NEWS: 09.11.2019

Herzlichen Glückwunsch, Hacki Wimmer!

Herzlichen Glückwunsch, Hacki Wimmer!
"Hacki" Wimmer, der in den 70er-Jahren fünfmal deutscher Meister mit Borussia wurde, wird heute 75 Jahre alt. Foto (links): Horstmüller

Am heutigen Samstag wird Herbert "Hacki" Wimmer 75 Jahre alt. Mit der FohlenElf feierte er fünf Meisterschaften, einen DFB-Pokal- und einen UEFA-Cup-Sieg. Borussia wünscht auf diesem Wege alles Gute!

Herbert „Hacki“ Wimmer ist ohne Zweifel eine echte Borussia-Legende. In seiner Profikarriere spielte er ausschließlich für die Fohlen. Zwischen 1966 und 1978 absolvierte Wimmer 366 Bundesligaspiele mit der Raute auf der Brust. Die goldenen 70er-Jahre sind bis heute eng mit seinem Namen verbunden. „Hacki“ Wimmer, der seinen Spitznamen vom damaligen Torhüter Manfred Orzessek für die Haken, die er im höchsten Tempo schlagen konnte, erhielt, war an den Meisterschaften 1970, 1971, 1975, 1976 und 1977 maßgeblich beteiligt und gewann mit Borussia zudem 1973 den DFB-Pokal sowie 1975 den UEFA-Cup. „Man konnte ihn mit weiten Pässen jagen, jagen, jagen. Er ist immer gelaufen. Er war einzigartig. Unser Hacki eben“, erinnert sich Rainer Bonhof an seinen früheren Mannschaftskollegen, der vielen Fans insbesondere als „Wasserträger“ von Günter Netzer in Erinnerung geblieben ist.

Netzers „Wasserträger“

Netzer profitierte ungemein von Wimmers unermüdlicher Laufarbeit, der dem Spielmacher im Mittelfeld den Rücken freihielt. „Ich hatte nie ein Problem damit, für meinen Freund Günter zu rennen. Er war eben das Genie und ich der Arbeiter. Ich habe Günter vieles zu verdanken. Aber vor allem bin ich dankbar, dass ich in einer solchen Mannschaft spielen durfte”, so Wimmer, der 1966 von Trainer-Legende Hennes Weisweiler von Borussia Brand nach Mönchengladbach geholt wurde. Doch Wimmer war weit mehr als ein reiner Hilfsarbeiter: Er besaß strategische Fähigkeiten und war auch torgefährlich. Im Finale der EM 1972 steuerte er gegen Russland einen Treffer zum 3:0-Sieg und dem damit verbundenen Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft bei. Auch 1974 gehörte Wimmer zum DFB-Team, das sich den Titel im eigenen Land sicherte. Dennoch erklärt die Borussia-Legende: „Ich würde mich nie als Weltmeister bezeichnen, ich hatte doch nur zwei Einsätze.“

Im DFB-Pokal-Finale gegen den 1. FC Köln 1973 hielt Wimmer, der die FohlenElf als Kapitän aufs Feld führte, nach langer Verletzungspause 120 Minuten durch. „Das war sicher einer der schönsten Momente meiner Karriere. Als der Lange, wie wir Günter Netzer nannten, sich in der Nachspielzeit selber einwechselte und unser Siegtor schoss, kullerten sogar ein paar Freudentränen bei mir.“ Wimmer war hart im Nehmen, doch der hohe Aufwand den er betrieb, forderte seinen Tribut. Als er 1978 seine Karriere bei seinem alten Klub in Brand ausklingen lassen wollte, streikte sein Körper. Mittlerweile hat die Borussia-Legende drei Operationen an der rechten Hüfte hinter sich.

Drei Enkel halten Wimmer auf Trab

Nach seiner aktiven Karriere wirkte Wimmer im Tabakgroßhandel seines Vaters mit. Später übernahm er das Geschäft, baute es mit einer Lotto-Annahmestelle aus, bevor er es 2002 mit der Euro-Einführung verkaufte. Das Haus in Aachen-Brand, in dem er lange Zeit gemeinsam mit Ehefrau Renate und den Kindern Carsten und Claudia wohnte, hat er während seiner Zeit bei Borussia teilweise selbst gebaut. Seit 2014 ist Wimmer Witwer, die drei Enkelkinder halten ihn aber auf Trab. Das Einzige, was er vom Fußballerleben anfangs vermisst hat, ist das Reisen: „Früher war man oft zu viel unterwegs und heute zu wenig. Diese Umstellung fiel mir in den ersten Jahren schon etwas schwer“, gesteht er. Umso mehr freut er sich, wenn er heutzutage zu Gast im BORUSSIA-PARK ist. „Zu Borussias Heimspielen zu kommen, gehört für mich einfach dazu. Ich freue mich jedes Mal, die ehemaligen Kameraden zu sehen“, sagt Wimmer.

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