NEWS: 22.01.2020

Bénes: „In jedem Spiel 100 Prozent geben“

Bénes: „In jedem Spiel 100 Prozent geben“
László Bénes

Im Interview spricht László Bénes über die Reaktion der Mannschaft auf die Niederlage gegen Schalke 04, über das erste Heimspiel des Jahres gegen den FSV Mainz 05 am Samstag (15:30 Uhr) und über seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2024.

László, wie hat die Mannschaft die Niederlage zum Rückrundenstart auf Schalke verkraftet?

László Bénes: Jede Niederlage schmerzt. Und diese schmerzt umso mehr, weil wir nach einer sehr guten Vorbereitung mit einem ebenso guten Gefühl in die Partie gegangen sind. Aber jetzt ist eine neue Woche, und es ist wichtig, dass wir im Training gut arbeiten, um am Samstag gegen Mainz bereit zu sein. Das ist doch das Gute im Fußball, dass man sehr schnell die Chance bekommt, sich zu rehabilitieren.

Mainz hat zum Rückrundenstart ebenfalls gepatzt und ist nur 15., während Borussia auf Platz drei steht und schon das Hinspiel gewonnen hat. Daraus eine einfache Aufgabe abzuleiten, wäre aber wohl fahrlässig…

Bénes: Absolut richtig. Es mag wie ein Klischee klingen, aber in der Bundesliga gibt es keine einfachen Spiele. Mainz hat in Hoffenheim 5:1 und in Bremen 5:0 gewonnen. Und in Hoffenheim haben die Mainzer sogar eine Halbzeit in Unterzahl spielen müssen. Wenn man in der Bundesliga nicht immer 100 Prozent gibt und nicht hundertprozentig den Sieg will, bekommt man gegen jeden Gegner Schwierigkeiten.

Würdest Du zustimmen, dass du in Mainz eines deiner besten Spiele in der Hinrunde gemacht hast?

Bénes: Mein Anspruch ist es, in jedem Spiel, in dem ich auf dem Platz stehe, mein bestes Spiel zu machen. Ich will immer 100 Prozent für die Mannschaft geben, weniger ist mir nicht genug.

Das ist dir in der Hinrunde über weite Strecken gelungen, so dass der „Kicker“ dich in der Halbjahres-Rangliste auf Platz sieben der besten offensiven Mittelfeldspieler führt. Macht dich das ein Stück weit zufrieden?

Bénes: Ich bin nie zufrieden. Niemals! (lacht) Im Ernst: Ich glaube schon, dass ich eine gute Hinrunde gespielt habe. Vielleicht sogar besser, als ich das selbst zu Saisonbeginn erwartet hatte. Aber das ist natürlich kein Grund, sich jetzt zurückzulehnen. Im Gegenteil: Ich möchte in der Rückrunde mindestens ebenso oft spielen, wie in der Hinrunde.

Trotz deiner sehr guten Leistungen in der Hinrunde bist du in den vergangenen drei Spielen nicht zum Einsatz gekommen. Wie gehst du damit um?

Bénes: Der Trainer hat so entschieden, und ich akzeptiere das hundertprozentig. Ich weiß, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben und gerade im Mittelfeld sehr hohe Qualität aufweisen können. Da gebietet es schon der Respekt den Mitspielern gegenüber, eine solche Entscheidung ohne Murren hinzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht jederzeit bereit bin, ganz egal, ob ich von Anfang an spiele oder ob ich vielleicht erst in der 70. Minute eingewechselt werde.

Du bist bald vier Jahre bei Borussia und hast deinen Vertrag kürzlich sogar bis 2024 verlängert. Was hat den Ausschlag gegeben?

Bénes: Ich möchte zunächst sagen, dass ich sehr froh bin, dass der Verein mir die Möglichkeit gegeben hat, meinen Vertrag bis 2024 zu verlängern. Ich fühle mich rund um wohl bei Borussia und in dieser Mannschaft und habe nie daran gedacht, zu wechseln. Borussia ist mein Verein, und ich gebe alles für diesen Klub und für diese Mannschaft.

Abgesehen von dem halben Jahr, in dem du an Holstein Kiel ausgeliehen warst, hast du Borussias Entwicklung aus nächster Nähe miterleben und auch mitgestalten können. Was glaubst Du, wie es in den kommenden vier Jahren weitergeht, mit dem Verein und auch mit dir persönlich?

Bénes: Sorry, aber jetzt kommt noch ein Klischee: (lacht) Ich konzentriere mich immer nur auf das kommende Spiel, deshalb kann ich nicht sagen, was in einem Jahr, in zwei oder in drei Jahren sein wird. Selbstverständlich weiß ich aber, dass der Verein und die Mannschaft Ziele haben. Und eins dieser Ziele, nämlich erneut europäisch zu spielen, möchten wir natürlich schon im kommenden Sommer erreichen. Dass wir das Zeug dazu haben, haben wir in der Vorrunde eindrucksvoll unter Beweis gestellt.