NEWS: 27.02.2020

Eberl: "Den Platz verlassen, um ein Zeichen zu setzen"

Eberl: "Den Platz verlassen, um ein Zeichen zu setzen"
Borussias Sportdirektor Max Eberl

Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel hat sich Sportdirektor Max Eberl über die Vorkommnisse während des Heimspiels gegen die TSG Hoffenheim und die daraus resultierenden Konsequenzen geäußert. Borussias Sportdirektor über…

…die beleidigenden Banner in der Nordkurve: Das Thema hat uns in den vergangenen Tagen natürlich noch sehr belastet. Wir haben viele Gespräche in den unterschiedlichsten Konstellationen geführt und werden es auch noch weiter tun – intern, mit der Fanszene und allen weiteren Beteiligten. Einigkeit herrscht bei allen darüber, dass das was da gezeigt wurde, absolut zu verachten ist. Diese Banner spiegeln nicht unsere Ansichten wider. Borussia steht für Vielfalt und Toleranz und ist gegen Ausgrenzung und Hetze.

…die Konsequenzen aus den Vorkommnissen: In Absprache mit dem Trainer und dem Kapitän haben wir uns dazu entschieden, dass, wenn in Zukunft noch einmal etwas Vergleichbares passiert, die Mannschaft den Platz geschlossen verlassen wird, um damit ein klares Zeichen zu setzen und unsere Haltung zu demonstrieren.

…Borussias Fanszene: Die Fanszene in Gladbach ist eine gute. 99,9 Prozent aller Anhänger stehen für die Werte von Borussia. Daher ist unser Ziel, nicht eine Gruppierung kollektiv zu bestrafen, sondern die Zerstörer zu finden, die unserer Fankultur und unserem Verein schaden. Wir wollen diesen Leuten die Stirn bieten und nicht klein beigeben.

...die mögliche Ermittlung der Täter: Es geht jetzt darum, die Täter und auch die Mittäter zu ermitteln. Es reicht nicht, nur diejenigen zu finden, die die Banner aufgehängt haben, sondern auch diejenigen zu identifizieren, die diese radikale Gruppe unterstützen. Die Polizei unterstützt uns dabei. Natürlich würden wir Stadionverbote erteilen, wenn wir Täter identifizieren können.

…eine mögliche Strafe durch den DFB: Der DFB ermittelt in dieser Sache natürlich. Was als Strafmaß auf uns zukommt, weiß ich momentan noch nicht. Die Bandbreite ist relativ groß. Aber wenn eine Strafe auf uns zukommt, müssen wir diese akzeptieren.

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