NEWS: 10.04.2019

Zakaria: „Niemand wird Hannover unterschätzen“

Zakaria: „Niemand wird Hannover unterschätzen“
Denis Zakaria

Im Interview spricht Denis Zakaria über die Bedeutung des Unentschiedens gegen Werder Bremen, die bevorstehende Partie bei Hannover 96 und sein zweites Jahr bei Borussia.

Denis, hat nach dem Spiel gegen Werder Bremen die Enttäuschung über den einen Punkt überwogen oder doch das Gefühl, mit einer sehr guten Leistung wieder auf dem richtigen Weg zu sein?

Zakaria: Die Enttäuschung hat kurz überwogen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten viele Chancen. Wenn du daraus aber nur ein Tor machst und schließlich statt drei Punkte nur einen bekommst, kannst du damit nicht zufrieden sein. Aber so ist Fußball eben manchmal. Und letztlich bringt uns das Gerede über vergebene Chancen auch nicht weiter. Wir schauen jetzt nach vorne und wollen es in Hannover besser machen.

Hannover ist Tabellenletzter und hat nur noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt. Wie gefährlich ist ein solcher Gegner dennoch?

Zakaria: In der Bundesliga gibt es keinen Gegner, der ungefährlich wäre, und kein Spiel in dieser Liga ist einfach. Hannover wird bis zum Umfallen kämpfen und alles daran setzen, den Abstieg doch noch zu vermeiden. Daher wird niemand bei uns 96 unterschätzen. Aber wir sind auch selbstbewusst genug, zu sagen: „Wenn wir unsere Leistung abrufen und ähnlich auftreten wie gegen Werder, dann haben wir alle Chancen als Sieger vom Platz zu gehen“.

Was denkst du, wie die Hannoveraner das Spiel angehen werden?

Zakaria: Wenn sich sie die Tür zum Klassenerhalt noch ein Stück offenhalten wollen, wäre ein Unentschieden wohl schon zu wenig. Sie brauchen drei Punkte und können sich nicht nur hinten reinstellen, sondern müssen auch etwas riskieren. Das könnte uns in die in die Karten spielen.

Hannover hat in der Defensive immer wieder Probleme und die meisten Gegentore aller Klubs kassiert (65). Sollte Borussia wie gegen Bremen ein 3-5-2 wählen oder eher zum sehr offensiven 4-3-3 zurückkehren?

Zakaria: Was ich sagen kann ist, dass wir flexibel sind und beide Systeme beherrschen, das 4-4-3, mit dem wir den größten Teil der bisherigen Saison sehr erfolgreich waren, und auch das 3-5-2, mit dem wir gegen Werder sehr gut ausgesehen haben. Und Torchancen spielt sich eine gute Mannschaft in jedem System heraus.

Beim 4:1 im Hinspiel hast du deinen ersten Saisontreffer erzielt, mittlerweile sind es drei. Wie viele hast du dir für diese Saison vorgenommen?

Zakaria: Eine bestimme Marke hatte ich mir zu Saisonbeginn nicht gesetzt. Ich wollte aber öfter treffen und mehr Tore vorbereiten als in meinem ersten Jahr bei Borussia. Aber ganz so einfach ist das nicht, weil ich in dieser Saison nicht so oft zum Einsatz gekommen bin wie im Vorjahr.

Trotz weniger Einsätze stehst du aktuell aber schon bei drei Treffern – und damit einem mehr als vergangene Saison…

Zakaria: Das ist richtig. Und ich hoffe natürlich, dass ich die Chance bekomme, in den verbleibenden Partien noch das eine oder andere Tor erzielen oder vorbereiten zu können. Trotzdem würde ich sagen, dass die Situation für mich in dieser Spielzeit ein wenig schwieriger ist als in meiner Debüt-Saison.

Damals warst du einer der Shooting-Stars bei Borussia. Wo siehst du die Gründe dafür, dass es in der Hinrunde dieser Saison nicht ganz so gut für dich gelaufen ist?

Zakaria: Dafür gibt es wahrscheinlich mehrere Gründe. Ich glaube, dass es in einer Karriere immer mal eine solche Phase geben kann. Zudem muss man berücksichtigen, dass wir zu Saisonbeginn das System gewechselt haben. Das war für jeden zunächst eine Umstellung. Und nicht zuletzt spielt eine Rolle, dass wir eine sehr hohe Qualität und damit auch große Konkurrenz im Kader haben. Aber damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich bin nicht unzufrieden. Im Gegenteil: Ich habe in dieser Saison viel dazu gelernt und werde immer 100 Prozent für Borussia geben.

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