NEWS: 03.11.2019

Rose: „Die Jungs machen es mir leicht“

Rose: „Die Jungs machen es mir leicht“
Cheftrainer Marco Rose

Nach dem 2:1-Auswärtserfolg bei Bayer 04 Leverkusen sprach Trainer Marco Rose über…

…die personelle Situation: Im Moment geht es tatsächlich auch darum, elf gesunde Spieler zu finden. László Bénes hatte einen Anflug von einer Grippe, er konnte gegen Leverkusen nicht starten. Jordan Beyer hatte eine Erkältung, und bei Denis Zakaria haben wir gemeinsam entschieden, dass es keinen Sinn macht, ihn von Beginn an spielen zu lassen: Er war auch einfach vom Kopf her durch und brauchte mal eine Pause. Aber das Schöne ist, dass wir einen großen Pool an Spielern haben, denen wir zu 100 Prozent vertrauen. Die Jungs machen es mir leicht, weil sie ihre Aufgaben annehmen.

…die Leistung in Leverkusen: Ich hatte den Eindruck, dass die Jungs auch gegen Leverkusen wieder Bock hatten. Ergebnisse helfen dabei aber natürlich auch sehr und geben Selbstvertrauen. Und selbst bei der Niederlage in Dortmund haben die Jungs gemerkt, dass unsere Spielidee lange aufgegangen ist und es funktioniert hat. Es geht also nicht immer um Ergebnisse, sondern auch um die Art und Weise, wie wir auftreten. In dem Zusammenhang ist es für mich bezeichnend, dass wir mit dem Spiel in Leverkusen vier Spiele hintereinander über 120 Kilometer gelaufen sind und mittlerweile immer über 200 Sprints pro Spiel absolvieren. In den ersten fünf oder sechs Spielen sind wir vielleicht 115 Kilometer gelaufen und haben um die 150 Sprints gemacht. Jetzt laufen wir regelmäßig auf hohem Niveau, da müssen wir dranbleiben.

…die taktische Ausrichtung in Leverkusen: Ich finde, wir haben ein sehr ordentliches Spiel abgeliefert. Wir haben wieder mit einem 3-4-1-2 angefangen. Dann haben wir gemerkt, dass das Gegentor aufgrund einer klassische Fünferkettenproblematik entstanden ist. Wir hatten zu viele Spieler auf einer Linie, dadurch ist die Gefahr groß, dass irgendeiner das Abseits aufhebt. Danach haben wir gegen den Ball mit einer Raute im Mittelfeld gespielt und am Ende noch mal auf ein 5-4-1 umgestellt, um Breite und Tiefe zu generieren und das Ding zu Ende zu verteidigen. Das war vielleicht auch ein kleiner Lerneffekt aus Dortmund. Da wollten wir das Signal nicht aussenden. Gegen Leverkusen hatten wir aber gar keine andere Wahl, weil wir nicht mehr in der Lage waren, zu entlasten.

…den Drei-Tages-Rhythmus: Wir können uns hinsetzen und jammern, wir können sagen, wir sind müde - oder wir sagen: Das, was wir machen, funktioniert, und wir regenerieren gut. Wir werden auch nicht immer alle drei Tage spielen. Vier Spiele im Drei-Tages-Rhythmus - das habe ich noch nicht einmal in Salzburg erlebt und ist im Fußball schwierig. Wahrscheinlich kommt deshalb auch irgendwann einmal ein Spiel, in dem wir merken, heute läuft es einfach nicht. Aber warum sollten wir nicht trotzdem versuchen, jedes Mal unser Spiel durchzuziehen? Dafür trainieren wir und dafür haben wir im Staff Leute, die dafür sorgen, dass wir bestens regenerieren können.

…die nächsten Tage: Wir hatten von der Belastung her eine extreme Phase, durch die wir aber gut durchgekommen sind und in der wir gute Leistungen und gute Ergebnisse geliefert haben. Jetzt haben wir erst einmal fünf Tage Pause. Am Montag haben die Jungs frei, und dann freuen wir uns auf zwei weitere Spiele vor der Länderspielpause: ein sehr wichtiges in der UEFA Europa League und eines zuhause gegen Bremen.

…seine Rolle als Trainer: Als Chef-Trainer in der Bundesliga braucht man immer Ergebnisse. Ich weiß ja, wie die Erwartungshaltung war: Da kommt einer aus Österreich, der Salzburg trainiert hat, dann schauen wir mal, wie er sich in der Bundesliga macht. Wenn es dann nicht schnell läuft, gibt es Druck. Ich glaube aber, dass jetzt schon zu erkennen ist, dass hinter unserem Spiel eine gewisse Idee steckt. Wir belohnen uns derzeit mit Ergebnissen, und das bedeutet, dass wir alle und auch das Umfeld schon in diesem frühen Stadium an die Idee glauben. Das hilft einem Trainer natürlich.

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