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NEWS: 17.01.2018

„Gespannt auf Antworten aus Köln“

„Gespannt auf Antworten aus Köln“
Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers

Interview mit Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers über die Konsequenzen des Fahnenklaus in Köln

Nach dem schwer verdaulichen 1:2 zum Rückrundenauftakt beim 1. FC Köln schlug in den vergangenen Tagen auch der Klau einer Gladbacher Fan-Fahne in der Halbzeitpause des Spiels im Kölner Stadion hohe Wellen. Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers warnt vor den möglichen Auswirkungen dieses Vorfalls.

Herr Schippers, Sie waren am Sonntag selber in Köln im Stadion. Wie haben Sie den Vorfall erlebt?

Stephan Schippers: So wie vermutlich alle Besucher, die in der Pause im Stadion geblieben sind. Jeder konnte sehen was passierte: Wie ein mit einer Ordnerweste gekleideter Mann unterstützt von weiteren Personen eine Fahne am Zaun des Gästeblocks abgerissen und sie dann quer über den Rasen hinüber zur Kölner Fankurve gebracht hat.

Haben Sie sich von Ihren Kölner Kollegen erklären lassen, wie so etwas passieren kann?

Stephan Schippers: Ich habe am Montag mit dem Geschäftsführer des 1. FC Köln telefoniert und gefragt, was dort falsch gelaufen ist und ob man die Person bereits identifizieren konnte. Er hat mir versichert, dass der 1. FC Köln alles tut, um den Vorfall zu klären und zu ahnden.

Trotzdem bleibt doch ein fader Beigeschmack und es bleiben viele Fragen: Wie konnte es sein, dass ein Fan in den Besitz einer Ordnerweste gekommen ist? Warum hat der Kölner Ordnungsdienst nicht eingegriffen? Warum konnte der Mann völlig unbehelligt in die Kölner Fankurve flüchten?

Stephan Schippers: Richtig. Diese Fragen haben wir dem 1. FC Köln gestellt und wir sind gespannt auf die Antworten. Wir haben berechtigten Anlass zu der Sorge, dass die in den vergangenen Jahren erreichte Beruhigung der Gemüter auf beiden Seiten jetzt leider ein Ende hat. Wenn ich dann noch mitbekomme, dass dieser Fahnenklau unter den Augen des 1. FC Köln in Köln von vielen Seiten als Erfolg über den ungeliebten Erzrivalen gefeiert wird, habe ich nicht das Gefühl, dass man dort ernsthaft daran arbeitet, dass die Derbys zwischen unseren Klubs auch in Zukunft in Frieden ausgetragen werden können. Wir lassen uns gerne vom Gegenteil überzeugen.

Wäre ein solcher Vorfall im BORUSSIA-PARK denkbar?

Stephan Schippers: Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas in unserem Stadion passieren könnte. Aber wir nehmen die Sache zum Anlass, auch bei uns noch einmal alle Abläufe und Sicherheitsvorkehrungen zu hinterfragen.

Welche Botschaft haben Sie an Borussias Fans und welche Konsequenzen hat die Sache für das nächste Derby?

Stephan Schippers: Zunächst einmal muss ich das Verhalten der Gladbach-Fans ausdrücklich loben. Trotz dieser für sie drastischen erneuten Provokation haben sie sich nicht dazu verleiten lassen, den Innenraum zu stürmen oder sich zu einer anderen Revanchehandlung hinreißen lassen. Und das bereits zum wiederholten Mal, wenn ich an die Liste vergangener Vorfälle wie die Angriffe auf Gladbach-Fans auf der Autobahn und an Bahnhöfen, frühere Fahnendiebstähle oder an den Platzsturm durch Kölner Fans hier im BORUSSIA-PARK erinnern darf. Ich kann an unsere Fans nur appellieren, sich auch diesmal nicht provozieren zu lassen. Und ich fordere den 1. FC Köln auf, endlich dafür zu sorgen, dass so etwas nicht mehr passiert und die Provokationen ein Ende finden. Was das nächste Derby angeht, habe ich nur die Hoffnung, dass sich die Gemüter bis dahin beruhigt haben.

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