NEWS: 11.01.2018

"Ich blicke nur nach vorne"

"Ich blicke nur nach vorne"
Christoph Kramer

Im Interview spricht Christoph Kramer über die kurze Winter-Vorbereitung, das bevorstehende Derby und die Ziele für die Rückrunde.

Christoph, erstmals seit vielen Jahren wart ihr in diesem Winter nicht im Trainingslager. Wie hast du es empfunden, sich in heimischen Gefilden auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten?

Kramer: Da die Rückrunde in diesem Jahr schon extrem früh anfängt, war es meiner Meinung nach sinnvoll, nicht in den Süden zu fliegen. Für Anfang Januar waren die Temperaturen hier in Deutschland recht mild, so dass wir optimale Bedingungen hatten, um ums hier im BORUSSIA-PARK vorzubereiten. Die Winterpause war ohnehin sehr kurz, so dass man kaum etwas verloren hat. Wir gehen auf jeden Fall gut gerüstet in die zweite Saisonhälfte.

Zum Ende der Hinserie hattest du mit einigen Verletzungen zu kämpfen, die mehrfach deinen Kopf betroffen haben. Gehst du nun mit einem mulmigeren Gefühl in die Spiele?

Kramer: Nein, das wäre auch nicht gut, denn Angst ist nie ein guter Ratgeber. Ich hatte zum Ende des vergangenen Jahres etwas Pech, was Kopf- und Gesichtsverletzungen angeht, aber so viel Pech werde ich sicher nicht noch einmal haben. Ich finde immer, dass ein neues Jahr dafür da ist, schlechte Erlebnisse und Ereignisse hinter sich zu lassen. Deshalb blicke ich nur nach vorne und freue mich, in bester Gesundheit in die Rückrunde zu gehen.

Ihr startet am Sonntag mit dem Derby gegen den 1. FC Köln. Geht ihr auf Grund der Tabellensituation als Favorit in das Spiel?

Kramer: Nein, es wird wie jedes Derby eine heißumkämpfte Partie, die wir losgelöst von der Tabellensituation angehen. Wer glaubt, dass uns die Kölner am Sonntag einen Millimeter schenken, der ist sicherlich auf der falschen Fährte. Ansonsten konzentrieren wir uns aber auch nur auf uns und werden alles dafür tun, um am Sonntag mit drei Punkten im Gepäck die Heimfahrt anzutreten.

Ihr habt in der ersten Saisonhälfte 28 Punkte gesammelt – eine gute Ausgangsposition für die Rückserie?

Kramer: Wir sind voll im Soll, aber klar, Luft nach oben ist sicherlich auch noch vorhanden. Ich erhoffe mir vor allem durch die Rückkehr der verletzten Spieler noch einen Schub. In der Hinrunde konnten wir nicht immer aus dem Vollen schöpfen, das hat uns geschwächt – gerade auch im täglichen Trainingsbetrieb. Das war ein Grund, wieso wir in einigen Spielen oftmals nicht die richtige Frische und am Ende auch nicht die nötige Konstanz hatten. Dennoch sind wir mit 28 Punkten gut dabei. Nun wird die Rückrunde zeigen, wohin unsere Reise geht.

Muss am Ende die Teilnahme am internationalen Wettbewerb herausspringen, damit es eine erfolgreiche Saison war?

Kramer: Wir werden ja oftmals dafür kritisiert, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgeben. Doch wenn man sieht, dass wir neben den Bayern und dem BVB die einzige Mannschaft sind, die in den vergangenen fünf Jahren immer einstellig platziert war, zeigt es doch, wie schwierig es ist, diesen Erfolg immer aufs Neue zu bestätigen. Natürlich haben wir alle das große Ziel, nächstes Jahr wieder international zu spielen, aber es wäre auch kein Beinbruch, wenn wir am Ende Siebter oder Achter werden. Doch wir sollten noch gar nicht zu weit nach vorne blicken. Für uns geht es jetzt nur darum, am Sonntag erfolgreich zu starten. Danach folgen weitere 16 Spiele, und ich bin überzeugt, dass am Ende eine gute Platzierung für uns herausspringen wird.

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