NEWS: 16.05.2019

Hecking: "Mit den Fans zusammen eine Einheit bilden"

Hecking: "Mit den Fans zusammen eine Einheit bilden"
Trainer Dieter Hecking steht am Samstag zum letzten Mal bei den Fohlen an der Seitenlinie.

Vor dem Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15:30 Uhr) gegen Borussia Dortmund haben sich Trainer Dieter Hecking und Sportdirektor Max Eberl in der heutigen Pressekonferenz zum bevorstehenden Saisonabschluss geäußert.

Trainer Dieter Hecking über...

…die personelle Situation: Florian Neuhaus fehlt auf Grund seiner Gelbsperre. Verletzungsbedingt stehen uns zudem Lars Stindl (Schienbeinbruch) und Raffael (Zerrung in der Wade) nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Fabian Johnson ist auf Grund einer Zerrung in der Wade noch fraglich.

…sein letztes Spiel als Coach der FohlenElf: Natürlich könnte es emotional werden, aber damit beschäftige ich mich im Vorfeld nicht. Ich spiele am Samstag keine Hauptrolle. Wichtig ist allein, dass wir versuchen, das Spiel zu gewinnen, um gemeinschaftlich das große Ziel zu erreichen. Wir müssen es einmal mehr schaffen, mit den Fans zusammen eine Einheit zu bilden. Das Ziel Europapokal haben wir bereits erreicht. Jetzt haben wir noch die Chance, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Nur das zählt. Was danach mit mir und meiner Zukunft passiert, ist uninteressant. Damit beschäftige ich mich erst nach dem Spiel.

…die Zwischenergebnisse aus den anderen Stadien: Wir brauchen nicht nach links und rechts gucken. Wir haben eine Aufgabe zu erledigen: Unser Spiel zu gewinnen. Darauf müssen wir uns fokussieren. Wir haben es weitgehend selbst in der Hand und könnten mit einem Sieg gegen Dortmund den Grundstein zu Platz vier legen. Natürlich sind wir dann auch ein Stück weit davon abhängig, was Bayer Leverkusen in Berlin macht, doch das lenkt uns nur vom Spielgeschehen ab. Unser Fokus wird deshalb über lange Zeit allein auf unserer Partie liegen.

…den kommenden Gegner: Aufgrund des Saisonverlaufs kämpft der BVB zurecht am letzten Spieltag noch um die Meisterschaft. Er verfügt über einen außergewöhnlich gut besetzten Kader und einen hervorragenden Trainer, der es geschafft, dem Verein wieder eine Basis zu geben. Die Dortmunder waren in den vergangenen Wochen nicht mehr ganz so leichtfüßig unterwegs wie noch in der Hinrunde. Dennoch haben sie Spieler mit hoher individueller Qualität in ihren Reihen, die es jedem Gegner extrem schwer machen können.

...die Verfassung seines Teams: Das Tor von Josip in Nürnberg hat die Brust gelöst. Im Training war bei den Jungs wieder große Spielfreude zu sehen. Die Lockerheit ist wieder da, es wird wieder gelacht – das ist erst einmal eine gute Voraussetzung, um in so ein Spiel zu gehen. Die nötige Anspannung wird noch von alleine dazukommen. Wenn Sportler etwas Außergewöhnliches erreichen können, ist die Motivation ohnehin sehr hoch.

…die Rollenverteilung: Wir sind in diesem Spiel der Außenseiter. Aber diese Rolle kann uns sehr liegen und vielleicht sogar beflügeln. Wir können es als Kollektiv schaffen, die geballte Offensive des Gegners zu stoppen. Ich bin sicher, dass die Dortmunder von Beginn an alles dafür tun werden, in Führung zu gehen, um den Druck auf die Bayern zu erhöhen. Wir müssen versuchen, ihre starken Spieler durch Doppeln zu stellen und auch bereit sein, mal ein Foul zu machen. Darüber hinaus müssen wir selbst mutig sein und mögliche Räume zu nutzen wissen.

…die Rolle von Thorgan Hazard: Thorgan liefert hier seit Jahren überragende Leistungen ab. Jetzt hat er für sich persönlich die Chance bekommen, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen und nach Dortmund zu wechseln. Doch für mich war das in den vergangenen Wochen kein Thema, und es ist auch für dieses Wochenende keins. Thorgan wird am Samstag von Beginn an spielen und alles dafür geben, dass wir unser großes Ziel erreichen.

…die Einsatzchance von Josip Drmic: Josip ist nach seiner schweren Verletzung im Vorjahr sehr gut durch die Saison gekommen. Seine beiden Tore in den zwei letzten Spielen waren sehr wichtig für uns. Und natürlich kann er auch am Samstag wieder ein Faktor werden. Ob er allerdings wieder von Beginn an spielen wird, ist noch offen. Da lasse ich mir vor dem Spiel nicht in die Karten schauen.

…die Entwicklung von Jordan Beyer: Jordan könnte am Samstag sein neuntes Bundesligaspiel in dieser Saison machen – und das als A-Jugendlicher in seinem ersten Jahr als Profi. Das sagt eigentlich alles über ihn aus. Jordan hat zuletzt in Nürnberg etwas wackelig begonnen, aber ihn zeichnet aus, dass er eiskalt ist. Mit einer guten Aktion ist er sofort zurück im Spiel, wird stabil und macht sein Ding. Er wirkt nur selten nervös und kommt immer wieder in seinen Tunnel, das ist eine Riesenqualität von ihm. Man kann Borussia nur beglückwünschen, so ein Talent herausgebracht zu haben. Ich bin ganz sicher, dass Jordan hier in den kommenden Jahren noch viele Spiele für Borussia bestreiten wird.

Sportdirektor Max Eberl über...

…die Bedeutung des Spiels: Wir können am Samstag etwas ganz Großes schaffen. Als wir das erste Mal Champions League spielen durften, war das für uns wie ein Meistertitel. Für uns geht es am Samstag darum, ob wir die Wiederholung dieses Meistertitels schaffen, nämlich uns wieder für die Königsklasse zu qualifizieren.

…den bisherigen Saisonverlauf: Wir haben eine sehr gute Saison gespielt mit sehr vielen Höhen und auch mit einer problematischen Phase, die wir zu lösen hatten und gelöst haben. Dementsprechend haben wir eine sehr gute Saison gespielt, die wir am Samstag krönen können.

…die Spieltagskonstellation: Wir haben am Samstag eine außergewöhnliche Konstellation: Die ganze Fußballwelt wird nach München und nach Mönchengladbach schauen. Wir wollen unsere Rolle in diesem Stück spielen und dem BVB die Meisterschaft verderben, weil wir für uns etwas Großes schaffen wollen.

…die Arbeit von Trainer Dieter Hecking: Dieter Hecking ist ein sehr guter Trainer und ein großartiger Mensch, der hier zweieinhalb Jahre einen tollen Job gemacht hat. Wir sind ihm sehr dankbar: In der Situation, in der er zu uns gekommen ist, hat er uns stabilisiert, uns geholfen und uns entwickelt. Es gab mit ihm sehr viele Höhen und auch ein paar Dellen. Das ist ganz normal. Am Ende aber haben wir Europa erreicht, das ist eine großartige Situation.

…die Zukunft von Josip Drmic: Wir haben Josip vor der Saison klar gesagt, wie seine Situation ist. Er hat das angenommen, wie es ein Profi zu tun hat und hat es großartig gemacht. Dass er große Qualitäten hat, wussten wir, deswegen haben wir ihn vor vier Jahren verpflichtet. Er hat dann aber diese lange Leidenszeit gehabt, sich trotzdem zurückgekämpft, ist nun komplett wettkampffähig und hat das auch immer wieder im Training gezeigt. Deswegen war er immer wieder eine Option für Dieter. Marco Rose schaut sich die Spiele auch an und hat eine Meinung dazu. Nach der Saison werden wir uns in Ruhe hinsetzen und besprechen, wie es weitergeht.

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