NEWS: 17.02.2018

"Das Vertrauen wieder neu erarbeiten"

"Das Vertrauen wieder neu erarbeiten"
Trainer Dieter Hecking

Vor der Bundesligapartie am Sonntag (18 Uhr) gegen Borussia Dortmund sprach Trainer Dieter Hecking in der Pressekonferenz über...

…die personelle Situation: Auf Oscar Wendt, Ibrahima Traoré, Fabian Johnson, Tobias Strobl, Julio Villalba und Mamadou Doucouré müssen wir weiterhin verzichten. Raffael wechselt seit Wochen zwischen Massagebank und Spielfeld hin und her, das ist natürlich alles andere als optimal, weil er so nicht in den Rhythmus kommt. Er hat nach wie vor Probleme mit der gereizten Wade. Ob er am Sonntag spielen kann, müssen wir abwarten. László Bénes ist seit anderthalb Wochen wieder im Mannschaftstraining und macht einen sehr lebendigen Eindruck. Er braucht aber noch etwas Zeit, um wieder an das hundertprozentige Niveau zu kommen. Vielleicht ist Laci im drauffolgenden Spiel schon wieder eine Option für den Kader. Fabian Johnson hat zwar die Laufintensität gesteigert, aber er hatte noch kein Balltraining. Aktuell ist noch nicht abzusehen, wann er wieder einsteigen kann.

…die aktuelle sportliche Lage: Wir sind momentan ein wenig auf der Suche nach der Leichtigkeit, dem Glücksmoment und dem Vertrauen, das uns ein Stück weit abhandengekommen ist. Das müssen wir uns wieder neu erarbeiten. Ich habe ausreichende Erfahrung, um auch mit kritischen Situationen umzugehen und bin kein Freund von blindem Aktionismus. Das ist meist nur ein Zeichen, nach außen zu zeigen, dass man alles im Griff hat. Das war noch nie meine Art und ist in unserer aktuellen Situation auch nicht gefordert. Es ist nicht so, dass bei uns alles im Argen liegt. Es sind kleine Dinge und Details, die verändert werden müssen.

…mögliche taktische Änderungen: Es ist offensichtlich, dass wir uns momentan viele Chancen herausspielen, aber zu wenige Tore daraus machen. Das ist das eine Manko. Das andere ist, dass wir zuletzt in Stuttgart zu sehr in die Breite und zu oft rückwärts gespielt haben. Besonders im letzten Spieldrittel hat uns dort die Entschlossenheit und das Durchsetzungsvermögen gefehlt. Diese Dinge kommen zum Tragen, wenn man Fehler vermeiden möchte, dann spielt man Sicherheitsfußball und nicht mehr nach vorne. Wenn wir aus der Vielzahl an Chancen endlich auch wieder Erfolgserlebnisse ziehen, werden wir uns auch wieder leichter tun. Gerade ein Führungstreffer würde der Mannschaft enorm helfen, darauf haben wir in den vergangenen Trainingstagen hingearbeitet.

… seine aktuell primäre Aufgabe als Trainer: Wenn ich den Gesamtzustand der Truppe sehe, bin ich nach wie vor mehr als Trainer denn als Psychologe gefragt. Die Mannschaft macht einen stabilen Eindruck auf mich. Alle gehen sehr kritisch mit der Situation um und sind nicht glücklich damit. Aber es gibt in einer Saison immer Phasen, in denen es mal nicht so gut läuft – in einer solchen Phase befinden wir uns gerade. Das braucht man nicht schönreden, und das tut auch niemand bei uns. Wir sind gefordert, im Spiel nach vorne wieder Lösungen zu finden und die Konsequenz an den Tag zu legen, die wir im Laufe dieser Saison auch schon gezeigt haben. Dass wir offensiv Qualität haben, ist unbestritten, nur müssen wir sie auch wieder im Kollektiv abrufen.

…die Verfassung des BVB: Von der Qualität des Kaders her sind die Dortmunder für mich die Nummer zwei in Deutschland. Unter Peter Stöger haben sie noch kein Bundesligaspiel verloren, das spricht erst einmal für sie und die Arbeit von ihm. Für den deutschen Fußball habe ich mich gefreut, dass der BVB das Europa-League-Spiel gestern Abend noch gewonnen hat. Man hat aber auch in dieser Partie gesehen, dass er noch Phasen in seinem Spiel hat, in denen er nicht diese Dominanz hat, die er zu Beginn der Saison noch hatte. Da fiel den Dortmundern vieles leichter als momentan. Dennoch haben ihnen die Erfolge der vergangenen Wochen natürlich wieder Selbstvertrauen gegeben.

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