NEWS: 03.10.2018

Kramer: "Mutig spielen und Ballbesitz erlangen"

Kramer: "Mutig spielen und Ballbesitz erlangen"
Christoph Kramer gibt in der Mittelfeldzentrale der Fohlen den Takt vor.

Vor dem Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr) beim FC Bayern Münchnern spricht Christoph Kramer über den gelungenen Saisonstart der Fohlen, seine Rolle im neuen Spielsystem und die bevorstehende Aufgabe beim Rekordmeister.

Chris, ihr seid gut in die Saison gekommen, habt aus den ersten fünf Spielen elf Punkte geholt. Was sagst du zu eurem positiven Start und wie groß ist der Anteil der Neuzugänge daran?

Kramer: Wir können sowohl mit der Punktausbeute als auch mit der Art, wie wir bislang aufgetreten sind, zufrieden sein. Die Neuen haben sich super integriert, Florian Neuhaus und Alassane Plea haben schon gezeigt, wie wichtig sie für uns sind und sicher auch noch sein werden. Michael Lang ist jetzt in Wolfsburg dazu gekommen, auch er wird unserem Spiel mit seiner Erfahrung gut tun. Alle machen ihre Sache bislang wirklich hervorragend.

Was nehmt ihr euch für den weiteren Saisonverlauf vor?

Kramer: Ich möchte nicht mehr über Ziele oder die Tabellensituation reden, weil es einfach keinen Sinn macht. In der Bundesliga geht es inzwischen so eng zu, dass man je nachdem, ob man gerade einen positiven, oder aber einen negativen Lauf hat, zwischen Platz vier und zwölf pendeln kann. Wir sind gut beraten, uns wirklich immer nur auf das nächste Spiel zu konzentrieren. Es ist an jedem Wochenende schwierig genug, drei Zähler zu erringen. Doch wenn uns das häufig genug gelingt, kommt der Rest von ganz alleine.

Ihr spielt seit Saisonbeginn in der Regel in einem 4-3-3-System. Wie hat sich das auf deine eigene Rolle in der Mittelfeldzentrale ausgewirkt?

Kramer: Im Gegensatz zu einem 4-4-2, in dem es eine Doppelsechs gibt, bin ich in einem 4-3-3 auf dem Papier der alleinige Sechser. Dadurch muss ich sehr positionsgetreu agieren und kann mich nicht mehr so häufig ins Spiel nach vorne einschalten. Auf der anderen Seite habe ich zwei Achter vor mir, die mich beide in der Zentrale unterstützen. Ich fühle mich in beiden Systemen wohl, und so groß sind die Unterschiede auch nicht. Es hängt auch immer viel davon ab, wie der jeweilige Gegner agiert.

Der kommende Gegner wird mit Sicherheit mit geballter Offensivpower gegen euch antreten, denn ihr trefft auf den Rekordmeister. Worauf wird es in München ankommen, um dort zu bestehen?

Kramer: Man darf auf keinen Fall in den Teufelskreis kommen, eine Angriffswelle nach der anderen abfangen zu müssen und nur lange Bälle herauszuschlagen. Das geht auf Dauer nicht gut. Es wird darauf ankommen, mutig zu spielen und auch relativ viel Ballbesitz zu erlangen. Das ist uns beim letzten Auswärtsspiel leider nur eine halbe Stunde lang gelungen. Diesmal wollen wir es über die gesamte Spielzeit schaffen.

Die Bayern haben in der Liga nur einen Punkt aus den letzten beiden Partien geholt. Glaubst du, dass sie in dieser Saison etwas nachlassen könnten?

Kramer: Ehrlich gesagt glaube ich nicht daran, dass die Bayern auf lange Sicht schwächeln werden. Sie haben eine brutale Qualität und werden sich schnell wieder fangen. Dennoch hoffen wir natürlich darauf, sie am Wochenende noch einmal ärgern zu können.

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