NEWS: 08.11.2018

Der Gegner im Porträt: Werder Bremen

Der Gegner im Porträt: Werder Bremen
Davy Klaasen ist aus der Schaltzentrale des Bremer Mittelfelds nicht mehr wegzudenken. Foto: DFL

Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert Borussia beim SV Werder Bremen. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: Werder Bremen ist hervorragend in die Bundesliga-Saison gestartet. Mit 17 Punkten aus den ersten zehn Ligaspielen steht der SVW in der Tabelle derzeit auf Platz sechs. In den ersten fünf Partien blieben die Hanseaten ungeschlagen, erst am sechsten Spieltag setzte es beim 1:2 in Stuttgart die erste Niederlage. Danach folgten zwei Siege (2:0 beim FC Schalke und 2:0 gegen Wolfsburg). Zuletzt mussten sich die Bremer zweimal in Folge geschlagen geben: dem 2:6 gegen Bayer Leverkusen folgte am vergangenen Wochenende eine 1:2-Niederlage in Mainz. "Wir müssen aufpassen, dass wir behalten, was wir hatten", sagt Trainer Florian Kohfeldt. "Wenn wir an unser Limit gehen, können wir natürlich auch Gladbach zu Hause schlagen. Aber: Wir müssen eben auch an unser Limit gehen."

Trainer: Seit Florian Kohfeldt im Ok­to­ber des vergangenen Jahres das Ruder über­nom­men hat, zeigen die Grün-Weißen wieder erfolgreichen Offensivfußball – getreu seiner Devise: "Erst kommt die Offensive, und daraus leiten wir dann das Verteidigen ab". Mit 18 Jahren war Kohfeldt 2003 in die U23 von Werder Bremen gewechselt. Für mehr reichte es nie, weshalb er seine Zeit als Torwart scherzhaft als „dunkle Vergangenheit“ bezeichnet. Nachdem Kohfeldt mehrere Jugendmannschaften in der Trainerfunktion durchlaufen hatte, rückte er es ins Trainerteam der Profis auf. Nebenbei studierte er an der Uni Bremen und machte seinen Abschluss in Gesundheitswissenschaften und Sport. 2015 machte Kohfeldt als Jahrgangsbester seinen DFB-Trainerschein. Ein Jahr später wurde er genauso wie Viktor Skripnik von seiner Aufgabe bei den Profis entbunden. Kurz darauf übernahm er in Bremen den Posten des U23-Trainers. Als Alexander Nouri entlassen wurde, übernahm Kohfeldt dann das Profiteam als Cheftrainer und führte sein Team heraus aus der Abstiegszone auf Rang elf. "Dieses Kribbeln, wenn du ins Stadion gehst, hat sich vom ersten Tag bis heute kein Stück verändert“, so Kohfeldt. „Ich hoffe, dass es sich auch nie verändern wird. Denn das ist das schönste Gefühl überhaupt."

System und Aufstellung: Bis auf den Langzeitverletzten Fin Bartels können die Bremer derzeit aus dem Vollen schöpfen. Kohfeldt lässt sein Team in der Regel in einem 4-3-3-System auflaufen. Ein sicherer Rückhalt im Tor ist Jiri Pavlenka. Im Abwehrzentrum waren Niklas Moisander und Milos Veljkovic meist gesetzt, erste Alternative ist Sebastian Langkamp. Auf den beiden Außenbahnen werden Theo Gebre Selassie (rechts) und Ludwig Augustinsson (links) erwartet. Auf der „Sechs“ wird entweder Philipp Bargfrede oder Nuri Sahin beginnen, auf den beiden Positionen davor ist mit Maximilian Eggestein und Davy Klaasen zu rechnen. Yuya Osako (rechts) und Florian Kainz (links) könnten die offensiven Außenpositionen bekleiden. Johannes Eggestein und Martin Harnik sind weitere Optionen. Auch Kevin Möhwald und Milot Rashica könnten in der Offensive zum Einsatz kommen. Als einzige Spitze lief zuletzt Ex-Borusse Max Kruse auf. Backup ist „Oldie“ Claudio Pizarro.

Im Fokus: Davy Klaasen: Zehn Bundesligaspiele, zwei Tore, zwei Vorlagen und immer in der Startelf: Seit seinem Wechsel im Sommer vom FC Everton an die Weser ist Davy Klaasen aus der Schaltzentrale des Bremer Mittelfelds nicht mehr wegzudenken. Dank seines Spielverständnisses, seiner starken Offensiv- und Defensivfähigkeiten und seiner hohen Laufbereitschaft avancierte er auf Anhieb zu einem absoluten Führungsspieler, der dem Teamgedanken alles unterordnet. „Davy denkt immer zuerst an die Mannschaft. Mit seiner Denkweise zeigt er, welche Klasse er hat, sei es im Passspiel, bei seinen Bewegungen im Raum oder der Arbeit gegen den Ball“, sagt Trainer Kohfeldt. „Wenn er so weiter macht, kann er die Mannschaft dauerhaft auf ein anderes Niveau heben.“

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