NEWS: 17.10.2019

Der kommende Gegner im Porträt: Borussia Dortmund

Der kommende Gegner im Porträt: Borussia Dortmund
Jadon Sancho ist aktuell der Topcscorer des BVB. Foto: DFL / Getty Images / Sebastian Widmann

Am Samstagabend (18:30 Uhr) gastiert die FohlenElf am achten Bundesliga-Spieltag bei Borussia Dortmund. Wir stellen den kommenden Gegner des VfL ausführlich vor.

Formkurve: Mit zwölf Punkten steht der BVB nach sieben Spieltagen auf dem achten Tabellenplatz der Bundesliga. Der amtierende deutsche Vizemeister kam mit zwei Siegen gegen den FC Augsburg (5:1) und beim 1. FC Köln (3:1) gut in die Saison. Der überraschenden Niederlage bei Union Berlin (1:3) folgte ein klarer 4:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen. In den vergangenen drei Spielen kamen die Dortmunder jeweils nicht über ein 2:2 gegen Frankfurt, Bremen und Freiburg hinaus. „Wir haben jetzt schon ein bisschen Rückstand und sind daher in der Pflicht, die nächsten Spiele zu gewinnen“,mahnte Kapitän Marco Reus.

Trainer: Lucien Favre ist in Mönchengladbach hinlänglich bekannt. Der Schweizer war von 2011 bis 2015 als Trainer bei den Fohlen tätig und führte sie bis in die Champions League. Während seiner aktiven Laufbahn spielte der technisch versierte Spielmacher die längste Zeit für Servette Genf. Über verschiedene Trainerstationen in seinem Heimatland kam er 2007 zu Hertha BSC, wo er zwei Jahre recht erfolgreich arbeitete. Nachdem Favre 2015 bei Borussia zurückgetreten war, übernahm der heute 61-Jährige den französischen Erstligisten OGC Nizza. 2018 lotste ihn der BVB, den er in seiner ersten Saison auf Rang zwei führte, zurück in die Bundesliga. Favre ist bekannt für seine analytische und akribische Arbeitsweise. Sein Spiel basiert auf kurzen Pässen und schnellem Kombinationsspiel, ist aber auch von Variabilität geprägt. „Heutzutage sollte man mehrere Varianten beherrschen. Ich arbeite seit langer Zeit so, dass ich variabel spielen lasse“, so Favre.

System und Aufstellung: In bislang allen Saisonspielen stellte Favre seine Mannschaft im 4-2-3-1 auf. Klare Nummer eins ist Roman Bürki. Mats Hummels und Manuel Akanji bilden die Innenverteidigung. Die beiden etatmäßigen Außenverteidiger Nico Schulz (Teilrisses eines Bandes in der Fußwurzel) und Lukasz Piszczek (Muskelfaserriss) drohen auszufallen, daher dürften Achraf Hakimi (rechts) und Raphael Guerreiro (links) die beiden ersetzen. Auf der Doppelsechs gesetzt ist Axel Witsel. Die Stelle neben ihm könnte Thomas Delaney einnehmen, auch Ex-Borusse „Mo“ Dahoud und Julian Weigl kommen in Frage. Auf der „Zehn“ wird aller Voraussicht nach Kapitän Marco Reus auflaufen. Für die offensiven Flügel hat Favre die Wahl zwischen Ex-Borusse Thorgan Hazard, Jadon Sancho und Julian Brandt. In der Sturmspitze spielte zu Saisonbeginn Paco Alcacer. Eine Achillessehnenreizung setzte den Spanier zuletzt außer Gefecht. Als sein Vertreter steht Mario Götze bereit.

Im Fokus: Jadon Sancho: Mit einem Marktwert von 100 Millionen Euro ist der englische Nationalspieler einer der wertvollsten Akteure der gesamten Bundesliga. Auch in dieser Saison rechtfertigt der erst 19-Jährige diese Summe mit starken Leistungen. In sieben Einsätzen in der Bundesliga weist Sancho drei Tore und sechs Vorlagen auf und ist damit der erfolgreichste Scorer des BVB. Vor rund zwei Jahren hatte Dortmund den damals 17-Jährigen aus der Jugend von Manchester City geholt. Seitdem besticht Sancho in der Bundesliga mit seiner Schnelligkeit und Explosivität im Dribbling. In Dortmund ist man sich darüber im Klaren, dass der Engländer nicht ewig zu halten sein wird. „Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass Jadon sicherlich keine fünf Jahre mehr hier spielen wird“, weiß Sportdirektor Michael Zorc.

Weitere News

Nicht das bekommen, was verdient gewesen wäre

Nicht das bekommen, was verdient gewesen wäre 01.11.2019

Der Tag danach: Dem BVB erneut auf Augenhöhe begegnet, Makridis gibt Pflichtspieldebüt und nur wenig Zeit zur Regeneration – alles Wichtige zur 1:2-Niederlage der FohlenElf bei Borussia Dortmund.