NEWS: 07.02.2019

Neuhaus: „Es liegt ganz allein an uns“

Neuhaus: „Es liegt ganz allein an uns“
Florian Neuhaus

Im Interview spricht Florian Neuhaus über das bevorstehende Heimspiel gegen Hertha BSC, über Borussias Weiterentwicklung in den vergangenen Monaten und über seinen ersten Auswärtstreffer.

Florian, wenn es läuft, dann läuft es. Da kann man auch mal ausrutschen, aber der Ball landet dennoch im gegnerischen Tor...

Neuhaus: Stimmt. (lacht) Ich bin wahnsinnig froh, dass der Ball im Spiel auf Schalke letztendlich über den Keeper hinweg den Weg ins Tor gefunden hat. Am Ende ist es ja auch egal, wie er dorthin gekommen ist. Hauptsache, er war drin.

Nach deinem ersten Bundesliga-Tor überhaupt, in der Hinrunde im BORUSSIA-PARK gegen Stuttgart, ist dir nun der erste Auswärtstreffer gelungen; stellt sich allmählich Routine ein?

Neuhaus: Auf gar keinen Fall. Ein Tor in der Bundesliga zu erzielen, das ist immer etwas ganz Besonderes. Und wenn einem das auch noch auf Schalke gelingt, vor dieser tollen Kulisse, dann ist das ein ganz besonderer Moment.

Dennoch kommst du in der Rückrunde noch nicht ganz so zum Zug, wie vor der Winterpause. Woran liegt das?

Neuhaus: Wir haben nun mal einen überragenden Kader, gerade auch in der Breite. Jeder Spieler versucht, sich anzubieten und seine Chance zu nutzen. Und der Trainer entscheidet letztlich so, wie es für die Mannschaft am besten ist.

Wie reagierst du darauf, eher mit Enttäuschung oder mit einer „Jetzt erst recht“-Haltung?

Neuhaus: Ich bin eigentlich immer sehr entspannt. Letztlich bleibt mir auch gar nichts anderes übrig, als in der Trainingswoche Gas zu geben, meine Leistung anzubieten und dann, wenn der Trainer mich aufstellt, alles zu zeigen, was mir möglich ist – egal, ob ich nun 90 Minuten spiele oder vielleicht doch nur 15 oder 20. Gute Leistungen zu zeigen, das ist meine Aufgabe, das erwartet man von mir. Und wenn mir das gelingt, kommt alles andere von selbst.

„Gute Leistungen“ ist das Stichwort: Es beeindruckt, dass du bisher kein richtig schlechtes Spiel gemacht hast. Woher kommt diese Reife?

Neuhaus: Das ist eine gute Frage. (lacht) Ich glaube es liegt daran, dass es wahnsinnig viel Spaß macht, in dieser Mannschaft zu spielen. Und wenn das Team gut, erfolgreich und schön spielt, dann profitiert auch der Einzelne.

Hat sich die Mannschaft im Laufe der bisherigen Saison noch einmal weiterentwickelt?

Neuhaus: Auf jeden Fall! Ich bin überzeugt, dass sich jeder Einzelne verbessert hat, und wir unser System so noch besser umsetzen können. Wie ich schon gesagt habe, das Fußballspielen macht hier einfach ganz viel Freude. Was nicht heißt, dass wir nicht noch Verbesserungspotenzial und Luft nach oben haben.

In welchen Bereichen siehst du Steigerungspotenzial?

Neuhaus: Nach der Hinrunde haben wir gesagt, dass wir auswärts besser und erfolgreicher spielen müssen. Das ist uns in der Rückrunde bisher gelungen. Und daran wollen wir jetzt natürlich anknüpfen.

Siehst du eine Gefahr, dass man nach solchen Fußball-Demonstrationen wie der Ballstafette vor deinem Tor auf Schalke nachlässig werden könnte?

Neuhaus: Nein. Schon deshalb nicht, weil unsere beiden Tore erst nach der Roten Karte gefallen sind. Zuvor, gegen elf Schalker, haben wir uns noch schwergetan, hundertprozentige Torchancen herauszuspielen. Das ist übrigens auch ein Punkt, an dem wir arbeiten müssen. Dass wir dann, wenn der Gegner wahnsinnig tief steht und mit elf Mann am eigenen Strafraum verteidigt, wie es etwa auch Augsburg getan hat, zielgerichtet agieren und noch klarere Torchancen herausarbeiten.

Ist Hertha der ideale Gegner, um das umzusetzen? Schließlich hat Borussia alle Heimspiele gewonnen, Berlin aber ist seit zehneinhalb Jahren in Mönchengladbach ohne Sieg.

Neuhaus: Das liegt ganz allein an uns. Wir müssen unsere Leistung auf den Platz bringen, so wie wir das in den vergangenen Wochen getan haben. Gelingt das, haben wir eine sehr gute Chance, auch dieses Spiel zu gewinnen. Gelingt das nicht, dann ist Hertha allemal so gut, dass sie uns Probleme bereiten und vielleicht auch schlagen kann.

Beim 4:2-Sieg im Hinspiel war Hertha überlegener als es das bloße Ergebnis aussagt hat. Was macht die Mannschaft so gefährlich?

Neuhaus: Hertha hat individuell sehr gute Spieler, gerade auch in der Offensive. Vedad Ibisevic und Salamon Kalou haben wahnsinnig viel Erfahrung, Davie Selke hat zuletzt regelmäßig von Beginn an gespielt und auch Marko Grujic zeigt starke Leistungen. Und Ondrej Duda hat bereits neun Treffer erzielt. Wir sind also gewarnt.

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