NEWS: 02.03.2018

Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel
Denis Zakaria traf zum zwischenzeitlichen 1:0. Foto: Päffgen.

Wir haben uns nach dem 2:2 gegen Werder Bremen in beiden Lagern umgehört.

Lars Stindl: Wir haben sehr gut in die Partie hereingefunden, haben früh das 1:0 gemacht und vor der Pause sogar noch das zweite Tor nachgelegt. Eigentlich hatten wir alles in der eigenen Hand. Die Auswechslungen von Denis Zakaria und Christoph Kramer in der zweiten Halbzeit haben uns dann wehgetan. Wir mussten im Zentrum umstellen, dadurch ist uns ein wenig die Struktur verloren gegangen. In den entscheidenden Situationen standen wir etwas zu weit weg, und Bremen hat dann auch die Offensivqualität das auszunutzen. Beim zweiten Gegentor haben wir vielleicht vorne etwas zu früh gepresst, dadurch fehlten uns Spieler im Zentrum, so dass wir dort zu wenig griffig waren. Da wollten wir vielleicht zu früh die Entscheidung suchen. Nach dem heutigen Spielverlauf überwiegt erst einmal die Enttäuschung, aber in den kommenden Tagen werden wir uns auf die nächste Aufgabe in Leverkusen konzentrieren.

Reece Oxford: In den ersten 20 Minuten haben wir viel Druck auf den Gegner ausgeübt. Nach der Pause ist Bremen besser ins Spiel gekommen. Es war ein schwieriges Spiel. Wir haben alles gegeben und wollten unbedingt drei Punkte holen. Am Ende ist es immerhin einer geworden. Aber es ist natürlich enttäuschend. Das Spiel in der nächsten Woche in Leverkusen wird wichtig. Wir wollen da wieder eine gute Leistung zeigen und dann drei Punkte holen.

Denis Zakaria: Wir hätten heute drei Punkte holen müssen. Aber wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Vor meinem Treffer habe ich gesehen, dass das Abspiel des Bremer Verteidigers nicht gut war. Ich bin dann zum Glück an den Ball gekommen und konnte das Tor machen. Es ist ein schönes Gefühl, weil ich nicht so häufig treffe. Beim zweiten Tor wollte ich den Ball auf Boba spielen, aber der Bremer Verteidiger ist an den Ball gekommen und hat ihn ins eigene Tor gelenkt. Leider ist Bremen auch noch zu zwei Treffern gekommen. Wir müssen den Fokus jetzt auf das Spiel in Leverkusen in der kommenden Woche richten. Das wird ein sehr wichtiges Spiel für uns.

Nico Elvedi: Das Ergebnis ist sehr ärgerlich. Wir sind eigentlich gut in das Spiel gekommen und haben direkt ein Tor geschossen. Danach haben wir nachgelassen und den Gegner ins Spiel kommen lassen. Das 2:0 war in seiner Entstehung etwas glücklich. Nach der Pause haben wir dann nicht mehr richtig ins Spiel gefunden und dem Gegner zu viele Räume gelassen. Dadurch ist das 2:2 zu Stande gekommen. Es war unser Ziel, nach dem Sieg gegen Hannover direkt nachzulegen. Leider hat das heute nicht geklappt. Wir hatten zu wenig Durchsetzungsvermögen und auf dem Platz konnten wir uns nicht so gut durchkombinieren. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen noch effizienter werden.

Trainer Dieter Hecking: Wir haben sehr gut ins Spiel reingefunden. In der ersten Halbzeit haben wir phasenweise richtig guten Fußball gespielt. Wir haben gut kombiniert und hatten viele gute Abschlüsse. Zudem sind wir den Gegner hoch angelaufen, so dass Bremen nur mit langen Bällen agieren konnte. Auch aus der Pause sind wir gut rausgekommen. Wir wollten unbedingt das dritte Tor machen. In der Situation mit Jonas Hofmann hatten wir nicht das nötige Glück, den Elfmeter zu bekommen. Das war eine Kann-Entscheidung. Danach haben wir das Gegentor bekommen, das wir besser verteidigen müssen. Selbiges gilt für das 2:2. Unsere linke Seite war kurzzeitig entblößt. Wir haben sehr viel investiert heute, hatten Chancen auf den dritten Treffer, haben diese aber nicht genutzt. Wenn man im zentralen Mittelfeld so wichtige Spieler wie Kramer und Zakaria verliert, dann ist das natürlich bitter und die Struktur ist dadurch verloren gegangen.

Sportdirektor Max Eberl: Wir haben zur Halbzeit völlig verdient 2:0 geführt und kommen eigentlich auch ganz ordentlich aus der Kabine. Der Anschlusstreffer fiel dann aber zu leicht. Man weiß inzwischen, dass bei Standardsituationen gerne geblockt wird, und hier ließ sich Reece zu leicht wegblocken. Danach hatte Bremen etwas die Oberhand und wir haben ein wenig die Stabilität verloren, weil wir beide Sechser auswechseln mussten. Denis mussten wir rausnehmen, weil er Gelb-Rot gefährdet war, Chris hatte sich einen Nerv am Wadenbein eingeklemmt und konnte deshalb nicht mehr laufen. Wenn die zwei wichtigen Spieler vor der Abwehr raus müssen, fehlt dir schon das Herzstück. Beim 2:2 war unsere linke Abwehrseite zu weit offen. Am Ende muss man zugeben, dass es ein gerechtes Unentschieden ist. Bremen war in den letzten Minuten gefährlicher. Es ärgert uns aber natürlich, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben und auch die Art und Weise, wie wir die Tore bekommen haben, ist sehr ärgerlich.

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): Ich denke, dass wir heute Abend unter nicht ganz einfachen Bedingungen ein mitreißendes Spiel gesehen haben. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme mit dem Kombinationsspiel der Gladbacher. Wir haben keinen Zugriff auf den Gegner bekommen. Wir haben dann zwei Gegentore bekommen, die vermeidbar gewesen wären. Wir haben uns in diesen Situationen nicht besonders clever angestellt. Nach der Pause haben wir versucht, es deutlich höher anzugehen. Wir haben zudem auf eine Raute umgestellt. Das haben die Jungs gut umgesetzt. Alles in allem ist der Punkt verdient.

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