NEWS: 27.07.2018

Beyer und Mayer wollen echte Alternative sein

Beyer und Mayer wollen echte Alternative sein
Florian Mayer und Jordan Beyer teilen sich im Trainingslager am Tegernsee ein Zimmer.

In Louis Jordan Beyer (18) und Florian Mayer (20) machen zwei junge Spieler Druck auf die arrivierten Kräfte. Beide wollen sich im Trainingslager am Tegernsee für weitere Aufgaben empfehlen.

Das Bundesliga-Debüt hat Florian Mayer seinem Zimmerkollegen bereits voraus. Am 1. April im Bundesligaspiel in Mainz (0:0) durfte der 20-Jährige erstmals für 18 Minuten in der deutschen Eliteklasse ran. „Der Traum eines jeden Nachwuchsspielers ist, einmal in der Bundesliga zu spielen. Wenn dieser Traum wahr wird, kann man es kaum fassen und muss erst eine Nacht drüber schlafen, bis man das realisiert hat“, erinnert sich der Innenverteidiger. Der zwei Jahre jüngere Beyer hat diesen Schritt noch vor sich. „Ich habe Flo den Einstand von ganzem Herzen gegönnt, weil er hart dafür gearbeitet hat, aber gleichzeitig ist man auch etwas neidisch, weil man diesen Moment natürlich auch selbst gerne erleben möchte“, sagt der 18-Jährige.

Doch vielleicht wird sich auch sein Traum vom Profidebüt bei den Fohlen schon in naher Zukunft erfüllen. Durch die Verletzung von Michael Lang ist Beyer noch ein Stück näher an die Mannschaft gerückt. „Ich bin mir der Situation bewusst, dass eine Lücke entstanden ist, auch wenn man natürlich niemanden eine Verletzung wünscht“, sagt Beyer. „Ich versuche mich jetzt in jeder Einheit anzubieten, um dem Trainer zu zeigen, dass ich auch für die Pflichtspiele eine echte Alternative sein kann.“

Im gestrigen Test gegen Augsburg gelang das ganz vorzüglich. „Jordan macht im Moment vieles richtig, er gibt mir damit ein gutes Gefühl“, lobte Chefcoach Dieter Hecking den couragierten Auftritt des Rechtsverteidigers, der keinerlei Abstimmungsprobleme mit seinen neuen Teamkollegen hatte. „Es war mit Ausnahme zweier Situationen ein gutes Spiel von der gesamten Defensive. Sowohl die Absprache mit der Viererkette als auch mit Ibo Traoré hat wirklich super geklappt, obwohl wir in der Konstellation noch nie zusammengespielt haben“, so Beyer.

„Ein besonderes Gefühl“

Der Blondschopf stand früher selbst als Fan in der Kurve im BORUSSIA-PARK. Im Sommer 2015 wechselte er von Fortuna Düsseldorf zu seinem Lieblingsverein. „Da ich selbst Borussia-Fan bin, ist es für mich ein ganz besonderes Gefühl, jetzt für diesen Klub in der Profimannschaft zu spielen“, sagt Beyer. Mayer, der zuvor auch schon acht Jahre für den FC Schalke am Ball war, kam im Sommer 2016 vom VfL Bochum zu den Fohlen. „Borussia hat mir damals das beste Gesamtpaket geboten – und der Meinung bin ich nach zwei Jahren auch immer noch“, sagt der Innenverteidiger.

Im Trainingslager saugen beide Youngster jeden Moment auf wie ein Schwamm. „Mit so erfahrenen Spielern auf dem Platz zu stehen, bringt einen in der Entwicklung enorm weiter“, meint Beyer. Doch natürlich wollen beide mehr sein als nur Ergänzungsspieler. „Wir sind uns unser Rolle bewusst und wissen, dass wir noch jung sind und noch viel Arbeit vor uns haben, um das Niveau der Profis zu erreichen. Aber natürlich ist unser Ziel, irgendwann eine Alternative für den Trainer zu sein“, sagt Beyer. Mayer ergänzt: „Natürlich hoffe ich, dass mich mein Weg, immer weiter nach oben führt. Aber man sollte sich selbst auch nicht viel Druck machen, sondern einfach Gas geben und schauen, was passiert.“ Dann kommt für den einen das zweite Bundesligaspiel und für den anderen das Bundesligadebüt bestimmt schon bald.

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