NEWS: 14.09.2018

Hecking: "Wir müssen Schalke vor Aufgaben stellen"

Hecking: "Wir müssen Schalke vor Aufgaben stellen"
Trainer Dieter Hecking

In der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Schalke 04 sprach Trainer Dieter Hecking über...

…die personelle Situation: Verletzungsbedingt nicht zur Verfügung für Samstag steht Josip Drmic mit Rückenbeschwerden. Raffael hat Wadenprobleme, er ist gestern gelaufen. Das war soweit erst mal gut. Ich kann aber nicht abschätzen, ob es für Samstag reicht. Wir werden in jedem Fall kein Risiko eingehen bei ihm. Für Mamadou Doucouré und Julio Villalba kommt ein Einsatz am Samstag zu früh. Auch für Lars Stindl. Es ist gut, dass er wieder im Mannschaftstraining ist. Ich denke, dass er auch heute das ganze Programm absolvieren kann. Das ist sehr positiv, da es ja auch keine einfache Verletzung war. Jetzt geht es darum, ihn von Tag zu Tag die Belastung steigern zu lassen. Das betrifft das Balltraining, die Zweikämpfe und das Training mit der Mannschaft. Wie schnell es dann geht, bis er uns wieder zur Verfügung steht, will ich nicht in Tagen messen. Ich denke, es sind aber keine Wochen mehr.

…die Länderspielpause: Nach zwei Spieltagen ist eine Länderspielpause nicht so gut. Für die Nationalspieler ist die Belastung dann richtig groß. Für die anderen Spieler hier vor Ort ist es auch nicht einfach. Wir haben aber ein gutes Testspiel gemacht gegen Bochum und dadurch die Spannung hochgehalten. Für uns geht es darum, jetzt alle Spieler zusammenzuführen. Heute werden alle wieder gemeinsam trainieren, keiner ist verletzt wiedergekommen von der Nationalmannschaft. Die nächsten zweieinhalb Tage werden in jedem Fall reichen, um die Mannschaft wieder auf Spannung zu bringen, damit sie am Samstag ein gutes Spiel zeigt.

…den kommenden Gegner Schalke 04: Ich weiß nicht, ob sich Schalke intern unter Druck fühlt. Von außen wird viel Druck auf die Mannschaft aufgebaut. Ich glaube, es wäre aber fatal von mir und meiner Mannschaft, Schalke lediglich an den ersten beiden Bundesligaspielen zu messen. Sie waren in den Spielen zwar nicht so gut wie in den vergangenen Jahren. Aber Domenico Tedesco wird seine Mannschaft total akribisch auf uns vorbereiten und wird alles versuchen, diesen kleinen negativen Trend zu revidieren. Schalke ist nicht umsonst absolut verdient Vizemeister geworden und hat sich souverän für die Champions League qualifiziert. Das dürfen wir nicht außer Acht lassen. Es kommt ein Gegner, der vom Kader noch ein Stück weit besser aufgestellt ist als wir. Wir müssen Schalke vor Aufgaben stellen. Wir müssen es im Verbund mit einer guten Teamleistung und der Unterstützung von außen so gut hinkriegen wie gegen Leverkusen. Dann kann was gehen, dann sind wir gefährlich. Wenn wir einen sehr guten Abend erwischen, sind wir in der Lage, sie zu schlagen.

…die Kadergröße: Ich bin generell kein Freund vom 18er-Kader. Bei der Dichte an qualitativ guten Spielern, die mittlerweile in den Spielerkadern aller Vereine herrscht, halte ich die Kadergröße für nicht mehr zeitgemäß. Ich bin ein Freund davon, den Kader an Spieltagen auf 22 oder 23 zu erhöhen – wie bei der WM oder in Italien. Man könnte damit die Situation, die ich jetzt habe, vermeiden. Es wird am Wochenende sicherlich nämlich den einen oder anderen Spieler treffen – ich kann die Nichtberücksichtigung dann aber nicht mit Leistung begründen. Das ist das Schwierigste überhaupt, weil man als Spieler nur schwer verstehen kann, dass man nicht dabei ist, obwohl die Leistung stimmt. Die Spieler müssen aber verstehen, dass es nie um die Person geht, sondern immer um die Position.

… Variabilität: In der Rückrunde der vergangenen Saison hatten wir häufig gar nicht die Möglichkeit, spieltaktisch etwas zu verändern, weil wir eine schwierige personelle Situation hatten und die Ergebnisse nicht gestimmt haben. Es hätte dann richtig schief gehen können, noch mehr taktische Variabilität von der Mannschaft zu erwarten. Für mich ist auch nicht entscheidend, ob wir jetzt variantenreicher sind oder nicht. Das Wichtigste für mich ist die Konkurrenzsituation im Kader und im Training. Wir haben eine hohe Qualität im Training, keiner kann sich gehen lassen. Ich als Trainer muss überlegen, was das beste System für den Kader ist, den ich zur Verfügung habe. Wir haben in Neuhaus, Bénes, Hofmann, Cuisance, Zakaria, Kramer, Strobl und Stindl, eine Menge von vielen guten zentralen Mittelfeldspielern. Wenn ich durch ein System die Chance habe, einen Spieler mehr im zentralen Mittelfeld zu haben, dann gehe ich diesen Weg.

…Florian Neuhaus: Stefan Kuntz, der Trainer von Deutschlands U21, hat mich angerufen und mir berichtet, dass Florian ein herausragendes Spiel gemacht hat bei der U21. Das zeigt einmal mehr, welche Qualität er schon mitbringt. Er hat es in den bisherigen Spielen für uns auch schon hervorragend gemacht. Ich bin froh, dass er bei uns ist.

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