NEWS: 04.05.2019

"Das Remis ist sehr glücklich" - Stimmen zum Spiel

"Das Remis ist sehr glücklich" - Stimmen zum Spiel
Yann Sommer im Interview.

Wir haben uns nach dem 2:2 gegen die TSG Hoffenheim in beiden Lagern umgehört.

Yann Sommer: Das Remis ist sehr glücklich für uns. Im ersten Durchgang hatten wir überhaupt keine Torchance. Insgesamt war es eine schwierige erste Halbzeit für uns. Zum Glück stand es nur 0:1, Hoffenheim hätte auch schon höher führen können. Nach der Pause sind wir dann zweimal gut zurückgekommen, haben uns gut zurückgekämpft. Ich freue mich, dass Josip Drmic nach einer schwierigen Zeit ein so wichtiges Tor für uns geschossen hat. Wir hatten zuletzt schwierige Wochen, hatten wenige Erfolgserlebnisse. Uns ist zuletzt wenig in den Spielen gelungen. Es ist normal, dass das nicht spurlos an einer Mannschaft vorbeigeht, dass man dann nicht mit breiter Brust in die Spiele geht. Der Punkt gibt uns nach diesem Spielverlauf ein gutes Gefühl. Das positive Gefühl versuchen wir, mit in die nächsten Spiele zu nehmen.

Matthias Ginter : Nach der ersten Halbzeit müssen wir froh sein, dass wir nicht mit mehr als einem Gegentor zurücklagen. In der Pause haben wir dann umgestellt, hatten einen bisschen besseren Zugriff und konnten uns auch etwas bessere Chancen herausspielen. Wir haben es versucht, Hoffenheim hat es aber gut gemacht im Spiel gegen den Ball und ist uns Mann gegen Mann angelaufen. Ich hatte gefühlt fünf Ballkontakte, weil Adam Szalai mir auf den Füßen stand. Wenn wir uns durchgesetzt haben, hatten wir aber auch unsere Räume. Das Mindestziel war, einen direkten Konkurrenten hinter uns zu halten, zumindest das haben wir heute geschafft.

Jordan Beyer: In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Wir sind zwar mit der Zeit besser reingekommen, haben dann aber unglücklich das 0:1 kassiert. Im zweiten Durchgang war es ein emotionsgeladenes Spiel. Wir haben das 1:1 gemacht und waren dann eigentlich am Drücker. Trotzdem haben wir das 1:2 bekommen. Am Ende haben wir aber nochmal alles reingeworfen und dann noch das 2:2 gemacht. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, können uns mit dem Unentschieden aber auch glücklich schätzen, das haben wir gut erkämpft. Es ist wichtig, dass wir mit Hoffenheim einen direkten Konkurrenten auf Abstand halten konnten. Jetzt haben wir in den letzten beiden Spielen alles selbst in der Hand.

Trainer Dieter Hecking: Am Ende fühlt sich das 2:2 gut an. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut ausgesehen. Hoffenheim hat es bärenstark gemacht, wir hatten richtig Probleme ins Spiel zu kommen. Umso wichtiger war die Halbzeitpause, um zu versuchen, die Mannschaft aus diesem Tief rauszuziehen und sie noch mal anzupacken. Das ist uns ein Stück weit gelungen. Den Ausgleich haben wir dann in einer Phase gemacht, in der dieser nicht zwingend in der Luft lag. Danach wurde es wild und ein Spiel, in dem es hin und her ging. Das Positive, was wir mitnehmen können, ist, dass sich die Mannschaft gegen eine Niederlage gestemmt hat und noch mal die Chance bekommen hat, den Ausgleich zu erzielen. Man merkt schon, dass das Selbstvertrauen im Moment nicht so groß ist, wie es vor einigen Wochen noch war. Umso wichtiger sind solche Momente wie heute, in denen die Mannschaft zusammensteht.

Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. In den 180 Minuten gegen Gladbach in dieser Saison hätten wir mehr als sechs Punkte verdient gehabt, am Ende haben wir aber zwei, so viele wie der Gegner. Das ist sehr ärgerlich. Heute haben wir eine super erste Halbzeit gespielt mit viel Druck, gutem Pressing und vielen Balleroberungen. Die Kontersituationen haben wir dann nicht immer konsequent genug zu Ende gespielt. Zu Beginn der zweiten Hälfte war es auch noch sehr gut. Dann wurde es ein bisschen offener, was auch normal ist, weil wir nur mit einem Tor in Front waren. Borussia hat mehr aufgemacht, wir hätten den Gegner noch mehr Richtung Niederlage drängen müssen. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Dann haben wir aus einer Standardsituation heraus den Ausgleichstreffer bekommen, was mal passieren kann. Das 2:2 darf jedoch nicht passieren, wir haben Traoré in der eigenen Hälfte laufen lassen. Dadurch wurde es sehr schwer, trotz eines guten Auswärtsspiels drei Punkte mitzunehmen.

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