NEWS: 08.05.2019

Beyer: „Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel“

Beyer: „Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel“
Jordan Beyer

Im Interview spricht Jordan Beyer über die große Moral der Mannschaft im Spiel gegen Hoffenheim, über den nächsten Gegner Nürnberg und über sein erstes Jahr als Profi

Jordan, was bedeutet das 2:2 gegen Hoffenheim für die Moral der Mannschaft?

Beyer: Es war sehr wichtig für uns zu sehen, dass wir auch in einem solchen Spiel immer noch zurückkommen können, und das gleich zweimal. Jetzt haben wir es nach wie vor selbst in der Hand unser großes Ziel, in der kommenden Saison europäisch spielen zu können, zu erreichen. Und damit das gelingt, wollen wir in den beiden verbleibenden Spielen in Nürnberg und gegen Dortmund so viele Punkte holen wie möglich.

Gegen Hoffenheim wurdest zur zweiten Halbzeit eingewechselt. Mit welchem Gefühl geht ein junger Spieler in eine solche Partie, wenn sein Team in den ersten 45 Minuten Probleme hatte?

Beyer: Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich in diesem Augenblick sehr ruhig war. Das Gegenteil stimmt: Ich war ziemlich nervös, schließlich lagen wir mit 0:1 hinten. Ich habe mir dann aber gesagt, dass es jetzt eigentlich nur noch besser werden kann. Das hat mich ein wenig ruhiger werden lassen. Und tatsächlich ist es dann ja auch viel besser geworden.

Es war dein erstes Spiel in der Rückrunde, so dass dein Wunsch aus der Winterpause, auf eine zweistellige Einsatzzahl zu kommen, nun nicht mehr möglich ist...

Beyer: Über die Hinrunde mit sechs Einsätzen müssen wir nicht groß sprechen, das war einfach eine traumhafte Erfahrung für mich. Entsprechend bin ich die Rückrunde allerdings mit ähnlichen Erwartungen angegangen, bloß haben die sich dann aus verschiedenen Gründen nicht erfüllt. Zum einen war da eine erneute Verletzung, die mich wie schon in der Hinrunde einige Wochen gekostet hat, zum anderen hat mich nach meiner Genesung eine Rote Karte bei unserer U23 gleich wieder gestoppt. Zugegeben, das war eine Zeit, in der ich mich wirklich nicht gut gefühlt habe und Zweifel hatte, ob es in dieser Saison überhaupt noch einmal für einen Einsatz reichen würde.

Wie fällt da dein persönliches, wenn auch etwas verfrühtes Saisonfazit aus?

Beyer: Zunächst einmal freut es mich sehr, dass ich nun doch noch einmal zum Einsatz gekommen bin. Und ein wenig hoffe ich darauf, dass noch ein Einsatz oder zwei Einsätze dazu kommen. Aber selbst, wenn es nicht klappt, war diese Saison eine ganz tolle Erfahrung, die mich in jeder Hinsicht weitergebracht hat.

In Kürze wirst du gerade einmal 19, deine ganze Karriere liegt also noch vor dir. Hast du dennoch Angst etwas verpassen zu können, wenn du auf der Bank oder gar auf der Tribüne sitzt?

Beyer: Auf jeden Fall! Das Alter spielt da überhaupt keine Rolle, ich werde immer spielen wollen, egal ob ich noch 18 bin oder irgendwann einmal 30 sein werde. Es stimmt aber natürlich, dass diese Saison meine erste als Profi ist und ich mich erst einmal akklimatisieren musste. Mittlerweile aber gehöre ich richtig dazu und bin für den Trainer immer eine Alternative. Also will ich so viel wie möglich spielen. Und möglichst auch am Samstag in Nürnberg. (lacht)

Der „Club“ hätte mit zwei Siegen noch eine kleine Chance auf Platz 16. Was für ein Spiel erwartest du?

Beyer: Die Nürnberger werden alles reinwerfen, um diese kleine Chance – je nachdem wie der VfB Stuttgart spielt – am Leben zu halten. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen.

Was muss Borussia dann besser machen als zuletzt in Stuttgart?

Beyer: Im Vergleich zu Stuttgart müssen wir uns in allen Belangen steigern, müssen bissiger in den Zweikämpfen sein und mutiger nach vorne spielen. Wir haben aber oft genug bewiesen, dass wir das können. Gehen wir das Spiel konzentriert an, werden wir in Nürnberg gewinnen.

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