NEWS: 28.04.2018

Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel
Christoph Kramer im Duell mit dem Schalker Amine Harit.

Nach dem 1:1 (1:1) der FohlenElf beim FC Schalke 04 haben wir uns in beiden Lagern umgehört.

Matthias Ginter : Wir hatten eine gute Anfangsphase, haben im Elf gegen Elf gut gespielt. Auch in Überzahl haben wir es zunächst einmal noch gut gemacht und sind in Führung gegangen.Die Verletzung von Lars Stindl war natürlich bitter, denn er ist ein wichtiger Spieler für uns. Aber auch nach seiner Auswechslung hatten wir noch gute Tormöglichkeiten. Jedoch haben wir es nicht geschafft, fünf, sechs Chancen herauszuspielen und damit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, ein zweites Tor nachzulegen. Das ist sehr ärgerlich. Es stehen jetzt noch zwei Spiele aus gegen Abstiegskandidaten. In diesen Spielen wollen wir nach Möglichkeit die volle Punktzahl holen. Dafür müssen wir uns im Spiel mit dem Ball und darin, Chancen heraus zu spielen, verbessern.

Christoph Kramer: Die Szene, die zum Elfmeter geführt hat, sieht unglücklich aus. Es ist eine natürliche Handbewegung und ich werde aus rund 80 Zentimetern angeschossen. Ich weiß, dass in solchen Fällen öfters auf Elfmeter entschieden wird. Das ist eben so. Mit der Roten Karte hat man uns keinen Gefallen getan. Wir hätten lieber im Elf-gegen-Elf weiter gespielt. Die Schalker stehen defensiv super. Durch den Platzverweis waren sie nicht gezwungen, das Spiel zu machen und konnten sich auf ihre defensive Arbeit konzentrieren. Das haben sie hervorragend gemacht und wurden dann durch Konter gefährlich. Diese haben wir aber gut unterbunden. Es war ein Spiel auf ein Tor ohne die ganz zwingenden Chancen. Daher geht das 1:1 am Ende in Ordnung.

Sportdirektor Max Eberl: Wir haben es in der ersten Hälfte sehr gut gemacht und sind auch verdient in Führung gegangen. Leider haben wir kurz vor der Pause einen Handelfmeter gegen uns bekommen, über den man sicherlich streiten kann. Danach haben wir 45 Minuten lang versucht, den zweiten Treffer zu erzielen, mussten aber immer auch aufpassen, nicht in einen Konter zu laufen. Man darf nicht vergessen, dass wir gegen eine selbstbewusste Schalker Mannschaft gespielt haben, die defensiv sehr kompakt steht und derzeit sehr selbstbewusst auftritt. Wir haben defensiv kaum noch etwas zugelassen, haben es nur verpasst, uns bei unseren wenigen Chancen, die wir hatten, mit dem 2:1 zu belohnen. Aber am langen Ende kann ich mit dem Remis gut leben. Damit haben wir einen Punkt und drei Tore auf Frankfurt aufgeholt.

Trainer Dieter Hecking: Durch die frühe Rote Karte gegen Bentaleb war es ein anderes Spiel als erwartet. In der ersten Hälfte haben wir die Überzahl sehr gut ausgespielt. Leider gab es kurz vor der Pause den Handelfmeter gegen uns, der zum Ausgleich geführt hat. Im zweiten Durchgang haben wir zu früh nach Lösungen gesucht, dadurch haben wir den Schalkern in den ersten 20 Minuten mehrere Kontergelegenheiten ermöglicht. Das darf in dieser Form, nicht passieren, denn das kann dazu führen, dass du das Spiel am Ende sogar noch verlierst. Wir haben dann versucht, die Schalker weiter zu beschäftigen, doch man hat gesehen, warum sie in der kommenden Saison in der Champions League spielen werden. Sie verteidigen überragend, sind körperlich sehr robust, in der Arbeit gegen den Ball exzellent organisiert, dazu kommt ein starkes Umschaltspiel. Dadurch ist es uns nicht mehr gelungen, viele klare Torchancen zu erspielen. Doch wir nehmen einen Punkt mit – und damit kann ich gut leben.

Trainer Domenico Tedesco (FC Schalke 04): Wir haben gegen einen fußballerisch starken Gegner fast 80 Minuten mit einem Mann weniger gespielt, das ist natürlich kein Zuckerschlecken. Aber wie wir Woche für Woche Widerstände aus dem Weg räumen, spricht für den Charakter der Mannschaft. Ein Riesenkompliment an die Truppe, die ihre Lehren aus den vergangenen Spielen gezogen hat. In punkto Mentalität und Taktik haben wir fantastisch gearbeitet und gespielt. In meinen Augen hatten wir in Unterzahl sogar die besseren Chancen, um das Spiel sogar zu gewinnen, aber der Punkt gibt uns dennoch noch einmal Auftrieb für die beiden verbleibenden Partien.

Weitere News

Saison-Aus für Kapitän Stindl

Saison-Aus für Kapitän Stindl 29.04.2018

Borussias Kapitän Lars Stindl hat im gestrigen Bundesligaspiel beim FC Schalke 04 eine schwere Kapsel- und Bandverletzung mit Verletzung des Syndesmosebands im linken Sprunggelenk erlitten und fällt damit mehrere Wochen aus.