NEWS: 09.04.2020

Borussias Leih-Spieler: Beyer, Villalba und Poulsen

Borussias Leih-Spieler: Beyer, Villalba und Poulsen
In Jordan Beyer, Julia Villalba und Andreas Poulsen, verlieh Borussia drei junge Spieler in der Winterpause an andere Vereine. Fotos: imago images/Philipp Szyza & Oliver Lerch/SCR Altach

Fünf Borussen spielen in dieser Saison auf Leihbasis für einen anderen Klub. Wir geben einen Überblick, wie es dem Quintett bislang ergangen ist. Heute Teil 2: Jordan Beyer, Julio Villalba und Andreas Poulsen.

In Andreas Poulsen, Jordan Beyer und Julia Villalba verlieh Borussia drei junge Spieler in der Winterpause an andere Vereine, um ihnen in der Rückrunde der laufenden Saison Spielpraxis zu geben. Wichtigster Ansprechpartner für das Trio ist in dieser Zeit Eugen Polanski. „Er ist als Übergangstrainer für die ausgeliehenen Feldspieler zuständig. Es gibt einen engen Austausch mit den Spielern, aber auch mit den Vereinen. Alle ein, zwei Wochen sprechen unsere Trainer mit den Spielern, die Kommunikation läuft mit allen gut“, erklärt Sportdirektor Max Eberl.

Jordan Beyer

Das Eigengewächs der Fohlen schloss sich im Winter auf Leihbasis dem Hamburger SV an. „Mit Dieter Hecking und Jonas Boldt waren wir sehr früh in einem sehr intensiven Austausch. Wenn es einen ehemaligen Trainer gibt, der den Spieler bestens kennt, muss man sich bei einer Leihe nicht so großen Sorgen machen“, so Eberl. Bei Borussia hatte Beyer am ersten Spieltag der Saison 2018/19 unter dem damaligen VfL-Trainer Dieter Hecking sein Bundesligadebüt gefeiert. Im Laufe dieser Spielzeit folgten für den deutschen U21-Nationalspieler acht weitere Bundesliga- sowie ein DFB-Pokal-Einsatz. In der Hinrunde der Saison 2019/20 lief der Abwehrspieler dreimal in der Bundesliga für Borussia auf. In der Rückrunde fasste Beyer dann beim HSV sofort Fuß. In allen sieben Zweitligapartien stand er als Rechtsverteidiger in der Startelf. Nur beim jüngsten 2:1 gegen Jahn Regensburg spielte er aufgrund einer Kopfverletzung, die er sich kurz vor Schluss zuzog, nicht durch. „Alles hat sich in Hamburg sofort gut angefühlt. Die Zeit ist auch gut für mich, um sich als Mensch weiterzuentwickeln. Neue Leute kennen zu lernen, neue Erfahrungen zu sammeln. Daran kann man nur wachsen“, so Beyer. Durch die Leihe erhoffe er sich, zu weiterer Spielzeit zu kommen, um dann ab Sommer in Mönchengladbach neu durchzustarten. Auch Eberl zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf der Leihe zufrieden: „Jordan ist eine Bereicherung für den HSV. Bis zu seiner Verletzung hat er es sehr ordentlich gemacht. Er kommt zum Spielen, sammelt Erfahrung und kehrt im Sommer als Spieler mit einem halben Jahr Zweitliga-Erfahrung zurück. Wir sind von Jordan als einem Baustein für die Zukunft von Borussia überzeugt.“ Der Vertrag des Verteidigers bei den Fohlen läuft bis Juni 2022.

Julio Villalba

Nachdem Julio Villalba im Januar auf Leihbasis vom VfL zum SCR Altach gewechselt war, absolvierte der 21 Jahre alte Stürmer eine vielversprechende Winter-Vorbereitung. Kurz vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Austria Wien holte Villalba jedoch das Verletzungspech wieder ein. Der Stürmer zog sich im Training eine Oberschenkelverletzung zu. So konnte Villalba bislang noch kein Spiel für Altach absolvieren, stand bis dato auch noch nicht im Kader der Österreicher. „Solche Verletzungen begleiten ihn leider schon eine ganze Zeit“, sagt Eberl. „Wir hoffen, dass er die Zeit nun gut nutzt, um wieder gesund zu werden, damit er noch auf Spiele kommt und sich der Sinn der Leihe erfüllen kann.“ Bei Borussia konnte der Paraguayer seit seinem Wechsel 2017 im Alter von 17 Jahren von seinem Heimatverein Cerro Porteno noch nicht viel Spielpraxis sammeln. Auf Grund seiner südamerikanischen Herkunft ist er für die U23 der Fohlen in der Regionalliga West nicht spielberechtigt. Zudem setzten ihn schon beim VfL immer wieder Verletzungen außer Gefecht. So langte es für Villalba bis dato nur zu einem Bundesliga-Einsatz für die FohlenElf. Bei der 0:1-Niederlage am 9. September 2017 gegen Eintracht Frankfurt wurde der Angreifer in der 84. eingewechselt.

Andreas Poulsen

Bevor das Corona-Virus auch die österreichische Bundesliga unterbrochen hat, war Andreas Poulsen bei Austria Wien drauf und dran, fleißig Spielpraxis zu sammeln. Seitdem sich der 20-Jährige im Januar dem österreichischen Traditionsklub angeschlossen hatte, kam er in allen Bundesligaspielen über die volle Distanz zum Zug. Vier Einsätze stehen für Borussias Linksverteidiger somit bislang zu Buche. „Andreas hat seine ersten Spiele gemacht und läuft in Österreich regelmäßig mit Zuschauer- und Ergebnisdruck auf. Das ist wichtig, damit er wieder Profi-Fußball-Rhythmus bekommt“, sagt Borussias Sportdirektor Max Eberl. Für die Fohlen, zu denen Poulsen im Juli 2018 vom FC Midtjylland gekommen war, hatte der dänische U21-Nationalspieler zuvor erst ein Pflichtspiel absolviert – im DFB-Pokalspiel beim BSC Hastedt im August 2018. „Wir spüren jetzt schon, dass es der richtige Schritt war, Andreas nach Wien zu verleihen. Es ist wichtig, ihm Spielpraxis zu geben, damit er auf der Linksverteidigerposition eine Konkurrenz zu Oscar Wendt und Ramy Bensebaini darstellen kann“, betont Eberl. Und auch Poulsen selbst zeigt sich mit dem Schritt nach Österreich zufrieden: „Ich fühle mich sehr wohl und freue mich, dass ich hier auf hohem Niveau spielen kann. Meine bisherigen Einsätze waren gut“, sagt Poulsen. „Ich möchte mich weiter verbessern. Mein Fokus liegt daher komplett auf meinen Aufgaben hier, ich hoffe, dass der Ligabetrieb bald wieder aufgenommen werden kann.“ Bis dahin hält sich der Däne in seiner Wohnung unweit des Stadions der Austria fit. „Natürlich halte ich mich an den Trainingsplan. Zudem spiele ich momentan aber auch viel Playstation und messe mich online mit Freunden“, erzählt Poulsen.

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