NEWS: 19.02.2018

Wie vernagelt

Wie vernagelt
Thorgan Hazard ärgerte sich über eine der viele vergebenen Torchancen der Fohlenelf.

Der Tag danach: Eine Vielzahl an vergebenen Chancen, die Fortsetzung des Negativlaufs und möglicherweise ein weiterer verletzter Spieler – alles Wichtige zur gestrigen 0:1-Niederlage der Fohlenelf gegen Borussia Dortmund.

Die Geschichte des Spiels

„Wir haben ein Riesenspiel gemacht, leider treffen wir im Moment die Hütte nicht, sonst war alles da, was wir von der Mannschaft einfordern“, sagte Trainer Dieter Hecking nach dem bitteren 0:1 gegen den BVB. Fast über die gesamte Spielzeit hatte seine Mannschaft die Partie dominiert, eine Vielzahl an Chancen herausgearbeitet, doch im Abschluss ließ sie die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen und scheiterte immer wieder am überragenden BVB-Keeper Roman Bürki. „Ich habe keine Erklärung, warum der Ball nicht reingehen wollte. Die klar bessere Mannschaft hat verloren. Was soll ich den Jungs jetzt für Vorwürfe machen“, fragte Hecking. Im ersten Durchgang ließen Stindl und Hazard die besten Gelegenheiten aus, auf der Gegenseite nutzte Reus die einzige Chance der Gäste in der 32. Minute zur überraschenden Führung. Nach dem Seitenwechsel drängte der mit großer Leidenschaft agierende VfL vehement auf den Ausgleich, doch das Dortmunder Tor schien wie vernagelt - Stindl, Hazard, Bobadilla und Elvedi verpassten allesamt den überfälligen Ausgleich. „Wir wurden leider nicht dafür belohnt, mit welcher Moral und welchem Einsatz wir das Spiel bestritten haben“, sagte Sportdirektor Max Eberl.

Das Medienecho

Kicker: „Auf extrem schwierig zu bespielendem Untergrund gewann der BVB – durchaus glücklich, denn die Fohlen ließen eine Vielzahl an erstklassigen Chancen liegen. Den Unterschied machte am Ende ein herrlicher Treffer von Marco Reus.“

Süddeutsche Zeitung: „Gladbach lief nach etwa einer Stunde endgültig zu großer Form auf und dominierte Dortmund nun klar. (…). Mangelnde Effektivität und der herausragende BVB-Keeper besiegelten die nächste Gladbacher Nullnummer.“

Express: „Die Fohlen ballerten BVB-Schlussmann Bürki die Hände heiß, feuerten 28 Torschüsse ab, aber die Torflaute endete nicht. Unfassbar. (…). Bei konsequenter Verwertung ihrer Großchancen hätten sie für eine Gladbacher Heimparty sorgen können.“

Die Randnotiz des Spiels

Erstmals nach seiner Rückkehr im vergangenen Sommer stand Raul Bobadilla wieder in der Startelf der Fohlen. Der bullige Angreifer haute sich in die Zweikämpfe, machte vorne viele Bälle fest, setzte seine Mitspieler in Szene oder kam selbst zum Torabschluss. Zurecht wurde Bobadilla deshalb auch in der Borussia-App von den Fans zum „Spieler des Spiels“ gekürt. „Boba war sehr aktiv. Ich habe ihm gesagt, er soll sich reinhauen, solange die Füße tragen. Das hat er gut gemacht“, lobte Hecking. Nach 79 Minuten war der Auftritt des Publikumslieblings beendet. „Er hat etwas in der Wade gespürt und musste daher raus", erklärte Hecking.

Die Personallage

In der Schlussminute verletzte sich Nico Elvedi gestern bei einem Zusammenprall mit Christian Pulisic am Knöchel. Eine Kernspintomografie im Laufe des Montagsvormittags brachte Entwarnung: Der Außenverteidiger hat sich "nur" eine Kapsel- und Bänderdehnung im Sprunggelenk zugezogen. Kurzfristig war gestern auch Tony Jantschke wegen einer schweren Knochenprellung im Kniegelenk ausgefallen. Auch für Raffael reichte es auf Grund seiner Wadenbeschwerden erneut nicht für einen Einsatz. Von den sieben Langzeitverletzten könnte László Bénes, der sich seit knapp zwei Wochen wieder im Teamtraining befindet, bald wieder eine Option für den Kader sein.

Die Tabellensituation

Durch die fünfte Niederlage im sechsten Rückrundenspiel bleibt die Fohlenelf im Tabellenmittelfeld hängen. Der Rückstand auf Platz sechs, den derzeit Eintracht Frankfurt belegt, beträgt aktuell vier Punkte. „Natürlich ist noch alles in Reichweite, aber wir sollten uns momentan weniger mit der Tabelle beschäftigen, sondern alles daran setzen, den Negativlauf zu beenden“, bekräftigte Kapitän Lars Stindl.

Der Ausblick

Die nächste Gelegenheit, den Abwärtstrend zu stoppen, bietet sich für die Fohlenelf am kommenden Samstag (15.30 Uhr) bei Hannover 96. „Wichtig wird sein, dass die Spieler jetzt den Kopf oben behalten und versuchen, das Positive aus dem gestrigen Spiel mitzunehmen", sagte Hecking. Die Vorbereitung auf die Partie bei den Niedersachsen startet am Mittwoch um 10 Uhr.

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