NEWS: 31.01.2019

Der kommende Gegner im Porträt: FC Schalke 04

Der kommende Gegner im Porträt: FC Schalke 04
Salif Sane und Matija Nastasic werden am Samstag wohl die Innenverteidigung der Schalker bilden. Foto: Lukas Schulze/DFL via Getty Images

Am Samstag (18.30 Uhr) gastiert Borussia am 20. Spieltag bei Schalke 04. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: Schalke hatte mit 18 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz überwintert und war damit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Dementsprechend groß waren die Hoffnungen in den Rückrundenauftakt – den die Knappen dann auch erfolgreich gestalten konnten: Zum Auftakt besiegte die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco den VfL Wolfsburg mit 2:1, bei Hertha BSC war sie ebenfalls das bessere Team und holte sich am Ende einen Punkt (2:2). Durch die vier Zähler kletterten die Königsblauen auf Rang zwölf.

Trainer: Domenico Tedesco befindet sich in seiner zweiten Saison als Trainer der Schalker. Zuvor war er als Junioren-Trainer beim VfB Stuttgart und bei der TSG 1899 Hoffenheim tätig. Erst im März 2017 startete seine Profi-Trainerkarriere beim zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzten der Zweiten Liga, Erzgebirge Aue. Tedesco führte dem Abstieg entgegen taumelnden Klub noch zum Klassenerhalt. Bereits im Sommer folgte der Wechsel ins Oberhaus zum FC Schalke, mit dem er in seiner ersten Spielzeit gleich Vizemeister wurde. Trotz der nicht zufriedenstellenden aktuellen Hinrunde genießt der 33-Jährige weiterhin das volle Vertrauen von Schalke-Manager Christian Heidel: „Ich tue mich schwer, einen Trainer in Frage zu stellen, den vor wenigen Monaten noch alle bejubelt haben. Ich weiß nicht, wie man das ausdrücken kann. Da gibt es einfach ein großes Vertrauen.“

System und Aufstellung: Schalke ist momentan von Verletzungen geplagt: In Benjamin Stambouli, Alessandro Schöpf, Steven Skrzybski, Breel Embolo, Guido Burgstaller, Amine Harit und Franco di Santo fehlen Tedesco gleich sieben potenzielle Stammspieler. Der Trainer wird sein Team gegen Borussia voraussichtlich in einem 4-2-3-1-System aufs Feld schicken. Im Tor wird erneut Alexander Nübel stehen, der Stammtorhüter Ralf Fährmann verdrängt hat. Allein in der Verteidigung kann Tedesco aus dem Vollen schöpfen. Während Salif Sane und Matija Nastasic wohl die Innenverteidigung bilden werden, wird Bastian Oczipka über die linke und Daniel Caliguri über die rechte Seite kommen. Die Doppelsechs setzt sich vermutlich aus Sebastian Rudy und Omar Mascarell zusammen. Die offensive Dreierreihe könnten Suat Serdar, Nabil Bentaleb und Yevheniy Konoplyanka bilden. Nach abgesessener Gelbsperre steht auch Weston McKennie wieder bereit. Eine neue Option wäre Rabbi Matondo. Der 18-jährige Flügelspieler von Manchester City unterschrieb am Mittwoch bis 2023 und soll bei den Knappen für mehr Tempo sorgen. Im Angriff wird als einzige Spitze Mark Uth erwartet, Alternativen sind Nachwuchsspieler Ahmed Kutucu und Cedric Teuchert.

Im Fokus: Alexander Nübel: Der 22-Jährige ist der Gewinner der Winterpause. Überraschend machte Tedesco den jungen Torwart vor dem Rückrundenstart zum neuen Mann zwischen den Pfosten und entschied sich damit gegen Kapitän Ralf Fährmann. Die Entscheidung sei ihm „nicht leicht gefallen“, betonte Tedesco, erklärte aber: „In den letzten Spielen waren ein paar Unsicherheiten dabei. Und Alex hat es im Training auch super gemacht." Mit Nübel haben die Schalker nun einen Mann im Kasten, der fußballerisch gut ausgebildet ist und mit seiner Athletik und Reaktionsstärke besticht. Der Paderborner war zur Saison 2015/2016 aus seiner Heimatstadt in den Ruhrpott gewechselt, seinen ersten Kurzeinsatz für die erste Mannschaft hatte er im Mai 2016, im vergangenen Jahr folgten dann in Vertretung des verletzten Fährmanns vier Ligaspiele, ein Pokalspiel und zwei Partien in der UEFA Champions League. Nachdem Nübel seinerzeit wieder ins zweite Glied rücken mussten, dachte er noch über einen Wechsel nach: „Wenn es hier auf Schalke noch nicht klappt, dann muss ich einen Schritt zurück machen zu einem im Vergleich zu Schalke vielleicht kleineren Verein.“ Diese Gedanken scheinen aufgrund der jüngsten Entwicklung aber ad acta gelegt.

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