NEWS: 07.08.2019

Der Gegner im Porträt: SV Sandhausen

Der Gegner im Porträt: SV Sandhausen
Kapitän Dennis Diekmeier und Trainer Uwe Koschinat im Dialog. Foto: imago images / Eibner

In der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal gastiert Borussia am Freitagabend (20:45 Uhr) beim SV Sandhausen. Wir stellen den kommenden Gegner der FohlenElf ausführlich vor.

Formkurve: Der SV Sandhausen gehört inzwischen fast schon zum Inventar der 2. Bundesliga. Seit acht Jahren gehört der Klub inzwischen schon zum deutschen Unterhaus. In der Vorsaison hing der Ligaverbleib jedoch lange Zeit am seidenen Faden. Erst am 34. Spieltag wurde die Relegation final vermieden. Auch für diese Zweitliga-Saison haben sich die Sandhäuser primär den Klassenverbleib auf die Fahnen geschrieben. Der Start in die neue Spielzeit verlief von der Punktausbeute jedoch nicht optimal. Trotz zweier ordentlicher Leistungen ergatterte der SVS bislang erst einen Zähler. Dem 1:1 zum Auftakt bei Holstein Kiel folgte zuletzt ein 0:1 gegen Aufsteiger VfL Osnabrück. „Trotz der Niederlage habe ich von meiner Mannschaft sehr viel Gutes gesehen“, befand Trainer Uwe Koschinat.

Trainer: Uwe Koschinat übernahm den SV Sandhausen im Oktober 2018 in einer prekären Situation. Gerade einmal fünf Punkte hatte die Mannschaft aus den ersten neun Saisonspielen geholt. Unter Koschinat stabilisierten sich die Leistungen deutlich und er führte seine Mannschaft dank eines starken Schlussspurts noch zum Klassenerhalt. Seine Trainerkarriere begonnen hatte Koschinat 2006 als Assistenzcoach bei der TuS Koblenz. Nachdem er 2011 erfolgreich seine Trainerausbildung abgeschlossen hatte, wurde er Cheftrainer von Fortuna Köln. Er führte den Regionallisten vier Jahre später in die 3. Liga und hielt dort mit dem Club mehrfach erfolgreich die Klasse. Im Oktober des vergangenen Jahres nutzte er dann eine Ausstiegsklausel, um nach Sandhausen zu wechseln. Der 47-Jährige hat eine genaue Vorstellung, wie sein Team spielen soll: „Es muss eine klare Philosophie vorhanden sein. Darüber hinaus stehe ich als Trainer für einen sehr physisch geprägten Fußball.“

System und Aufstellung: Gleich 13 Spieler haben Sandhausen im Sommer verlassen, darunter in Torwart Marcel Schuhen (Darmstadt 98) sowie den Torjägern Andrew Wooten (Philadelphia Union) und Fabian Schleusener (1. FC Nürnberg) drei Schlüsselspieler. Im Gegenzug verpflichtete der SVS zehn Neuzugänge, bekannte Namen sind die von Angreifer Aziz Bouhaddouz (Al-Batin) und Spielmacher Philip Türpitz (1. FC Magdeburg), die die ersten beiden Meisterschaftsspiele jedoch verletzungsbedingt verpassten. In der Regel bevorzugt Trainer Koschinat ein 4-2-3-1-System. Das Tor hütet der Österreicher Martin Fraisl, der vom rumänischen Klub FC Botosani kam. Die rechte Seite der Viererkette bekleidet Kapitän Dennis Diekmeier. In der Innenverteidigung sind Gerrit Nauber (kam vom MSV Duisburg) sowie Aleksandr Zhirov und auf der rechten Abwehrseite Leart Paqarada in der Startelf zu erwarten. Die „Doppel-Sechs“ bekleiden voraussichtlich Erik Zenga und Neuzugang Ivan Paurevic (kam vom FK Ufa). Die offensive Dreierreihe nahmen in den ersten beiden Zweitligaspielen Kevin Behrens, Philipp Förster und Neuzugang Mario Engels (kam von Roda Kerkrade) ein. Als einzige Sturmspitze lief bislang beide Male Rurik Gislason auf. Erste Alternativen für die Offensive sind neben Türpitz und Bouhaddouz in Robin Scheu (Fortuna Köln) und Enrique Peña Zaune (Borussia Dortmund U19) zwei weitere Neuzugänge.

Im Fokus: Dennis Diekmeier: Als vereinsloser Winter-Neuzugang ablösefrei gekommen, sorgte Dennis Diekmeier beim SVS in der Rückrunde der Vorsaison schnell für Furore. Der langjährige Bundesligaprofi, der für den Hamburger SV und den 1. FC Nürnberg mehr als 200 Partien in der deutschen Eliteklasse bestritt, erwies sich im Abstiegskampf dank seiner großen Erfahrung als echter Glücksgriff für die Kurpfälzer. 16 Spiele absolvierte er für den SVS und bereitete dabei fünf Tore vor. Nicht umsonst wurde er vom "Kicker" als bester Außenverteidiger der Rückrunde in der 2. Liga ausgezeichnet. Im Sommer unterzeichnete Diekmeier daraufhin einen Drei-Jahres-Vertrag. „Am Anfang wollte ich das Engagement in Sandhausen als Sprungbrett nutzen, um nach sechs Monaten wieder zurück in den Profifußball zu gelangen“, gibt der 29-Jährige zu. „Aber die Rückrunde lief so super und ich muss gestehen, dass ich mich in diesen Verein ein bisschen verliebt habe. Das mir entgegen gebrachte Vertrauen und die Wertschätzung haben mich davon überzeugt, hier zu blieben. Ich möchte dabei helfen, hier etwas aufzubauen.“

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