NEWS: 25.01.2018

Der Gegner: Eintracht Frankfurt

Der Gegner: Eintracht Frankfurt
Sébastien Haller

Am Freitagabend (20.30 Uhr) gastiert Borussia am 20. Bundesliga-Spieltag bei Eintracht Frankfurt. Wir stellen den kommenden Gegner der Fohlenelf ausführlich vor.

Formkurve: Eintracht Frankfurt gehört zu den positiven Überraschungen der laufenden Bundesliga-Saison. Mit aktuell 30 Punkten liegen die Hessen in der Tabelle in Schlagdistanz zu den Europapokalplätzen, lediglich ein Zähler trennt sie sowohl von der Fohlenelf als auch von Rang zwei. Zu verdanken haben die Frankfurter dies vor allem ihrer enormen Auswärtsstärke. Bereits 21 Zähler sammelten sie in der Fremde – damit sind sie hinter den Bayern das auswärtsstärkste Team der Liga. Zuhause läuft es bislang noch nicht ganz so gut, neun Punkte behielten sie in der heimischen Commerzbank-Arena. In den beiden vergangenen Heimpartien kam die Eintracht zu zwei Unentschieden (2:2 gegen Schalke, 1:1 gegen Freiburg). Dazwischen gewann sie sowohl beim HSV als auch zuletzt in Wolfsburg (3:1).

Trainer: Niko Kovac ist seit knapp zwei Jahren Trainer der Eintracht. In seiner ersten Spielzeit führte er sein Team über die Relegation zum Klassenerhalt, in der vergangenen Saison landeten die Hessen unter seiner Regie auf Rang elf. Frankfurt ist für den 45-Jährigen, bei dem Disziplin und der Gemeinschaftsgedanke an erster Stelle stehen, die erste Trainerstation in der Bundesliga. Eine kompakte Defensive, ein starkes Umschaltspiel und ein körperlich robustes Auftreten zeichnen sein Team aus. Aber seine Mannschaft habe sich „auch fußballerisch sehr entwickelt”, betont Kovac. „Eintracht Frankfurt ist nicht nur eine Mannschaft, die kämpfen und laufen kann. Wir können auch Fußball spielen.” 2009 betreute Kovac mit den Amateuren von Red Bull Juniors Salzburg erstmals eine Mannschaft, anschließend fungierte er als Co-Trainer der Profimannschaft. 2013 übernahm Kovac für kurze Zeit den Posten des Cheftrainers der kroatischen U21-Auswahl, daraufhin das Amt der kroatischen A-Nationalmannschaft. Für diese stand der frühere 83-malige Nationalspieler bis 2015 an der Seitenlinie.

System und Aufstellung: Niko Kovac hat seine Mannschaft schon in mehreren Systemen aufs Feld geschickt, zuletzt bevorzugte er aber meist die 3-4-1-2-Formation. Im Tor ist Lukas Hradecky gesetzt. Abwehrchef David Abraham (Wadenbeschwerden) fehlt verletzt, so dass die Dreierkette wahrscheinlich Makoto Hasebe, Simon Falette und Carlos Salcedo bilden werden. Marcos Russ, der zuletzt wegen einer Fersenentzündung gefehlt hatte, scheint wieder einsatzbereit zu sein und wäre eine erste Alternative. Auf der Doppelsechs setzte Kovac zuletzt auf Kevin-Prince Boateng und Omar Mascarell. Auf den beiden Außenpositionen dürften Marius Wolf und Timothy Chandler erste Wahl sein. Für Marco Fabian, der nach einer Bandscheibenoperation gerade erst wieder fit ist, kommt ein Startelfeinsatz wohl noch zu früh, so dass Mijat Gacinovic die zentrale Position hinter den beiden Spitzen Sébastian Haller und Ante Rebic übernehmen dürfte. Ex-Borusse Branimir Hrgota hat ebenfalls Chancen auf einen Startelf-Einsatz. Die beiden Langzeitverletzten Jonathan de Guzman und Alex Meier fallen aus.

Im Fokus: Sébastian Haller: Zwölf Tore in 21 Pflichtspielen, davon acht in der Bundesliga – Sébastien Haller ist das Gesicht des momentanen Erfolgs von Eintracht Frankfurt. Kein Wunder also, dass sich der Angreifer, dessen Vater Franzose und dessen Mutter Ivorerin ist, bereits jetzt in die Herzen der Eintracht-Fans geschossen hat. Im Vergleich zu Publikumsliebling Alex Meier ist der Franzose kein klassischer Neuner, der nur im gegnerischen Strafraum lauert. Haller macht vorne die Bälle fest und verteilt diese an die Mitspieler. Fünf Pflichtspieltore hat der robuste Rechtsfuß in dieser Saison auf diese Weise schon vorbereitet. Im Sommer waren viele Top-Klubs hinter dem Torjäger her, doch er entschied sich bewusst für die Eintracht. "Es waren einige Dinge, die da eine Rolle gespielt haben", sagt der 23-Jährige, "die Stadt, der Trainer, die Atmosphäre, das Stadion und die Fans. Der wichtigste Aspekt für mich war aber, dass ich an den meisten Wochenenden die Möglichkeit bekomme, zu spielen.“

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