NEWS: 08.08.2018

Zwei neue Experten für die medizinische Abteilung

Zwei neue Experten für die medizinische Abteilung
Bereits ein eingespieltes Team: Mannschaftsarzt Dr. med. Ralf Doyscher (r.) und Hendrik Schreiber, Borussias leitender Physiotherapeut.

Auch im Team hinter dem Team hat es im Sommer einige personelle Veränderungen gegeben. Wir stellen das Quartett vor. Heute: Mannschaftsarzt Dr. med. Ralf Doyscher und Hendrik Schreiber, Borussias neuer leitender Physiotherapeut.

Der Einstand ist schon mal gelungen. Wie alle anderen Neuzugänge musste auch Borussias neuer fest angestellter Mannschaftsarzt Dr. med. Ralf Doyscher im Trainingslager als erste Bewährungsprobe vor dem gesamten Team ein Lied zum Besten geben. Der Klassik-Fan entschied sich für die Arie „Nessun Dorma“ – und heimste für die stimmgewaltige Darbietung gleich mal stehende Ovationen von den Spielern ein. Es war ein kleiner Schritt in Richtung Akklimatisierung im neuen Arbeitsumfeld Borussia – wenngleich das Hauptaugenmerk von Doyscher momentan natürlich ganz woanders liegt. „Fest angestellter Mannschaftsarzt – das ist Neuland für Borussia und auch für mich. Deshalb geht es im Moment vor allem darum, neue Strukturen zu schaffen“, sagt Doyscher.

Doyscher war seit 2010 in verschiedenen Abteilungen der Charité Berlin tätig, zuletzt als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Abteilung Sportmedizin. Sein Medizinstudium hatte er an der Universität Ulm absolviert. Betreut hatte er bislang die Fußballer des SV Babelsberg 03 und des 1. FC Union Berlin, die Handballer der Füchse Berlin sowie die American Footballer der Berlin Adler. Darüber hinaus war er als Verbandsarzt für die Betreuung der Nationalkader des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD) und für den deutschen Leichtathletik Verband (DLV) tätig.

Kooperation mit den anderen Mannschaftsärzten

Bei Borussia erweitert der 35-Jährige nun das Ärzteteam: Dr. Stefan Hertl ist im sportmedizinischen und orthopädischen Bereich weiter verantwortlich für die Fohlen, im internistischen Bereich arbeiten sie weiter mit Dr. Heribert Ditzel zusammen, Doyscher ergänzt dieses Duo als fester Arzt vor Ort. „In den ersten Wochen ging es viel darum, die Kooperation mit den anderen Mannschaftsärzten formell auszurichten und die Arbeitsabläufe und Aufgaben abzusprechen“, erklärt Doyscher, der über den Beginn der Zusammenarbeit nur Positives zu berichten hat: „Der Kontakt mit Dr. Stefan Hertl ist sehr eng und auch mit Dr. Heribert Ditzel spreche ich fast jeden Tag.“

Die Eingewöhnung erleichtert hat Doyscher zudem die Tatsache, dass er bei Borussia auf ein bereits bekanntes Gesicht traf: Hendrik Schreiber, den die Fohlen zu dieser Saison als neuen leitenden Physiotherapeuten verpflichtet haben, kennt Doyscher bereits aus seiner Zeit bei Union Berlin. „Das war natürlich für den Start gut. Wir kennen den Hintergrund und die Arbeit des anderen und haben sehr ähnliche Ansichten“, erklärt Doyscher, der nach seinem Abitur auch eine Ausbildung zum Physiotherapeuten gemacht hat.

Der für den Medical Park tätige Schreiber arbeitete zuletzt siebenhalb Jahre als leitender Physiotherapeut und Rehatrainer bei Zweitligist Union Berlin. Davor war er in der Jugend der TSG Hoffenheim tätig und betreute verschiedene Amateurvereine. „Borussia hat wie Union Berlin Tradition und ist kein schnelllebiger Verein, der von heute auf morgen Entscheidungen trifft, sondern auf Kontinuität setzt“, begründet der 35-jährige seinen Wechsel zu den Fohlen.

Fokus liegt in der Prävention

Sein vordergründiges Ziel bei Borussia: „Wir wollen verhindern, dass sich Spieler verletzen.“ Dabei geht es für Schreiber unter anderem darum, die Beckenstatik der Spieler im Auge zu behalten und muskuläre Dysbalancen auszumachen. „Das Besondere beim Profifußball ist, dass der Fokus in der Prävention liegt. Die Arbeit findet oft schon vor der Verletzung statt“, betont Schreiber. Ist ein Spieler dann doch mal verletzt, gilt es für ihn in Absprache mit Dr. Andreas Schlumberger, den Ärzten und seinen Physiotherapie-Kollegen die Therapiekonzepte abzusprechen und zu koordinieren. Dabei setzt Schreiber unter anderem auf das sogenannte Dry Needling, das Stechen vonTriggerpunkten beziehungsweise verhärteten Muskeln mit Hilfe einer Akupunkturnadel.

Schreiber ist froh, bei seiner Arbeit auf eine Infrastruktur zurückgreifen zu können, die auch für ihn noch mal eine Weiterentwicklung bedeutet – und spricht auch in diesem Punkt mit Dr. med. Ralf Doyscher mit einer Stimme: „Man merkt, dass Borussia ein Verein mit Tradition ist und nicht erst seit gestern Fußball auf hohem Niveau spielt. Die Physiotherapeuten, Osteopathen, Athletiktrainer und Rehatrainer – alle arbeiten auf höchstem Niveau“, sagt Doyscher und fügt an: „Die Strukturen sind professionell, der Verein ist gut geführt. Auf der anderen Seite merkt man aber auch, dass auf allen Ebenen noch Platz für Menschliches ist.“

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