und haben uns, was ich gut fand, ganz bewusst auch die Chancen angeschaut, die die jeweiligen Gegner gegen die Bayern hatten. So wussten wir: Wir können auch gegen die Bayern Tore schießen.

Du sprichst es an: Auch du konntest dich mal wieder in die Torschützenliste eintragen und hast bereits dein drittes Saisontor geschossen…

Ginter: Ja, diesmal war es aber nicht mehr so schwierig, den Ball im Tor unterzubringen. Lars hat sich super durchgesetzt und quer gespielt, ich musste ja nur noch den Fuß hinhalten. In erster Linie bin ich ja bei Borussia, um das eigene Tor zu verteidigen, ich glaube, damit helfe ich der Mannschaft am meisten. Wenn ich aber mit einem geschossenen Tor helfen kann, dann mache ich das natürlich sehr gern.

Das Tor wurde auch durch eine taktische Veränderung während des Spiels begünstigt: Nach Christoph Kramers Auswechslung bist du von der Position des Innenverteidigers ins defensive Mittelfeld gerückt.

Ginter: Ich bin nach der Umstellung direkt zum Trainer hin und habe gefragt, ob das wirklich sein muss. Spaß beiseite: Wenn Not am Mann ist, springe ich da natürlich auch ein. Priorität liegt für mich auf der Innenverteidiger-Position. Es ist aber sicherlich von Vorteil, wenn man mehrere Positionen spielen kann. In dem Zusammenhang muss man auch Tony Jantschke und später Fabian Johnson ein Kompliment machen: „Kalt“ in so ein Spiel reinzukommen ist nicht leicht, sie haben es sehr gut gemacht.

Wie ist das Spiel aus deiner Sicht gelaufen?

Ginter: Wir standen sicher in der Defensive und wollten im Ballbesitz konsequent und geradlinig nach vorne spielen. Das ist uns natürlich nicht immer gelungen, vor allem in der ersten Hälfte aber einige Male. Wir hatten schon vor dem 1:0 durch Raffael eine große Chance und nach dem 2:0 die Chance, das 3:0 zu machen und ein wenig Ruhe zu bekommen. Wir waren kompakt, konnten aber natürlich nicht alles verhindern und verteidigen. Dann braucht man gegen eine solche Mannschaft auch Glück – wie bei den beiden Aluminiumtreffern. Nach dem 2:1 haben wir alles in die Waagschale geworfen und mit großem Kampf das Ergebnis verteidigt.

Nach 13 Spielen liegt die Mannschaft auf Platz vier. Wie bewertest du Borussias Situation?

Ginter: Wir haben alle vor der Saison prognostiziert, dass es dieses Jahr sehr eng wird, und so ist es bisher ja auch gekommen. Man muss sich nur Woche für Woche die Ergebnisse anschauen, in der Liga kann quasi jeder jeden schlagen.Wir sind seit dem Sieg in Hoffenheim wieder auf dem richtigen Weg. Nach dem 1:1 gegen Mainz, was kein gutes Spiel von uns war, ging es jetzt mit den Siegen in Berlin und gegen die Bayern sehr gut weiter. Aber wir wissen auch: Nächsten Sonntag in Wolfsburg fängt es wieder bei Null an.

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