NEWS: 07.02.2019

Der Gegner im Porträt: Hertha BSC

Der Gegner im Porträt: Hertha BSC
31 Treffer konnten die Herthaner in dieser Spielzeit bislang bejubeln. Foto: imago

Am Samstag (15.30 Uhr) empfängt Borussia am 21. Spieltag Hertha BSC. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: Hertha BSC steht momentan mit 28 Zählern auf Platz neun in der Tabelle. Von den vergangenen sechs Ligaspielen hat der Hauptstadtklub lediglich eins gewonnen – am 18. Spieltag beim 1. FC Nürnberg (3:1). Zuletzt gab es im heimischen Olympiastadion eine Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (0:1) sowie ein Remis gegen Schalke 04 (2:2). Dem Sieg gegen Nürnberg waren eine Niederlage bei Bayer Leverkusen (1:3), ein Unentschieden gegen den FC Augsburg und eine Niederlage beim VfB Stuttgart (1:2) vorausgegangen. Das letzte Pflichtspiel bestritten die Herthaner unterdessen am gestrigen Mittwoch: Im DFB-Pokal-Achtelfinale schied die die Mannschaft von Trainer Pal Dardai nach einem 2:3 nach Verlängerung gegen Bayern München aus.

Trainer: Von 2012 bis 2015 arbeitete Pal Dardai als Trainer in der Jugend von Hertha BSC, seit Februar 2015 ist der Ungar für die Profimannschaft des Vereins verantwortlich. Der 42-Jährige, der zwischen 1997 und 2012 selbst bei den Hauptstädtern spielte, ist von den aktuellen Bundesligatrainern nach Freiburgs Christian Streich der Coach, der am längsten bei seinem Klub im Amt ist: In 137 Bundesliga-Spielen stand er bis dato in Berlin an der Seitenlinie. Dardai gilt als pragmatischer Stratege mit Hang zu Fitness, Disziplin und mannschaftlicher Geschlossenheit. Gemeinsam mit Manager Michael Preetz verfolgt er das Ziel, den Verein und die Mannschaft mit so vielen Eigengewächsen wie möglich weiterzuentwickeln. Weil seine Arbeit in den vergangenen Jahren Früchte getragen hat, verlängerte der Hauptstadtklub den Vertrag mit dem Trainer kürzlich um ein weiteres Jahr. In den Augen von Preetz ist Dardai der richtige Trainer für den nächsten Schritt, „weil er in den vergangenen Jahren Ergebnisse geliefert hat. Weil er die Vereinsphilosophie vorantreibt. Und weil es eine besondere Konstellation ist, dass wir mit ihm und mir zwei Menschen an der Spitze des Vereins haben, die fast ihr Leben lang zusammen bei Hertha sind. Das macht das Ganze besonders.“

System und Aufstellung: Die Berliner werden aller Voraussicht nach in einem 3-4-1-2-System auflaufen. Rune Jarstein ist im Tor gesetzt. Die Dreierkette vor ihm setzt sich aus Niklas Stark, Fabian Lustenberger und Karim Rekik zusammen. Davor im Mittelfeld laufen wohl Vladimir Darida (rechts), Marko Grujic, Per Skjelbred (beide Zentrum) und Marvin Plattenhardt (links) auf. Arne Maier fällt mit einer Muskelverletzung im Hüftbereich aus, Valentino Lazaro fehlt gelbgesperrt. Ondrej Duda ist zwischen Mittelfeld und Angriff positioniert. Für die Doppelspitze hat Dardai die Wahl zwischen Vedad Ibisevic, Davie Selke und Salomon Kalou.

Im Fokus: Marko Grujic: Der 22-jährige Serbe ist einer der Eckpfeiler bei den Berlinern, mit ihm hatte Hertha bis zum vergangenen Spieltag eine beeindruckende Serie vorzuweisen: Der Mittelfeldakteur stand bis dahin in neun Spielen für Hertha auf dem Platz, sechs Siege und drei Unentschieden hatten die Hauptstädter mit ihm geholt, bis es im zehnten Spiel, gegen den VfL Wolfsburg, die erste Pleite gab. Zwei Sprunggelenksverletzungen hatten verhindert, dass Grujic auf mehr Einsätze kommt. Trotz der geringen Anzahl an Einsätzen wissen die Berliner Verantwortlichen aber um die großen Fähigkeiten Grujics. „Ich bin jetzt 22 Jahre hier und will niemanden beleidigen, aber ich glaube, so einen Mittelfeldspieler hat Hertha BSC noch nie gehabt“, sagte Dardai unlängst über den serbischen Nationalspieler, dessen Stärke der Trainer in seiner Vielfältigkeit sieht: „Er ist präsent in der Mitte, kopfballstark, sowohl defensiv wie offensiv. Er hat einen guten Schuss, ist zweikampfstark und begeht im richtigen Moment taktische Fouls.“ Allerdings ist unklar, wie lange sich die Herthaner am Können Grujics erfreuen können, denn der Mittelfeld-Chef ist nur bis zum Saisonende vom FC Liverpool ausgeliehen. Manager Michael Preetz will dennoch versuchen, ihn zu halten: „Erst mal sind wir froh, dass wir Marko haben. Mir ist es allemal lieber, dass ein Spieler, der mir weiterhilft, ein Jahr hier ist als gar nicht. Wir werden mit Liverpool sicher auch über die nächste Saison sprechen.“

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