NEWS: 30.11.2018

Der kommende Gegner im Porträt: RB Leipzig

Der kommende Gegner im Porträt: RB Leipzig
Die Leipziger spielen bislang eine starke Bundesligasaison. Foto: DFL/Boris Streubel/Getty Images

Am Sonntag (15.30 Uhr) gastiert Borussia am 13. Bundesliga-Spieltag bei RB Leipzig. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: RB Leipzig spielt bislang eine starke Bundesliga-Saison. Nach zwölf Spieltagen belegen die Sachsen mit 22 Punkten den vierten Tabellenplatz. Nach der 1:4-Auftaktniederlage in Dortmund starteten sie eine lange Erfolgsserie und blieben über zehn Bundesligaspiele (sechs Siege, vier Unentschieden) ungeschlagen. Erst am zurückliegenden Spieltag erwischte es RB wieder, als sie mit 0:1 beim VfL Wolfsburg verloren. Am Donnerstagabend waren die Leipziger noch in der UEFA Europa League im Einsatz. Bei RB Salzburg unterlagen sie mit 0:1, damit haben sie den Einzug in das Sechzentelfinale nicht mehr in der eigenen Hand. Für Trainer Ralf Rangnick aber kein Beinbruch: "Unsere Priorität liegt auf der Bundesliga", sagte er. " Unser Ziel ist es, nächstes Jahr in der Champions League zu spielen. Das sind unsere Festtage. Sollten wir in der Rückrunde nicht mehr in der Europa League sein, dann verringert das sicher nicht unsere Chancen auf die Champions League."

Trainer: Wie bereits in der Saison 2015/16, in der er die Leipziger aus der 2. Liga ins Oberhaus führte, nimmt Ralf Rangnick auch in der aktuellen Spielzeit wieder eine Doppelrolle ein: als Sportdirektor und Chefcoach der Bundesliga-Mannschaft. Der 60-Jährige wird nach der Trennung von Ralph Hasenhüttl im zurückliegenden Sommer für genau ein Jahr das Amt des Trainers ausführen, ehe am 1. Juli 2019 Julian Nagelsmann seinen Dienst in Leipzig antreten wird. Mit Rangnick soll erneut der Einzug in den internationalen Wettbewerb gelingen. Entscheidender ist für den RBL-Coach jedoch, "dass wir unseren Weg ganz konsequent gehen. Wir wollen unseren Fußball wieder zu 100 Prozent auf den Platz bringen". Tempo, gepaart mit aggressivem Pressing und schnellem Umschaltspiel sind auch unter Rangnick die Kennzeichen des RBL-Spiels.

System und Aufstellung: Rangnick stellte seine Mannschaft in dieser Saison schon in verschiedenen Spielsystemen auf, vor eigenem Publikum wählt er meist eine 4-4-2-Formation. Zwischen den Pfosten ist der ungarische Nationalkeeper Peter Gulacsi gesetzt. Das Innenverteidiger-Duo könnten Kapitän Willi Orban und Ibrahima Konaté bilden, auch Dayot Upamecano ist ein möglicher Kandidat für das Abwehrzentrum. Erste Wahl auf Außen waren meist Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg, als Ersatz stehen Nordi Mukiele und Marcelo Saracchi bereit. Auf der Doppel-Sechs werden wohl Diego Demme und Kevin Kampl spielen, auch Stefan Ilsanker ist eine Option. In Abwesenheit des verletzten Emil Forsberg (Leistenprobleme) dürften auf den Außenbahnen Konrad Laimer (rechts) und Marcel Sabitzer (links) auflaufen. Auch Bruma könnte einer der beiden Positionen einnehmen. Im Angriff hat Rangnick große Auswahl: Neben Nationalstürmer Tim Werner streiten Yussuf Poulsen, Matheus Cunha und Jean-Kévin Augustin um die beiden offenen Plätze.

Im Fokus: Willi Orban: RB wird meist für seine starke Offensive gelobt. Was dabei oftmals untergeht: Die Leipziger haben aktuell die beste Defensive der Bundesliga. Lediglich zehn Gegentreffer mussten sie in den ersten zwölf Saisonpartien hinnehmen. Maßgeblichen Anteil daran hat Kapitän Willi Orban, der der Abwehr mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke viel Stabilität verleiht. Kürzlich gab der 26-Jährige, der in der Jugend des 1. FC Kaiserslautern ausgebildet wurde und dort auch sein Profidebüt feierte, auch seinen Einstand in der ungarischen A-Nationalmannschaft. Der gebürtige Pfälzer, dessen Vater Ungar ist, hatte schon zwei U21-Nationalspiele für Deutschland absolviert, ehe er sich für die Seite der Magyaren entschied. „Es war keine einfache Entscheidung. Ich habe lange dafür gebraucht, aber jetzt bin ich froh, für Ungarn spielen zu dürfen", erklärte Orban.