NEWS: 15.03.2019

"Zu wenig Durchschlagskraft" - Die Stimmen zum Spiel

"Zu wenig Durchschlagskraft" - Die Stimmen zum Spiel
Lars Stindl

Nach dem 1:1 (1:1) der FohlenElf gegen den SC Freiburg haben wir für euch die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Lars Stindl: Es sind zwei verlorene Punkte. Wir wollten heute gewinnen und nachlegen nach dem Mainz-Spiel. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann aber das Gegentor bekommen. Danach sind wir aber ruhig geblieben und haben verdient den Ausgleich erzielt. Nach der Pause hatten wir mehr vom Spiel, haben gut verteidigt und nichts zugelassen. Aber nach vorne hatten wir zu wenig Durchschlagskraft für ein Heimspiel gegen Freiburg. Im letzten Drittel haben wir ein bisschen zu umständlich gespielt und hatten nicht die Passgenauigkeit. Die Freiburger haben tief verteidigt und es gut gemacht. Aber insgesamt war es zu ungenau und langsam von uns.

Yann Sommer: Es gelingt uns im Moment nicht, den letzten Druck zu entwickeln. Beim Tor für Freiburg trifft Grifo den Ball sehr unglücklich. Er weiß, glaube ich, selber nicht genau, wie er ihn getroffen hat. Dennoch sind wir gut zurückgekommen und hatten in der ersten Hälfte eine gute Druckphase. Es ist schade, dass wir in der zweiten Halbzeit trotz vieler Flanken und mehreren guten Schüssen aufs Gehäuse kein Tor erzielt haben. Der Wille war da, aber Freiburg ist eine defensiv gut stehende Mannschaft. Sie machen einem das Leben schwer und stehen sehr kompakt. Für jeden Gegner ist es schwierig gegen sie. Im Großen und Ganzen hat bei uns am Schluss die Gefahr gefehlt, um das Spiel zu gewinnen.

Fabian Johnson: Es war mehr drin als nur ein Punkt. Vom frühen Rückstand haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern einfach weiter gespielt. Zum Glück sind wir relativ schnell zum Ausgleich gekommen, haben es aber im Anschluss verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Wir hatten zwar viel Ballbesitz und haben nach vorne gespielt, aber irgendwie sind bis auf ein paar Flanken und Standardsituationen keine klaren Torchancen dabei herausgesprungen.

Jonas Hofmann: Wir haben eine gute Reaktion gezeigt auf den Rückstand und schnell den Ausgleich gemacht. Dann haben wir es jedoch verpasst, noch vor der Halbzeit in Führung zu gehen. Nach der Pause stand Freiburg sehr tief. Es war deshalb schwierig, Lücken zu finden. Das darf aber keine Ausrede sein, wir müssen auch so einen Gegner so unter Druck setzen, dass wir ein Tor machen. Schade, dass wir nur einen Punkt mitnehmen. Wir haben alles reingehauen, versucht, angelaufen. Aber sobald es Richtung Sechzehner ging, haben wir den letzten Biss und die Gier vermissen lassen.

Trainer Dieter Hecking: Freiburg hat leidenschaftlich das Tor verteidigt, uns aber auch fußballerisch vor Probleme gestellt hat. Es war schwer, die Räume zu finden und Möglichkeiten zu kreieren, um Druck aufzubauen. Wir waren aber auch zu passiv, das Spiel gegen den Ball haben wir nicht gut umgesetzt, wir sind nicht mit Struktur angelaufen. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Wir waren auch zu unsauber im letzten Pass nach vorne. Dann wird es zäh und schwierig. Wir sind irgendwann außerdem ungeduldig geworden und haben die Angriffe nicht gut zu Ende gespielt. Im letzten Drittel haben wir momentan nicht die Durchschlagkraft und Sauberkeit. Deswegen müssen wir mit dem Punkt leben.

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): Dieser Punktgewinn war ein hartes Stück Arbeit, ist aus meiner Sicht aber hochverdient. Meine Mannschaft hat es taktisch sehr gut gemacht, gegen einen Gegner, gegen den es unheimlich schwierig zu spielen ist. Lars Stindl ist zum Beispiel mit seiner Spielweise extrem schwer zu greifen, aber meine Sechser haben das super gelöst. Es war für unsere Verhältnisse eine sehr reife Leistung. Die Länderspielpause werden wir nutzen, um durchzuschnaufen und dann geht’s weiter.

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