NEWS: 14.03.2019

Der kommende Gegner im Porträt: SC Freiburg

Der kommende Gegner im Porträt: SC Freiburg
Der SC Freiburg steuert mit elf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz auf den Klassenerhalt zu. Foto: DFL/Getty Images/Simon Hofmann

Am Freitagabend (20.30 Uhr) empfängt die Borussia denn SC Freiburg am 26. Spieltag. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: Die Freiburger stehen momentan mit 30 Zählern auf dem zwölften Tabellenplatz. Von den vergangenen sechs Partien verloren die Breisgauer nur eine, insgesamt holten sie aus diesen Spielen neun Punkte: Drei Unentschieden beim VfB Stuttgart (2:2), gegen den VfL Wolfsburg (3:3) und beim FC Schalke 04 (0:0) folgten ein 5:1-Sieg gegen den FC Augsburg, eine 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen und zuletzt ein 2:1-Sieg gegen Hertha BSC. Durch die Punkte haben sich die Freiburger ein mächtiges Polster auf die Abstiegsränge erarbeitet, aktuell sind es elf Punkte bis zum VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz. „Mitte März 30 Punkte, das hätte vor der Saison jeder so unterschrieben", sagt Torjäger Nils Petersen und stellt klar: „Wenn wir diesen Vorsprung nicht ins Ziel bringen, dann haben wir es auch nicht verdient."

Trainer: In Christian Streich hat der SC Freiburg den derzeit dienstältesten Trainer im deutschen Profifußball an der Seitenlinie: Der 53-Jährige betreut seit Dezember 2011 die Profimannschaft, 274 Pflichtspiele stehen für ihn dort bislang zu Buche. Zuvor hatte er 16 Jahre lang in der Nachwuchsabteilung des Vereins gearbeitet und war ein halbes Jahr als Co-Trainer der Profis aktiv. Seit seinem Amtsantritt hat Streich zahlreiche Spieler aus der Jugend zu Profis gemacht. Er gilt als kommunikativer, meinungsstarker, ehrgeiziger und emotionaler Trainer-Typ, der über den Tellerrand des Profifußballs hinausschaut und auch regelmäßig zu gesellschaftspolitischen Themen Stellung bezieht. Vor kurzem verlängerte der SCF den Vertrag mit seinem Trainer. Über die Laufzeit machten die Breisgauer keine Angaben. „Diese Kontinuität ist Ergebnis der Qualität und des großen Engagements des gesamten Trainerteams. Wir sind von der gemeinsamen Arbeit überzeugt und möchten uns als Bundesligastandort Schritt für Schritt weiterentwickeln", erklärt Sportvorstand Jochen Saier.

System und Aufstellung: Der SC Freiburg wird aller Voraussicht nach in einem 4-4-2-System auflaufen. Alexander Schwolow ist die Nummer eins der Breisgauer. In der Viererkette davor muss Christian Streich umbauen, nachdem sich Lukas Kübler im vergangenen Spiel das Sprunggelenk gebrochen hat. Und auch Philipp Lienhart wird aufgrund einer Gehirnerschütterung vermutlich ausfallen. Ebenso fehlt der Langzeitverletzte Robin Koch (Innenbandriss). Pascal Stenzel könnte deshalb als Rechtsverteidiger auflaufen, Christian Günter ist hinten links gesetzt. Das Innenverteidiger-Duo im Zentrum könnten Nico Schlotterbeck und Dominique Heintz bilden. Auf der „Doppel-Sechs“ im defensiven Mittelfeld spielt auf jeden Fall Kapitän Mike Frantz, auch Amir Abrashi hat seinen Platz neben ihm relativ sicher. Die rechte Außenbahn gehört Janik Haberer, über links kommt Ex-Borusse Vincenzo Grifo. Die beiden Angreifer heißen Nils Petersen und Luca Waldschmidt.

Im Fokus: Vincenzo Grifo: Eineinhalb Jahre lang blieb Vinzenco Grifo unter seinen Möglichkeiten, nun geht es für den 25-Jährigen wieder bergauf. Nach einem schwierigen Jahr bei Borussia und einer ebenso schwierigen Halbserie bei der TSG Hoffenheim drängte der Italiener im Winter auf eine Leihe zu seinem Ex-Klub. Unter seinem ehemaligen Trainer Christian Streich beginnt Grifo nun wieder, sein Potenzial abzurufen: In den bisherigen acht Rückrundenpartien erzielte er zwei Tore und kam auf vier Vorlagen, am vergangenen Spieltag servierte er zwei Eckbälle, die zu Toren führten. Wahrscheinlich ist jedoch, dass Grifo, der im vergangenen November für die Squadra Azzurra debütierte, am Ende der Saison wieder zur TSG zurückkehrt, denn für Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen hat der technisch versierte Mittelfeldspieler „definitiv“ eine Zukunft bei den Kraichgauern: „Vincenzo stand zunächst nicht als Kandidat für eine Ausleihe auf dem Zettel. Zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass es ein bisschen dauern kann, bei uns richtig Fuß zu fassen. Vince wollte den Schritt unbedingt machen und nur die Konstellation Streich/Freiburg/Grifo, die schon einmal sehr gut funktioniert hat, brachte mich zum Umdenken, damit er sich Sicherheit holen und ab Sommer wieder angreifen kann.“

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