NEWS: 16.02.2019

Hecking: "Total auf unsere Aufgabe fokussieren"

Hecking: "Total auf unsere Aufgabe fokussieren"
Trainer Dieter Hecking

Trainer Dieter Hecking sprach in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt über...

…die personelle Lage: Wir müssen in Frankfurt verletzungsbedingt auf Raffael (Schlüsselbeinbruch), Mamadou Doucouré (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Ibrahima Traoré (Ganglion im Leistenbereich) und Jonas Hofmann (schwere Prellung am Sprunggelenk mit Knochenhautreizung) verzichten. Wir sind in dieser Saison sehr gut damit gefahren, Spieler, die nicht zu 100 Prozent fit sind, auch nicht spielen zu lassen. Jonas kann laufen, aber bei allem, was mit der Innenseite gespielt werden muss, spürt er noch die Schmerzen von dem Tritt. Er sagt selber, dass die Gefahr zu groß ist, einen weiteren Tritt auf die Stelle zu bekommen und dann eine größere Verletzung zu erleiden. Deshalb gehen wir kein Risiko ein und geben ihm Zeit, die Verletzung auskurieren zu lassen. Ich gehe davon aus, dass er uns gegen Wolfsburg wieder zur Verfügung steht.

...die Verletzung von Ibrahima Traoré: Ibo hat in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Probleme gehabt. Wir hatten eigentlich gehofft, dass wir die notwendige Operation bis zum Saisonende herauszögern können. Die Ärzte haben uns aber gestern darüber informiert, dass sie empfehlen, diese Operation jetzt schon durchzuführen. Auch Ibo hat gesagt, dass er nicht bei 100 Prozent ist, wenn er ein, zwei Trainingstage in der Woche hat, in denen er Schmerzen verspürt. Es ist auch kein großartiger Eingriff. Bei einem normalen Verlauf ist er spätestens nach der Länderspielpause wieder im Trainingsalltag dabei.

…die aktuelle sportliche Situation: Wir sind in einem Lernprozess. Wir haben in dieser Saison bislang Außergewöhnliches geleistet und sind nach 21 Spieltagen Tabellendritter. Es ist die größte Schwierigkeit überhaupt, den Erwartungen, die von außen aufgrund dieser herausragenden Leistungen entstanden sind, gerecht zu werden und sich immer wieder aufs Neue zu Top-Leistungen aufzuschwingen. Aber das ist das, was eine Spitzenmannschaft letztendlich ausmacht: Woche für Woche immer an den 100 Prozent zu kratzen und die Disziplin zu haben, die Basics abzurufen. Das ist ein fortlaufender Prozess und wird nicht damit getan sein, dass ich es nach dem Berlin-Spiel das eine oder andere Mal moniert habe.

…das Berlin-Spiel: Vielleicht haben wir zu viel gewollt, das ist normal. Die Mannschaft hat gemerkt, dass es in dem Spiel schief läuft und dann alles versucht. Dabei hat sie vielleicht nicht zu den richtigen Mitteln gegriffen, ist zu ungeduldig geworden und hat ein bisschen Struktur verloren in ihrem Spiel. Das sollte nicht zu oft passieren, aber ausschließen kann man das für die Zukunft nicht. Denn es ist schon etwas anderes, wenn man nach zwei Jahren das erste Mal wieder oben dabei ist in der Tabelle. Dann muss man lernen damit umzugehen. Das Wichtigste ist, dass man sich total fokussiert auf seine Aufgabe und nicht anfängt zu rechnen. Wir müssen unsere Aufgabe erfüllen, noch 13-mal bis Saisonende, und dann schauen wir nach dem 34. Spieltag, was dabei herumgekommen ist.

…die Vorstellung von Frankfurt in Donezk: In den vergangenen Tagen ist es oft vorgekommen, dass ich vor dem Fernseher eingeschlafen bin. Gestern habe ich 90 Minuten geguckt – das spricht für das Spiel. Es war ein sehr gutes Europapokal-Spiel für die Zwischenrunde. Man muss aber auch Donezk loben dafür, dass sie in Unterzahl 80 Minuten so gespielt haben. Vor allem in der zweiten Halbzeit hat man 20, 25 Minuten die Überzahl der Frankfurter nicht gesehen, Donezk hat es herausragend gespielt. Trotzdem hat man auch die Qualität von Eintracht Frankfurt gesehen, die mit Selbstvertrauen und einem gewissen Selbstverständnis in Donezk aufgetreten sind. Das ist auch ein Qualitätsmerkmal der Eintracht.

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