NEWS: 18.03.2018

Moral bewiesen

Moral bewiesen
Die Fohlenelf verdiente sich das Remis gegen Hoffenheim mit toller Moral und einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Der Tag danach: Lob für eine charakterstarke Fohlenelf, Freude über drei Rückkehrer und neue Zuversicht für den Saisonendspurt.

Die Geschichte des Spiels

Den Zuschauern im eisig-kalten BORUSSIA-PARK wurde ein wahres Spektakel geboten. Drei Mal gingen die extrem effizient agierenden Gäste aus Hoffenheim in Führung, doch die leidenschaftlich aufspielenden Borussen schafften jedes Mal den Ausgleich und hatten darüber hinaus sogar Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. „Es war ein richtig gutes und attraktives Bundesliga-Spiel“, ordnete Trainer Dieter Hecking das Geschehen ein. „Beide Mannschaften haben mit offenem Visier nach vorne gespielt und bis zum Ende um den Sieg gerungen.“ Das 1:0 von Benjamin Hübner egalisierte Josip Drmic noch vor der Pause, ehe Andrej Kramaric nach dem Seitenwechsel einen Foulelfmeter zur neuerlichen Führung der TSG verwandelte. Die Fohlenelf kam durch Lars Stindl erneut zurück, musste aber im direkten Gegenzug das 2:3 durch Florian Grillitsch hinnehmen. „Alle drei Gegentore waren in ihrer Entstehung vermeidbar, aber es spricht für die Mannschaft wie sie diese Situation angenommen hat“, befand Hecking, der sich in der letzten Spielminute über den verdienten Ausgleichstreffer durch Matthias Ginter freuen durfte. „Die Mannschaft hat Moral und Charakter bewiesen. Das hat letztlich den Ausschlag gegeben. Es war eine tolle Leistung.“

Das Medienecho

FAZ: „51.000 Zuschauer im BORUSSIA-PARK waren begeistert, dass die Rheinländer nach dreimaligem Rückstand doch noch ein Remis durch Ginters späten Ausgleich (90. Minute) schafften. Sie verdienten sich einen Punkt der Leidenschaft gegen die kühler ihre Chancen nutzenden Kraichgauer.“

Rheinische Post: „Borussia verdiente sich den Ausgleich, weil sie nach den erneuten Rückschlägen nicht aufsteckte und weitermachte. Dass es spielerisch nicht rund lief, war angesichts des aus der Not geborenen Teams nachvollziehbar.“

Aachener Zeitung: „Dank großer Moral hat Borussia Mönchengladbach seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga gebremst. Die verletzungsgeplagte Mannschaft von Trainer Dieter Hecking rettete am Samstag im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim nach dreimaligem Rückstand noch ein 3:3 und muss einen Europapokalplatz zumindest noch nicht abschreiben.“

Der Spieler des Spiels

Die Fohlenelf zeigte eine durchweg überzeugende Mannschaftsleistung. Dementsprechend schwer taten sich die Fans, bei der in der Borussia-App durchgeführten Wahl ihren Spieler des Spiels zu benennen. Am Ende fiel das Votum knapp zugunsten von Kapitän Lars Stindl aus, der mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 nicht nur entscheidenden Anteil am Punktgewinn hatte, sondern auch seine persönliche Durststrecke beendete: Erstmals seit November 2017 konnte sich Stindl wieder in einem Bundesliga-Spiel in die Torschützenliste eintragen. „Natürlich habe ich mich über mein Tor sehr gefreut. Wir haben unheimlich viel investiert. Und wenn man drei Mal in einem Spiel zurückkommt, tut das natürlich sehr gut“, so Stindl, der diesmal in einer etwas defensiveren Rolle agierte und die Fohlenelf aus dem Mittelfeld gewohnt lauf- und kampfstark antrieb. „Lars opfert sich für diese Mannschaft auf. Es war eine Rolle, in der er oft sehr weit weg vom Tor war. Umso höher ist ihm der Treffer deshalb anzurechnen", lobte Sportdirektor Max Eberl.

Die Zahl des Spiels

5: Der Last-Minute-Ausgleich von Matthias Ginter war bereits der fünfte Saisontreffer des Weltmeisters – ein starker Wert für den Defensivspezialisten. „Matze ist sehr torgefährlich und hat bei uns in dieser Saison eine tolle Entwicklung genommen“, fand Trainer Dieter Hecking durchweg lobende Worte für seinen Abwehrchef. „Er übernimmt bei uns viel Verantwortung. Da ist es schön zu sehen, dass er sich mit so einem wichtigen Tor dafür belohnt.“ Ginter selbst ordnete die Partie wie folgt ein: „Wir haben trotz aller Rückschläge in diesem Spiel nie aufgegeben. Ich freue mich natürlich, dass ich am Ende zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und den Ball über die Linie drücken könnte.“

Die Personallage

Hinsichtlich der Personallage gibt es sowohl Positives als auch Negatives zu berichten. Bitter war, dass Raúl Bobadilla schon in der ersten Hälfte verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Der Angreifer hat sich einen kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und fällt damit bis auf weiteres aus. Glücklich waren alle Borussen hingegen darüber, dass in Oscar Wendt, Fabian Johnson und Raffael gleich drei Spieler ihr Comeback feierten und das Team spürbar verstärkten. Der letztgenannte Brasilianer legte Matthias Ginter den Treffer zum 3:3-Endstand auf, und auch Johnson und der direkt in die Startelf beorderte Wendt hatten am Punktgewinn ihren Anteil. „Oscar konnte dank seiner Erfahrung gleich 80 Minuten durchhalten – Kompliment an ihn. Dass diese drei Spieler uns gut tun, steht außer Frage“, ordnete Hecking ein. „Jetzt hoffe ich, dass unsere Nationalspieler ihre Länderspiele verletzungsfrei überstehen.“ Die Länderspielpause in der Bundesliga gibt den Borussen außerdem Gelegenheit, die derzeit noch verletzten oder gerade wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrten Spieler näher heranzuführen. „Ich bin optimistisch, dass wir nach der Pause wieder über mehr Alternativen verfügen“, so Hecking. „Und dann werden wir nochmal mit Vollgas angreifen.“

Die Tabellensituation

Nach den Ergebnissen vom Freitagabend und Samstag rangiert die Fohlenelf in der Tabelle nach wie vor auf Platz neun. Und das wird sich auch nach dem Ende des 27. Spieltags in der Bundesliga nicht ändern – offen ist lediglich noch, ob Borussia ihren Rückstand auf die Europapokalränge auf vier Punkte verkürzen konnte oder es RB Leipzig im Duell mit Spitzenreiter Bayern München gelingt, den alten Abstand von fünf Punkten wiederherzustellen oder seinen Vorsprung noch auszubauen. Sieben Spieltage vor dem Saisonende ist für die Fohlenelf also weiterhin alles möglich. „Wir werden im Endspurt weiter alles dafür tun, unsere Punkte zu holen. Wir werden um jeden Zähler kämpfen und dann wird man sehen, was am Ende dabei herauskommt“, gibt Matthias Ginter die Marschroute vor.

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