NEWS: 23.02.2020

Ginter: „Dürfen nicht alles negativ sehen“

Ginter: „Dürfen nicht alles negativ sehen“
Matthias Ginter erzielte gegen die TSG Hoffenheim den zwischenzeitlichen 1:0-Führungstreffer.

Im Interview spricht Matthias Ginter über die Bedeutung des Remis gegen die TSG Hoffenheim, die zahlreichen Spielunterbrechungen und seine gute Torquote gegen die Kraichgauer.

Matthias, nach einem schwierigen Spiel gab es gegen Hoffenheim letztlich ein 1:1. Wie hast du die Partie wahrgenommen?

Matthias Ginter : Es war leider nicht unser bestes Spiel. Die Hoffenheimer haben es gut gemacht. Sie hatten viel Ballkontrolle im Mittelfeld, was es uns schwer gemacht hat, den Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Wir mussten viel laufen und viel investieren. Trotzdem haben wir uns einige gute Torchancen erarbeitet und hätten zwischenzeitlich auf 2:0 erhöhen müssen. Das ist uns leider nicht gelungen. Dann ist es leider häufig so, dass man am Ende selbst noch ein Tor kassiert.

Dir persönlich scheint Hoffenheim als Gegner zu liegen. Immerhin konntest du in bisher fünf Aufeinandertreffen mit den Kraichgauern vier Tore erzielen…

Ginter: Ich glaube, das ist reiner Zufall. Es freut mich natürlich, dass mir gegen die TSG anscheinend etwas häufiger der Ball vor die Füße fällt. Ich hätte aber auch nichts dagegen, auch gegen andere Teams mal etwas öfter zu treffen.

Überwiegt der Stolz über dein erstes Saisontor oder der Ärger darüber, am Ende nicht als Sieger vom Platz gegangen zu sein?

Ginter: Im Moment überwiegt ganz klar der Ärger darüber, keine drei Punkte eingefahren zu haben. Wir hätten die Standardsituation in der Nachspielzeit besser verteidigen müssen, um zu Null zu spielen.

Hattest du zwischendurch vielleicht schon eine Vorahnung, dass es am Ende nicht zum Sieg reichen könnte?

Ginter: Nein. Ich finde nicht, dass sich das angedeutet hat. Es war nicht so, das Hoffenheim uns die Bälle um die Ohren geschossen oder Chance um Chance herausgespielt hätte. Wir hätten aber natürlich selbst das zweite Tor machen müssen. Dass uns das nicht gelungen ist, ist sehr ärgerlich.

Im Spiel gab es viele Unterbrechungen durch den Videobeweis und einen Vorfall mit den Fans in der Nordkurve. Haben euch diese vielen Unterbrechungen aus dem Rhythmus gebracht?

Ginter: Es war in jedem Fall ungewohnt. Dass ein Spiel so oft unterbrochen wird und es deshalb am Ende auch sieben Minuten Nachspielzeit gibt, erlebt man nicht häufig. Ich denke aber, dass das keinen wirklichen Eingriff auf das Endergebnis genommen hat, da beide Mannschaften damit zu kämpfen hatten.

Wie beurteilst du die Aberkennung eures zweiten Treffers durch den Videobeweis?

Ginter: Ich bin generell ein großer Fan des Videobeweises, weil er die Entscheidungen fairer macht. In dieser Szene hat Oscar den Ball gegen seine Stützhand bekommen. Das wird unterschiedlich ausgelegt. Dass das Tor nicht gezählt hat, war natürlich sehr ärgerlich, genau wie die Tatsache, dass wir später den Elfmeter nicht verwandelt haben.

Wie beurteilst du das Ergebnis? Sind es genau diese Spiele, in denen man Siege einfahren muss, um weiter oben dranzubleiben?

Ginter: Natürlich ist das Ergebnis ein kleiner Rückschlag für uns. Es war unser großes Ziel, auch gegen Hoffenheim als Sieger vom Platz zu gehen und unsere Heimserie weiter auszubauen. Da unsere direkten Konkurrenten bisher alle gewonnen haben, ist es natürlich besonders ärgerlich, dass uns die zwei Punkte nun fehlen. Trotzdem dürfen wir jetzt nicht alles negativ sehen. Es sind noch einige Spiele und es ist noch alles für uns drin. Wir müssen weiter auf uns schauen, dranbleiben, hart arbeiten und nächste Woche in Augsburg hoffentlich wieder einen Sieg einfahren.

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