NEWS: 07.03.2018

„Wir müssen unsere Leistung bringen“

„Wir müssen unsere Leistung bringen“
Matthias Ginter hat zu Beginn der Woche eine Stiftung gegründet.

Im Interview spricht Matthias Ginter über Borussias sportliche Situation, das bevorstehende Auswärtsspiel in Leverkusen und die Gründung seiner eigenen Stiftung.

Matze, am Samstagabend geht es für euch nach Leverkusen, einem eurer direkten Konkurrenten im Kampf um die internationalen Plätze. Ist es schon eine Art Endspiel für euch?

Ginter: Nein, das denke ich nicht, dafür sind noch zu viele Spiele zu absolvieren. Aber wir sollten in der aktuellen Phase auch nicht über Europa reden, sondern erstmal unsere Leistung bringen und Punkte holen. Wir haben im Laufe der Saison schon viel liegen lassen, deshalb dürfen wir uns nicht mehr viel erlauben, wenn wir noch unsere Ziele erreichen möchten.

Warum tut ihr euch in dieser Saison in einigen Spielen so schwer?

Ginter: Wir haben unbestritten viel Potenzial in der Mannschaft, können es aber nicht immer konstant abrufen. Da spielen sicher auch die vielen Verletzen eine Rolle, auch wenn das keine Ausrede sein darf. Generell fällt es uns momentan schwer, Chancen herauszuspielen und im Abschluss erfolgreich zu sein. Trotzdem wissen wir, dass für uns immer etwas zu holen ist, wenn wir unsere Leistung bringen.

Gilt das auch für das Auswärtsspiel am Samstag in Leverkusen?

Ginter: Natürlich! Es wird wieder eine schwierige Partie, in der wir über 90 Minuten gut spielen müssen, um dort zu punkten. Wenn wir kompakt stehen und vorne unsere Chancen nutzen, können wir aber sicher auch in Leverkusen bestehen und gewinnen.

Ihr habt aus den letzten beiden Partien vier Punkte geholt. Dennoch war das jüngste 2:2 gegen Bremen sicher nicht das, was ihr euch erhofft hattet, oder?

Ginter: Das stimmt. Wenn man zur Halbzeit mit 2:0 in Führung liegt, sollte man natürlich das Spiel auch nach Hause bringen. Leider ist uns das aus verschiedenen Gründen nicht gelungen. Doch wir können das nicht mehr ändern und müssen den Blick wieder nach vorne richten.

Kommen wir zum Abschluss noch zu einem anderen Thema. Zu Beginn der Woche hast du in Freiburg eine Stiftung zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder gegründet. Wie kam es dazu?

Ginter: Ursprünglich wollte ich erst nach meiner Karriere eine Stiftung gründen. Doch als ich vor zwei bis drei Jahren das erste Mal in der Freiburger Kinderklinik war, wurde mir klar, dass dort sofort Hilfe benötigt wird. Vieles ist dort einfach nicht so, wie es gerade für Kinder sein sollte, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Als meine Freundin und ich dann noch einmal in der Klinik waren, haben wir uns dazu entschieden, die Stiftung schon jetzt ins Leben zu rufen.

Ist es wichtig für dich, etwas zurückzugeben?

Ginter: Absolut. Ich habe mir schon länger Gedanken gemacht, wie ich mich gesellschaftlich engagieren und etwas zurückgeben kann. Mit der Stiftung wollen wir nun selbst körperlich, geistig und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen helfen. Und natürlich hoffen wir durch unser Engagement, auch andere Menschen zum Spenden zu animieren.

Böklunder