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Borussia News

NEWS: 31.12.2017

Rückblick: Traumtor, Bayern-Besieger und Pokal-Aus

Rückblick: Traumtor, Bayern-Besieger und Pokal-Aus
Raffael bei seinem Traumtor in Berlin.

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter Borussia. Wir blicken noch einmal auf 2017 zurück. Heute: November und Dezember.

NOVEMBER

Borussia kommt im November-Auftaktspiel gegen Mainz nicht in die Partie, leistet sich vor allem im ersten Durchgang viele Fehlpässe und Ballverluste. Die Gäste spielen in die entstehenden Räume immer wieder hinein und kommen zu mehreren Torchancen, nach einem Eckball köpft Diallo die Mainzer in Führung. Nach der Pause zeigt sich der VfL aktiver im Spiel nach vorne und wacher im Spiel nach hinten. Jannik Vestergaard köpft in der 67. Minute den Ausgleich, die Schlussphase gehört schließlich aber wieder den Mainzern, die kurz vor Abpfiff noch einen Freistoß ans Lattenkreuz setzen. „Wir haben uns durch Moral, weniger durch fußballerische Brillanz den Ausgleich verdient“, fasst Sportdirektor Max Eberl das 1:1 zusammen.

In Berlin gelingt der Fohlenelf mit dem 4:2 der vierte Pflichtspielsieg in der Fremde in Folge. Dabei zeigt sich Borussia vor allem in den ersten 20 Minuten hocheffizient: Drei Torchancen hat die Hecking-Elf in den ersten 20 Minuten, alle drei nutzte sie. Erst trifft Lars Stindl aus kurzer Distanz, dann verwandelt Thorgan Hazard einen Handelfmeter und schließlich hämmert Raffael einen Distanzschuss traumhaft ins Gehäuse. In der Folge agiert der VfL jedoch zu passiv, die Hertha kommt durch einen Ibisevic-Treffer zurück ins Spiel und hat im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs einige gefährliche Torraumszenen. Nach der Pause ist der VfL wieder präsenter und aktiver im Spiel nach vorne, muss dennoch ein zweites Gegentor durch Weiser hinnehmen. Raffael macht wenige Minuten später mit seinem zweiten Treffer aber alles klar, zudem gibt Josip Drmic nach langer Verletzungspause noch sein Comeback. „Wir sind sehr erfreut über das Ergebnis. Wir hatten zum Glück im richtigen Moment die richtige Antwort“, sagt Hecking.

Nach dem Auswärtsdreier folgt das Top-Spiel: Der FC Bayern ist zu Gast im BORUSSIA-PARK, und Borussia präsentiert sich hervorragend organisiert und schaltet aus einer sicheren Defensive schnell nach vorne um. Zwei dieser Gegenangriffe bringen sie bis zur Pause mit 2:0 in Front: Thorgan Hazard verwandelt einen Handelfmeter, Matthias Ginter schiebt aus kurzer Distanz nach einer Stindl-Hereingabe ein. Im zweiten Durchgang verteidigt der VfL gegen wütend anrennende Bayern konzentriert und lässt lange Zeit keine wirklich klaren Torchancen des Tabellenführers zu. Erst in der 74. Minute kommt der Rekordmeister durch Arturo Vidal zum Anschlusstreffer. Mit großer Leidenschaft bringt die Fohlenelf aber den Sieg über die Zeit. Trainer Hecking ist erfreut: „Wir wollten einen großen Kampf liefern. Das ist uns gelungen. Dieser Sieg fühlt sich richtig gut an.“

DEZEMBER

Nach dem Hoch folgt ein Tief: Im Anschluss an den Bayern-Sieg reißt beim VfL Wolfsburg Borussias Auswärtsserie. Bereits nach vier Minuten liegt sie nach einem Treffer von Malli hinten. Auch in der Folge sind die Wölfe im Spiel nach vorne zielstrebiger, nach 25 Minuten erhöhen sie durch Didavi auf 2:0. Erst nach einer knappen halben Stunde kommt Borussia besser ins Spiel, schafft es jedoch trotz einiger guter Gelegenheiten nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Stattdessen sorgt Wolfsburg durch Guilavogui nach gut 70 Minuten für die Entscheidung. Borussia verpasst durch die Niederlage den Sprung auf Platz zwei in der Tabelle. „Wir haben die ersten 25 Minuten verschlafen. Da waren wir nicht aggressiv genug. Das ist ärgerlich“, sagt Eberl.

Tabellenvierter gegen Tabellendritter heißt es am nächsten Spieltag: Die Fohlenelf empfängt den FC Schalke 04 zum Top-Spiel, ist im ersten Durchgang klar tonangebend und geht in der 23. Minute verdient durch Christoph Kramer in Führung. In der Folge scheitert Vincenzo Grifo an der Latte, zudem nimmt Schiedsrichter Bastian Stegemann einen Foulelfmeter für Borussia wieder zurück. Auch nach dem Wechsel drängt der VfL zunächst auf das 2:0, doch stattdessen kommen die Gäste durch ein Eigentor von Vestergaard zum glücklichen Ausgleich. In der Schlussphase entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, doch am Ende bleibt es beim Remis. „Unter dem Strich habe ich ein gutes Spiel gesehen, das am Ende gerecht 1:1 ausgegangen ist“, bilanziert Hecking.

Auf das Top-Spiel folgt erneut eine Niederlage. Die Partie in Freiburg beginnt aus Sicht der Fohlenelf denkbar ungünstig: Nachdem Nils Petersen im Zweikampf mit Vestergaard zu Fall kommt, entscheidet Schiedsrichter Deniz Aytekin nach Intervention des Videoassistenten auf Strafstoß. Petersen nutzt den Elfmeter zur Führung für die Gastgeber. Bis zur Pause tut sich die Fohlenelf schwer, zu Ausgleichschancen zu kommen. Auch nach dem Seitenwechsel ändert sich das Bild nicht, es bleibt am Ende beim 0:1. „Wir müssen neidlos anerkennen, dass es läuferisch, im Zweikampfverhalten und vom Fußballspielen eine Klasse schlechter war als das, was Freiburg gespielt hat“, sagt Hecking.

Im letzten Ligaspiel dieses Jahres gastiert der Hamburger SV im BORUSSIA-PARK und sieht sich von Beginn an großem Druck der Fohlenelf ausgesetzt. Die logische Folge ist der frühe Führungstreffer durch Thorgan Hazard. Fortan ziehen sich die Borussen etwas weiter zurück, ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Zweimal im ersten Durchgang trifft der VfL zudem noch das Aluminium. Kurz nach der Pause ist der HSV präsenter und erzielt durch den Ex-Borussen André Hahn den Ausgleich. Der VfL reißt danach jedoch wieder die Initiative an sich und entscheidet die Begegnung in der Schlussphase dank eines Doppelschlags von Raffael verdient mit 3:1 für sich. Eberl lobt: „Das war ein verdienter Heimsieg. Die Mannschaft hat eine super Reaktion gezeigt und als Kollektiv fußballerisch wie kämpferisch eine komplizierte Aufgabe echt gut gelöst.“

Zum Jahresabschluss setzte es im Pokal-Achtelfinale eine bittere Niederlage für die Fohlenelf. In BORUSSIA-PARK entwickelte sich zwischen dem VfL und Bayer Leverkusen eine temporeiche Partie, in der die Fohlenelf über weite Strecken den Ton angibt und auch die besseren Chancen hat. Nach dem Wechsel erhöht die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking den Druck, lässt aber weitere gute Gelegenheiten ungenutzt. In der 70. Minute stellt dann Leon Bailey mit dem Führungstreffer für die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf. Borussia versucht in der Schlussphase alles, doch der Ausgleich will nicht mehr gelingen. Aus meiner Sicht ist die klar bessere Mannschaft ausgeschieden“, sagt Hecking. „Wir haben defensiv kaum etwas zugelassen, haben das Spiel diktiert und hatten viel Tempo drin. Doch leider haben wir vorne unsere Chancen nicht genutzt und sind hinten für einen entscheidenden Fehler bestraft worden.“

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