NEWS: 15.02.2019

Der Gegner im Porträt: Eintracht Frankfurt

Der Gegner im Porträt: Eintracht Frankfurt
Insgesamt 52 Torschüsse setzte Luka Jović in dieser Saison bislang ab - kein Frankfurter suchte öfter den Abschluss. Foto: DFL/Getty Images/Simon Hofmann

Am Sonntag (15.30 Uhr) gastiert Borussia am 22. Spieltag bei Eintracht Frankfurt. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: Eintracht Frankfurt spielt bislang eine sehr gute Saison und steht mit 33 Punkten auf Rang fünf in der Tabelle. In den vergangenen drei Ligaspielen spielte die Eintracht dreimal in Folge remis, dabei ging auch gegen zwei höherplatzierte Teams: Bei RB Leipzig gab es zuletzt ein 0:0, gegen Borussia Dortmund spielten die Hessen 1:1 und bei Werder Bremen (2:2) holte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter zuvor ebenfalls einen Punkt. Der bis dato letzte Sieg in der Liga datiert vom 19. Januar, als es am 18. Spieltag gegen den SC Freiburg ein 3:1 für die Frankfurter gab. Im letzten Pflichtspiel gab es für die SGE ebenfalls ein Unentschieden: Am gestrigen Donnerstag spielten die Hessen in der Zwischenrunde der UEFA Europa League 2:2 bei Schachtar Donezk.

Trainer: Adi Hütter trat vor der Saison die nicht einfache Nachfolge von Niko Kovac an, der mit der Eintracht zuvor den DFB-Pokal gewonnen und damit auch die Qualifikation für die UEFA Europa League geschafft hatte. Dem 49-Jährigen gelang es jedoch schnell, aus dem Schatten Kovacs zu treten und der Mannschaft seine eigene Handschrift zu verpassen. „Die Zuschauer kommen ins Stadion, weil sie sehen wollen, dass nach vorne gespielt wird. Ich stehe für den offensiven Fußball“, sagt Hütter und lässt diesen Worten auch Taten folgen. Mit einer attraktiven, auf Angriff ausgerichteten Spielphilosophie hat er der Eintracht ein neues Gesicht verpasst und sie in der oberen Tabellenregion etabliert – etwas, das dem Österreicher bereits bei seinen vorherigen Stationen gelungen war. Begonnen hatte Hütter seine Trainierkarriere im Nachwuchs von RB Salzburg, danach trat er das Traineramt beim SCR Altach an. Nach drei Jahren zog es ihn weiter zum SV Grödig, den er als Zweitligameister in die erste Liga führte, um im anschließenden Jahr auf dem dritten Tabellenplatz zu landen. Die Bullen holten ihn anschließend als Cheftrainer zurück und mit ihm gleich im ersten Jahr das Double aus Meisterschaft und Pokal. Dennoch trennten sich beide Parteien, der Österreicher wechselte daraufhin zu Young Boys Bern. Mit YB wurde er in der Schweiz zweimal Vizemeister und in der vergangenen Spielzeit Meister, bevor er sich Frankfurt anschloss. SGE-Sportvorstand Fredi Bobic schätzt an seinem Trainer vor allem die „ganz klare Analyse“ und dessen „klare Persönlichkeit“. Und Aufsichtsratsboss Wolfgang Steubing lobt die Ruhe, Gelassenheit und Kontinuität Hütters.

System und Aufstellung: Adi Hütter wird seine Mannschaft aller Voraussicht nach in einem 3-4-1-2-System aufs Feld schicken. Im Tor ist Kevin Trapp unumstritten. In der Dreierkette hat der Ex-Borusse und Winterneuzugang Martin Hinteregger schon seinen Platz gefunden, an seiner Seite dürfte Makoto Hasebe ebenfalls gesetzt sein, der Dritte im Bunde könnte David Abraham werden. Sollte Abraham jedoch wie zuletzt in der Europa League mit Wadenproblemen ausfallen, stehen Evan N’Dicka und Simon Falette parat. In der offensiven Viererreihe davor sind die Außenbahnen an Danny Da Costa (rechts) und Filip Kostic (links) vergeben. Die beiden zentralen Stellen wird Hütter vermutlich mit Rückkehrer Sebastian Rode und Gelson Fernandes besetzen. Jetro Willems und Jonathan de Guzmán stehen dem Trainer als Alternativen für die Mittelfeldzentrale zur Verfügung. Das schlagkräftige Angriffstrio bilden Luka Jović, Ante Rebic und Sébastien Haller.

Im Fokus: Luka Jović: Von dem treffsicheren Angriffstrio der Eintracht sticht Luka Jović derzeit noch einmal heraus: Mit 14 Treffern führt der 21-jährige Serbe aktuell die Torschützenliste an und ist momentan auch noch der effektivste Spieler in der Geschichte der Bundesliga. Denn im Schnitt trifft Jovic alle 102 Minuten – selbst der legendäre Gerd Müller liegt mit 105 Minuten pro Tor dahinter. Auffällig dabei: Der Angreifer ist ein echter Heimspieler, elf seiner 14 Ligatreffer erzielte er in der Commerzbank-Arena. Wettbewerbsübergreifend kommt Jovic zudem auf 19 Tore in 28 Pflichtspielen. Ob er den Frankfurtern allerdings über diese Saison hinaus erhalten bleibt, ist äußerst fraglich. Zwar wird die Eintracht die Option ziehen, den Leihspieler von Benfica Lissabon für eine relativ niedrige Ablösesumme zu verpflichten. Doch Real Madrid und der FC Barcelona werden bereits Interesse nachgesagt, als Ablösesumme für Jovic stehen 45 Millionen Euro im Raum. „Er bringt alles mit, um Weltklasse zu werden“, sagte SGE-Sportvorstand Fredi Bobic unlängst und stellte klar: „Wenn wirklich Topklubs kommen, können wir nicht mithalten."

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