NEWS: 03.03.2019

Ginter: "Wir müssen die Stabilität zurückerlangen"

Ginter: "Wir müssen die Stabilität zurückerlangen"
"Für uns heißt es jetzt ‚Kopf hoch und nach vorne schauen‘", sagt Abwehrspieler Matthias Ginter

Abwehrspieler Matthias Ginter spricht im Interview über die gestrige 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern München und die Marschrichtung für die kommenden Wochen.

Matthias, ihr habt euch gleich zu Beginn sehr schwer getan und schnell den ersten Gegentreffer kassiert…

Ginter: Ja, leider haben wir direkt am Anfang wir zwei Chancen zugelassen, wobei Yann den ersten Ball noch halten konnte. Der daraus resultierende Eckball hat dann schnell zum 1:0 geführt. Wir waren von Anfang an leider nicht richtig im Spiel und haben einige Fehler gemacht, was Bayern in der Folge dann natürlich eiskalt ausgenutzt hat. Wir haben es ihnen jedoch leider auch nicht allzu schwer gemacht.

Trotzdem seid ihr im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer besser in die Partie gekommen und habt euch dann auch mit dem Anschlusstreffer von Lars Stindl dafür belohnt.

Ginter: Wir haben nach 20 Minuten deutlich besser ins Spiel gefunden und auch mehrere Chancen gehabt, woraus dann auch das Tor von Lars hervorgegangen ist. In der Halbzeit haben wir uns nochmal eingeschworen und uns vorgenommen, daran anzuknüpfen und weiter gut zu stehen. Dann haben wir aber, ähnlich wie in der ersten Halbzeit, direkt zu Beginn wieder zwei hundert prozentige Chancen zugelassen und das Tor zum 1:3 kassiert, was es dann schwer für uns gemacht hat, nochmal ins Spiel zu finden. Die Summe der Fehler war am Ende leider zu viel.

Ihr habt mit viel Kampfgeist und einem großen Willen gespielt. Woran hat es deiner Meinung nach gelegen, dass ihr gegen Bayern nicht erfolgreich wart?

Ginter: Wir haben einfach zu viele Fehler und es Bayern dadurch zu leicht gemacht. Bayern hat nach dem 1:3 weiter viele Chancen herausgespielt und dann letztendlich auch verdient gewonnen.

Wie schwierig ist es für euch nach so einem Spiel weiterzumachen und sich auf die kommenden Partien zu fokussieren?

Ginter: Es ist natürlich nicht einfach, da die Situation momentan natürlich für uns alle frustrierend ist. Gerade die Tatsache, dass wir in den letzten drei Heimspielen elf Gegentore bekommen, haben ärgert uns. Wir wissen, dass das zu viel ist und wir daran arbeiten müssen. Die Saison ist jedoch noch nicht am Ende, wir haben noch einige Spiele vor uns und dadurch auch viele Chancen, um unser Ziel zu erreichen. Deshalb heißt es jetzt ‚Kopf hoch und nach vorne schauen‘. Wir dürfen jetzt nicht aufgeben, sondern müssen weiter an uns arbeiten.

Wird in den kommenden Tagen vor allem daran gearbeitet die Defensive wieder zu stabilisieren?

Ginter: Natürlich. Wir haben in den letzten Heimspielen zu viele Gegentore bekommen, weshalb es umso wichtiger ist, unsere Defensivleistung als Mannschaft wieder auf den Platz zu bringen und das zurückzuerlangen, was uns lange Zeit in der Liga so stark gemacht hat.

Die anderen Teams hinter euch holen langsam immer mehr Punkte auf. Steigert das den Druck auf die Mannschaft?

Ginter: Nein. Druck von anderen Mannschaften gibt es immer. Ich denke, dass wir gut damit gefahren sind, von Spiel zu Spiel zu denken und nicht zu viel auf andere Teams oder die Tabelle zu schauen. Das werden wir auch weiterhin tun. Wir müssen auf uns schauen, wieder bessere Leistungen bringen und unsere Punkte holen. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir die Qualität haben, um wieder gute Leistungen zu bringen.

Denkst du, dass Bayern nach dem Sieg nun auch klarer Favorit auf die Meisterschaft ist?

Ginter: Natürlich haben sie momentan einen Vorteil. Ich denke, aber dennoch dass es bis zum Ende spannend bleiben wird. Bayern ist noch in allen drei Wettbewerben vertreten und hat deshalb noch einige Spiele vor sich. Die Meisterschaft wird daher, meiner Meinung nach, bis zum Ende offen bleiben.