NEWS: 07.12.2019

„Solche Spiele erlebt man nicht oft“ - alle Stimmen zum Spiel

„Solche Spiele erlebt man nicht oft“ - alle Stimmen zum Spiel
Jonas Hofmann im Interview

Nach dem Last-Minute-Sieg der Fohlen gegen den FC Bayern München haben wir in beiden Lagern Stimmen zum Spiel gesammelt.

Jonas Hofmann: In der ersten Halbzeit sah es etwas kritisch für uns aus. Aber wir haben wieder gezeigt, was für eine Mentalität wir haben. Trotzdem hat wohl keiner mit so einem Ende gerechnet. Der erste Treffer von Ramy war super, wie er hochgestiegen und den Ball über die Linie gedrückt hat. Schon vorher wussten wir, dass er sehr kopfballstark ist. Und es war natürlich auch keine schlechte Ecke. (lacht) Der Elfmeter zum Schluss war einfach super. Im Training haben wir schon gesehen, dass Ramy einen unheimlich guten linken Fuß hat, dass er sehr scharf und präzise schießen kann. Er hat es super gemacht. Manuel Neuer war in der richtigen Ecke, aber drin ist drin. Nach dem Ausgleich ist nochmal ein richtiger Ruck durchs Stadion gegangen, die Fans waren wie ein zwölfter Mann. Solche Spiele erlebt man nicht oft. Dieser Sieg hat die guten vergangenen Wochen nochmal getoppt.

Yann Sommer: Wir waren in der ersten Hälfte nicht mutig genug. Wir haben die Räume nicht gefunden und die Münchner haben uns extrem unter Druck gesetzt. Dass wir mit 0:0 in die Pause gegangen sind, war sehr glücklich. Und dann haben wir nach dem Gegentreffer noch zwei Tore gemacht. Das erste war einfach brillant. Beim Strafstoß wussten wir, dass Ramy ein guter Elfmeterschütze ist. Ich freue mich für ihn. Er hat zwei Tore gegen die Bayern in einem unglaublich wichtigen Spiel geschossen. Und dass wir heute nach einem Rückstand noch zwei Tore gemacht haben, spricht einfach für die Moral der Mannschaft. Wir stehen zwar weiterhin auf Platz eins, aber wir werden jetzt nicht groß darüber nachdenken. Donnerstag geht es schon weiter in der Europa League.

Lars Stindl: In der ersten Halbzeit hatte Bayern ein klares Übergewicht an Chancen. Da sind wir nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen und konnten die Bälle nicht halten. Wir konnten keine Entlastung schaffen. In die zweite Hälfte sind wir dann aber gut gekommen. Wir haben aber direkt das Gegentor bekommen. Dann haben wir uns aber reingebissen in die Partie und wollten das Spiel unbedingt noch drehen. Danach haben wir nicht unverdient den Ausgleich erzielt und durch einen Elfmeter am Ende noch das 2:1 gemacht. Das ist einfach pure Freude. Wir sind heute als Einheit, als Team zurückgekommen. Das ist einfach klasse.

Marcus Thuram: Wir arbeiten hart und wissen, dass jedes Spiel in der Bundesliga schwer ist. Umso glücklicher sind wir, dass wir gewinnen konnten. Bayern hat es uns nicht leicht gemacht, aber wir sind einfach nur glücklich, dass Ramy mit seinem Doppelpack heute für den Sieg gesorgt hat. Borussia ist ein fantastischer Klub, mit tollen Fans. Ich bin sehr glücklich, ein Teil davon zu sein.

Trainer Marco Rose: Es war ein unglaublich schwieriges Spiel. Zum Glück hat ein Spiel zwei Halbzeiten. Denn der erste Durchgang ging ganz klar an die Bayern, es waren zu wenig Zutrauen und Mut unsererseits. Wir haben zu viele Chancen zugelassen. Es hat ein Tick Überzeugung gefehlt. Das Gegentor nach der Pause war dann aber der endgültige Weckruf für uns. Wir haben dann ein sehr offenes Spiel daraus gemacht und gut dagegen gehalten. Über einen Standard haben wir dann das 1:1 gemacht und sind dann so gefährlich geworden, wie wir uns das vorher vorgestellt hatten. Das Ergebnis zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir sind bereit, über 90 Minuten an uns zu glauben. Aber wir hätten auch einfach von vornherein so mutig und aktiv auftreten können wie in der zweiten Halbzeit. Wir müssen Konstanz reinbekommen. Das Spiel sollte Ramy Selbstvertrauen geben. Als Linksverteidiger zwei Tore gegen die Bayern zu machen, ist außergewöhnlich. Es freut mich für ihn sehr. Am Ende war es aber wieder eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung.

Trainer Hansi Flick (FC Bayern München): In der ersten Halbzeit haben wir gut Fußball gespielt und viele Torchancen herausgespielt. Es ist ärgerlich, dass wir diese Chancen nicht reingemacht haben. Die Mannschaft hat die Qualität, um Tore zu erzielen, setzt sie im Moment nur leider nicht um. Denn dadurch haben wir Gladbach ins Spiel kommen lassen. Normalerweise hätten wir die Sache früher klar machen können. Über 60 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Nach dem Gegentor haben die Gladbacher aber gezeigt, warum sie ganz vorne stehen und dass sie Power im Spiel haben. Wir haben dann aufgehört Fußball zu spielen. Wir haben nicht mehr so viel Ballbesitz gehabt und klare Bälle gespielt. Dass man am Ende dann durch einen Elfmeter 1:2 verliert, ist unheimlich ärgerlich.

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