NEWS: 23.08.2018

"Gleich eine große Herausforderung"

"Gleich eine große Herausforderung"
Trainer Dieter Hecking

Vor dem Bundesliga-Auftaktspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen haben sich Trainer Dieter Hecking und Sportdirektor Max Eberl in der heutigen Pressekonferenz geäußert.

Trainer Dieter Hecking über...

…die Erwartungen an die neue Bundesliga-Saison: Ich habe mir vorgenommen – das ist der Unterschied zu den vergangenen Jahren – wirklich nur noch von Wochenende zu Wochenende zu schauen. Entsprechend beschäftige ich mich nur mit der kommenden Aufgabe gegen Leverkusen. Auf das Spiel am Samstag freue ich mich, es ist ein kleines Derby. Bayer ist mit dem Kader, den sie zur Verfügung haben, ein echter Champions-League-Kandidat. Wenngleich wir in den vergangenen Wochen einiges richtig gemacht haben, wird es am ersten Spieltag gleich eine große Herausforderung für uns.

...die Rückschlüsse aus dem Pokalspiel: In Hastedt hat die Mannschaft alles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren sehr spielfreudig und haben viele Tore erzielt. Ich hätte gerne noch zu Null gespielt, aber den Ehrentreffer haben wir den Hastedtern gegönnt. Rückschlüsse auf die Bundesliga daraus zu ziehen, ist aber gefährlich. Es kann sein, dass es am Samstag viel zäher wird. Aber wenn wir die Spielfreude, die wir in Hastedt an den Tag gelegt haben, in Ansätzen erneut zeigen können, können wir Leverkusen vor Probleme stellen. Jedoch wird es sicher nicht die Vielzahl an Möglichkeiten wie am zurückliegenden Wochenende geben.

...die personelle Situation: Ich bin endlich in der glücklichen Situation, mehr variieren zu können und den Kader so auswählen zu können, wie er am besten zum nächsten Gegner passt. Ich kann sogar drei oder vier Spielern sagen, dass sie auf der Bank oder sogar auf der Tribüne sitzen. Und es kommen ja noch einige zurück. László Bénes steigt am Freitag wieder voll ins Training ein. Und dann sehe ich, wer noch alles auf der Ausfallliste steht: Lars Stindl, Michael Lang, Nico Elvedi und Ibrahima Traoré, die auch alle für die Startelf in Frage kommen. Das ist eine schöne und reizvolle Aufgabe für mich, das klug zu moderieren.

...die Form von Thorgan Hazard: Toto spielt in meinen Überlegungen immer eine große Rolle. Er hat den Urlaub gut genutzt, um abzuschalten und ist jetzt seit zweieinhalb Wochen wieder im Training. Deshalb wollte ich ihm das Spiel gegen Hastedt geben, weil er noch nicht so im Rhythmus war. Wenn ein Stürmer sich spielfreudig zeigt und drei Tore schießt, ist das immer gut. Dass er am Samstag im Kader stehen wird, davon gehe ich aus.

...die Erwartungen an Raffael: Raffael ist in einem sehr guten körperlichen Zustand. Es werden immer Gründe gesucht, warum er uns vielleicht nicht mehr helfen kann. Er hatte in der zurückliegenden Rückrunde keinen Rhythmus. Es ist für jeden Spieler ein Problem, unter diesen Umständen Topleistungen abzurufen. Wenn er verletzungsfrei bleibt, traue ich ihm zu, dass er nochmal eine hervorragende Saison spielen kann.

Sportdirektor Max Eberl überraschte mit der ironischen Aussage: Wenn ich gefragt werde, was ich mir erhoffe, sage ich natürlich: Ich will Deutscher Meister werden. Das könnt ihr so schreiben: Max Eberl will Deutscher Meister werden.

Danach ordnete Max Eberl die Aussage ein: Es kommt immer ein wenig rüber, als dass wir, die nicht so offensiv mit Äußerungen umgehen, keine Ambitionen und Visionen hätten und in unserem mittelmäßigen Sud schmoren. Das ist kompletter Blödsinn. Wir versuchen nur, die Dinge realistisch einzuschätzen. Wir hatten in den letzten Jahren wunderbare Erlebnisse, aber auch schwierige Phasen, dadurch können wir bestimmte Dinge richtig einschätzen. Natürlich wollen auch wir am Ende etwas erreichen. Aber was auf dem Weg alles passieren wird, kann ich nicht vorhersagen. Ich freue mich auf das Auftaktmatch, Leverkusen hat in 20 Jahren 17-mal imEuropapokal gespielt. Das ist eine Mannschaft von europäischem Format. Ich wünsche mir, dass wir am Samstag mit den Fans im Rücken etwas zeigen wollen. Die Mannschaft soll Gas geben und Dieter Heckings Spielidee umsetzen, und darum geht es jede Woche. Dann gilt es zu schauen, wie sich die Mannschaft von Woche zu Woche weiterentwickelt und wie sie auch einmal mit Problemen umgehen wird - das ist die Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir tun gut daran, nicht immer nur das große Ganze zu sehen, sondern auch die kleinen Aufgaben und Schritte zu akzeptieren. Das ist ein Grund, wieso Borussia in den vergangenen Jahren Erfolg hatte.

Eberl über die aktuelle Lage auf dem Transfermarkt: Wir haben uns entschlossen, so mit dem Kader in diese Saison zu gehen. Dass es noch einen Abgang gibt, würde ich nicht ausschließen - aber Thorgan Hazard wird es nicht. Ich habe nicht ein Prozent Zweifel, dass er bleibt. Was die Ausdrucksweise angeht, dass im Fußball bis zur letzten Sekunde alles passieren kann, gibt es ja durchaus Parallelen zu seinem Bruder Eden.

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