NEWS: 18.04.2019

Der kommende Gegner im Porträt: RB Leipzig

Der kommende Gegner im Porträt: RB Leipzig
Timo Werner und Leipzig befinden sich derzeit auf Kurs Champions League. Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze

Am Samstag (18:30 Uhr) empfängt Borussia am 30. Spieltag RB Leipzig. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: RB Leipzig befindet sich auf Kurs Champions League: Mit 58 Zählern rangieren die Leipziger derzeit auf Rang drei in der Tabelle, sieben Punkte vor Borussia auf Platz fünf. RB hat sich die hervorragende Ausgangslage durch konstant gute Leistungen in der Rückrunde erarbeitet: Die bislang letzte Niederlage gab es für die Mannschaft von Ralf Rangnick am 18. Spieltag, als die „Bullen“ dem BVB mit 0:1 unterlagen. Seit nunmehr 13 Pflichtspielen sind die Leipziger ungeschlagen, die vergangenen fünf Partien entschieden die Ostdeutschen allesamt für sich.

Trainer: Ralf Rangnick fungiert in dieser Saison in Personalunion als Sportdirektor und Trainer. Nachdem sich die Leipziger am Ende der vergangenen Spielzeit von Coach Ralph Hasenhüttl getrennt hatten, verpflichteten sie Hoffenheims Julian Nagelsmann – allerdings erst zur kommenden Saison. Weil Nagelsmann der Wunschkandidat auf den vakanten Posten war, agiert Rangnick nun als Übergangstrainer. „Es gab in dieser Situation keine bessere und damit sinnvollere Lösung als mich. Wenn ich kategorisch ausgeschlossen hätte, es für dieses eine Jahr selbst zu machen, hätten wir Julian nicht verpflichten dürfen“, erklärt Rangnick. Für ihn war die Entscheidung „eine Grundsatzentscheidung und für mich selbst am Ende auch eine Frage der Verantwortung". Gerüchte, wonach sich Rangnick nach der Saison aus dem Fußball-Imperium von Red Bull verabschieden wird, dementierte der 60-Jährige zuletzt deutlich: „Ich habe vor, weiterhin hier tätig zu sein. Ich sehe ganz klar RB als meinen Arbeitgeber. Ich habe einen Vertrag, Leipzig ist meine neue Heimat geworden, ich fühle mich hier wirklich wie zu Hause. Ich habe hier etwas aufgebaut, was mir sehr ans Herz gewachsen ist."

System und Aufstellung: Rangnick wird seine Mannschaft vermutlich in einem 4-4-2-System aufs Feld schicken. Das Tor hütet Peter Gulacsi. Die Viererkette vor ihm setzt sich aller Voraussicht nach aus Lukas Klostermann (rechts), Ibrahima Konaté und Willi Orban (Zentrum) sowie Marcel Halstenberg (links) zusammen. Innenverteidiger Dayot Upamecano fehlt dem Team aufgrund einer Knorpelquetschung weiterhin. Die „Doppel-Sechs“ im defensiven Mittelfeld bilden Kevin Kampl und Konrad Laimer. Die beiden offensiven Achter-Positionen bekleiden wahrscheinlich Marcel Sabitzer (rechts) und Amadou Haidara (links). Vorne im Angriff laufen Timo Werner und Emil Forsberg auf. Yussuf Poulsen dürfte zunächst noch keine Option für die Startelf sein, nachdem ihn zuletzt eine Angina außer Gefecht gesetzt hatte und er erst am gestrigen Mittwoch wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen war.

Im Fokus: Timo Werner: Der 23-jährige Angreifer ist auch in dieser Spielzeit wieder einer der Torgaranten bei den Leipzigern und vor allem in den jüngsten Partien das Zugpferd in der Offensive: In den vergangenen vier Spielen war Werner an sechs Treffern direkt beteiligt, erzielte drei Tore selbst und bereitete drei Treffer vor. Insgesamt stehen bis dato 14 Tore und fünf Vorlagen für den Stürmer zu Buche – Zahlen, die Begehrlichkeiten wecken. Wahrscheinlich ist auch, dass der deutsche Nationalspieler und die Leipziger trotz des bis 2020 laufenden Vertrages im Sommer getrennte Wege gehen. Denn Werner will den Klub offenbar verlassen und RB seinen Goalgetter nicht zum Nulltarif abgeben. Für Ralf Rangnick spielt die offene Vertragssituation momentan jedoch keine große Rolle: „Das ist im Moment für mich nicht von ganz großer Bedeutung. Mich interessiert viel mehr die Formkurve von Timo, und die zeigt in den letzten Wochen deutlich nach oben.“