NEWS: 04.02.2018

"Wir dürfen nicht an uns zweifeln"

"Wir dürfen nicht an uns zweifeln"
"Wir müssen weiter Gas geben und dürfen nicht aufstecken", sagt Christoph Kramer.

Christoph Kramer spricht nach dem 0:1 gegen RB Leipzig über die unglückliche Niederlage der Fohlenelf, die Chancenverwertung und die Tabellensituation.

Christoph, kurz vor Schluss hat Leipzig am Samstagabend mit einem „Lucky Punch“ die drei Punkte aus dem BORUSSIA-PARK entführt. Was sind aus deiner Sicht die Gründe für die Niederlage?

Kramer: Es war klar, dass die Mannschaft, die das erste Tor macht, das Spiel gewinnt. Aber ich finde, dass am Ende das Tor eher für uns in der Luft lag. Eigentlich kann man uns gar nicht so viel vorwerfen. In ein paar Szenen haben wir nicht so mutig gespielt und hatten in der zweiten Halbzeit wenig Ballbesitz. Wir waren aber gefährlich durch Konter und haben diese ganz gut ausgespielt und hatten zwei oder drei sehr gute Torchancen, die wir aber leider nicht genutzt haben. Ich hätte mir gewünscht, dass wir etwas mutiger agieren und auch mal längere Ballbesitzphasen haben und dadurch Leipzig zum Verteidigen zwingen. Ich will das Spiel aber nicht schlecht reden, weil ich finde, dass wir auch wieder ganz viel Positives gemacht haben. Aber man muss halt auch mal ein Tor schießen.

Du sprichst es an: Ihr habt euch durchaus einige gute Möglichkeiten herausgespielt. Warum konntet ihr diese nicht nutzen?

Kramer: Man kann es nicht so richtig betiteln. Keiner von uns schießt dem Torwart absichtlich gegen die Hand, und er hält auch einfach gut. Wir schließen vielleicht nicht kühl genug ab. Aber wir haben auch schon häufig unsere Kaltschnäuzigkeit bewiesen. Es kommen im Moment viele Faktoren zusammen, und es gehört auch immer ein bisschen Glück dazu, dass so ein Ball mal reingeht. Von der Qualität der Chancen hatten wir die beiden besten, die haben wir nicht gemacht, Leipzig hat eine Möglichkeit genutzt. Fußball ist ein Ergebnissport und dann steht man schon mal mit leeren Händen da.

Gegen Leipzig gab es nun die dritte Niederlage im vierten Rückrundenspiel. Dabei wäre durchaus mehr drin gewesen als die drei Punkte aus vier Partien, oder?

Kramer: Richtig. Wir haben in allen drei Spielen, die wir in der Rückrunde verloren haben, genug getan, um die Spiele gewinnen zu können. Es ist eine Situation, die man nicht so richtig erklären kann. Vielleicht fehlt etwas die Leichtigkeit. Solche Phasen habe ich schon ganz häufig in meiner Karriere erlebt und man kommt da nur mit harter Arbeit wieder heraus. Deswegen gilt es jetzt weiterzumachen und nicht aufzustecken. Wir müssen einfach weiter Gas geben und dürfen nicht an uns zweifeln. Wenn man hart genug arbeitet, zahlt sich das am Ende immer aus.

Die kämpferischen Grundtugenden wurden euch zuletzt auch mal abgesprochen, weil ihr eher eine spielerisch starke Mannschaft seid.

Kramer: Wir definieren uns sehr über das Spielerische, das stimmt. Aber ich finde nicht, dass das die kämpferische Komponente ausschließt. Im Fußball kommst du immer über die Grundtugenden ins Spiel. Und wenn du die nicht hast, dann kannst du die qualitativ hochwertigste Mannschaft haben, und du wirst trotzdem nie ein Spiel gewinnen. Es liegt bei uns nicht an der Mentalität. Fußball muss man auch arbeiten, aber wir haben gegen Leipzig auch gezeigt, dass wir das können.

Hast du die Befürchtung, dass ihr in der Tabelle etwas den Anschluss verlieren könntet?

Kramer: Nein, vor allem nicht nach 21 Spielen. Wir müssen uns ein bisschen von dieser Tabellensituation frei machen. Es bringt ja nichts, jede Woche über die genaue Platzierung zu urteilen, speziell in dieser Saison, die so eng ist. Es kann noch alles passieren. Wir müssen einfach schauen, dass wir unsere Punkte einfahren und das Spielglück, das wir benötigen und in den letzten Partien nicht hatten, wieder erarbeiten. Mit harter Arbeit kommt das wieder, davon bin ich fest überzeugt.

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