NEWS: 22.10.2018

„Haben den Fußball gezeigt, den Borussia spielen will“

„Haben den Fußball gezeigt, den Borussia spielen will“
Nach dem ersten Dreierpack seiner Profikarriere sicherte sich Jonas Hofmann den Spielball.

Nach dem 4:0-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 spricht Jonas Hofmann im Interview über den ersten „Dreierpack“ seiner Bundesliga-Karriere, die Systemumstellung und den aktuellen Tabellenplatz der Fohlen.

Jonas, wie hat sich der erste Dreierpack deiner Bundesliga-Karriere für dich angefühlt?

Hofmann: Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das wird mir vermutlich nicht mehr allzu häufig in meiner Karriere gelingen. Für diesen Sieg und meine drei Tore bekommen wir auch nur drei Punkte, nichtsdestotrotz bin ich überglücklich.

Wie wichtig sind diese Treffer für dich, nachdem dir lange Zeit keine Tore für Borussia gelungen sind?

Hofmann: Es war natürlich immer wieder ein großes Thema, dass ich keine Tore gemacht habe. Schon mit dem Leverkusen-Spiel, aber allerspätestens seit gestern sind diese Diskussionen auf Eis gelegt. Man erarbeitet sich Woche für Woche Selbstvertrauen. Dann gehört natürlich auch Glück dazu. Und es stehen noch zehn Mannschaftskollegen auf dem Platz, die einem die Möglichkeiten bringen. Alle drei Tore wurden super rausgespielt. Kompliment an die Mannschaft. Das war ich nicht alleine, der diese drei Tore erzielt hat.

Wie bewertest du die Mannschaftsleistung gegen Mainz?

Hofmann: Wir haben ein gutes Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gestanden – so wie wird uns das vorgenommen hatten. Wir wussten, dass Mainz auch eine sehr gute Defensive hat. Deshalb wäre es fatal gewesen, gegen so eine Mannschaft in Rückstand zu geraten. Vor dem Tor waren wir wieder eiskalt. Über unsere Defensive und den Spielaufbau sind wir sehr gut nach vorne gekommen. Vor allem beim ersten Tor hat man gesehen, wie gut wir nach vorne kombiniert haben. Das macht uns momentan sehr stark. Wir wollen genau diesen Fußball spielen. In der zweiten Halbzeit war mit dem 3:0 der Sack dann auch zu. Danach haben wir es souverän runtergespielt.

Was macht euch aktuell so stark?

Hofmann: Was uns momentan so stark macht, ist unsere Defensive. Dass wir uns hinten keinen fangen, ist die Grundlage. Wir lassen uns hinten nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn wir mal eine Minute lang hinten über Yann spielen müssen. Die Defensivarbeit fängt aber schon vorne an. Und unsere Offensive ist so stark, dass wir immer für ein Tor gut sind. Das setzen wir momentan sehr gut um. Vor allem beim ersten Treffer, als wir sehr gut über das Mittelfeld nach vorne gespielt haben, haben wir den Fußball gezeigt, den Borussia Mönchengladbach spielen will. Momentan machen wir einfach viele Dinge richtig, treffen in den Situationen die richtigen Entscheidungen. Deshalb stehen wir aktuell auf dem zweiten Platz.

Wie fühlt es sich momentan an, auf die Tabelle zu schauen?

Hofmann: Es ist ein sehr schönes Gefühl, das wir uns durch gute Leistungen verdient haben. Trotzdem wissen wir diese Momentaufnahme realistisch einzuschätzen. Viele träumen jetzt schon von Größerem, aber es sind erst acht Spiele gespielt. Wir denken von Woche zu Woche, und das hilft uns, aktuell so gut dazustehen. So werden wir auch weiterhin verfahren.

Passt das 4-3-3-System, das ihr seit dieser Saison spielt, besser zu deiner Spielweise als das alte System?

Hofmann: Da kommen viele Komponenten zusammen. Mit einer Systemumstellung muss man als Mannschaft erst einmal zurechtkommen. Das neue System haben wir uns in der Vorbereitung sehr gut erarbeitet. Es fängt schon vorne beim Anlaufen an. Man läuft ganz anders an mit drei Leuten vorne. Natürlich müssen die Achter auch immer wieder die gegnerischen Innenverteidiger anlaufen. Inzwischen haben wir das 4-3-3 so gut verinnerlicht, dass wir sehr stabil stehen und wenig zulassen. Flo Neuhaus und ich als Achter bewegen uns zwischen der letzten Kette und dem Mittelfeld. Ein Mittel ist es auch, dass sich der Stürmer fallen lässt, um Überzahl im Zentrum zu erspielen. Das kann sich aber von Woche zu Woche ändern. Vielleicht kommt nächste Woche ein Gegner, gegen den wir es wieder ändern müssen. Was genau dafür verantwortlich ist, dass es damit besser läuft, kann ich gar nicht in wenigen Worten zusammenfassen. Es sind Details, den Unterschied machen.

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