NEWS: 05.04.2019

Sommer: "200 Pflichtspiele - das macht mich stolz!"

Sommer: "200 Pflichtspiele - das macht mich stolz!"
Yann Sommer

Im Interview spricht Yann Sommer über die aktuelle Situation bei Borussia, über die bevorstehende Partie gegen Werder Bremen und über seine 200 Pflichtspiele für Borussia.

Yann, wie hat die Mannschaft auf die Entscheidung reagiert, dass der Verein die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Dieter Hecking über das Ende der Saison 2018/19 hinaus nicht fortsetzen wird?

Yann Sommer: Wir Spieler haben das zum Teil sehr emotional aufgenommen, denn der Trainer macht nicht nur einen richtig guten Job, sondern ist auch ein toller Mensch. So etwas geht nicht spurlos an einem vorbei. Diejenigen, die schon länger dabei sind, wissen aber, dass das zum Geschäft nun mal dazugehört.

Habt ihr die Entwicklung in den vergangenen Wochen unterschätzt?

Sommer: Es gibt in einer langen Saison Phasen, in denen es mal nicht so gut läuft. Dann sagst du dir „Okay, nächste Woche klappt es wieder“. Aber dann funktioniert es doch nicht. Und manchmal entwickelt sich dann eine kleine Blockade. Umso mehr muss es jetzt unser Ziel sein, dass wir wieder den befreiten Fußball auf den Platz bringen, den man von uns kennt. Und, man muss auch das ganz klar ansprechen, dass wir wieder besser verteidigen.

Wie ist nun die Stimmung im Team, und wie gelingt es, den Blick nach vorne zu richten?

Sommer: Die Stimmung ist trotz allem gut. Wir haben uns gemeinsam mit dem Trainer darauf eingeschworen, dass wir die ausstehenden sieben Bundesligaspiele mit voller Power angehen. Ich werde alles dafür tun, dass wir in der kommenden Saison Champions League spielen können. Wir wissen natürlich, dass wir das, was in den vergangenen Wochen, war, nicht einfach durch reden zur Seite schieben können. Jeder muss sich jetzt aber fragen „Was kann ich ab sofort wieder besser machen?“, und jeder hat die Pflicht, nun alles reinzuwerfen und Vollgas zu geben.

Welchen Einfluss kannst du als älterer Spieler jetzt nehmen?

Sommer: Man muss in einer solchen Phase aufpassen, dass man nicht zu viel auf einmal will. Wir haben uns in den vergangenen Tagen aber als Mannschaft zusammengesetzt, uns in die Augen geschaut und gesagt „Okay, wir wissen alle, dass die vergangenen Wochen nicht so waren, wie wir uns das vorstellen. Ab sofort machen wir es wieder besser“. Für mich hat es auch ein bisschen mit Stolz zu tun, dass man nach einem Auftritt wie in Düsseldorf, der unserem Anspruch in keiner Weise genügt hat, eine deutliche Reaktion zeigt. Als Führungsspieler ist es jetzt wichtig, auf dem Platz die richtigen Dinge zu tun.

Mit Werder Bremen kommt nun ein Gegner in den BORUSSIA-PARK, der aktuell den Lauf hat, den Borussia in der Hinrunde hatte...

Sommer: Werder hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Das ist eine gute Mannschaft mit vielen jungen, aber auch einigen erfahreneren Spielern. Und mit Max Kruse haben sie ein Aushängeschild, das wir in Mönchengladbach sehr gut kennen. Diese Truppe hat momentan einen Lauf, und ich bin überzeugt, dass es für uns gar nicht schlecht ist, dass wir ausgerechnet jetzt auf Werder treffen. Denn dieser Gegner wird uns mit Sicherheit alles abverlangen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf dieses Spiel.

Kruse spielt eine der besten Halbserien seiner Karriere. Wie siehst Du, als ehemaliger Mannschaftskamerad, seine Entwicklung?

Sommer: Max hat ein unglaublich gutes Gespür dafür, in welche Räume er gehen muss, und weiß genau, wie man die Mannschaft auf dem Platz steuern muss. Er ist ein echter Leader und nur sehr schwierig zu verteidigen. Einen solchen Spieler aus dem Spiel zu nehmen, das ist immer wieder eine große Herausforderung. Aber nicht nur Max ist ein starker Spieler. Werder hat vor allem in der Offensive einige gute Akteure, die es uns sicherlich am Sonntag nicht leicht machen werden.

Mit nun 200 Pflichtspielen für Borussia kommt auch dir eine Leader-Rolle zu...

Sommer: 200 Pflichtspiele für Borussia – das ist speziell! Hätte mir das vor fünf Jahren einer gesagt, ich hätte wohl nicht für möglich gehalten, dass es dazu einmal kommt. Heute aber ehrt mich das und macht mich sehr stolz!

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