NEWS: 14.04.2020

„Jan Schlaudraff? Der hat ein großes Herz!“

„Jan Schlaudraff? Der hat ein großes Herz!“
Spielten gemeinsam bei Hannover 96: Jan Schlaudraff und Lars Stindl. Foto: imago images / Kaletta

In der Rubrik „Best of“ im FohlenEcho-Mitgliedermagazin erzählen die Spieler der FohlenElf, von besonderen Freundschaften im Fußballgeschäft. In Ausgabe 59 sprach Lars Stindl über seine Freundschaft zu Jan Schlaudraff.

„Jan Schlaudraff und ich kennen uns aus der gemeinsamen Zeit bei Hannover 96. Als ich 2010 mit 22 Jahren vom Karlsruher SC dorthin gewechselt bin, war er bereits zwei Jahre da und hat mich als junger Spieler ein bisschen an die Hand genommen. Er hat sich auf und neben dem Platz gut um mich gekümmert und viel mit mir über sportliche aber auch private Dinge gesprochen, was mir extrem weitergeholfen hat. Er ist sehr gradlinig, bildet sich immer seine eigene Meinung und ist ein absoluter Familienmensch mit großem Herzen. Ich schätze es sehr, dass man mit ihm über alles sprechen kann und er immer ein offenes Ohr hat. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden und häufiger etwas zusammen unternommen. Kurz nach meinem Wechsel hat Jan dann auch seinen 30. Geburtstag gefeiert und mich und meine Partnerin eingeladen. Dort konnten wir auch seine Familie besser kennenlernen, was unsere Freundschaft nochmal intensiviert hat.

Was folgte, waren zahlreiche gemeinsame Unternehmungen und Urlaube, die immer sehr lustig waren. Wir waren zusammen mehrmals mit Kumpels auf Mallorca, aber auch mit unseren Partnerinnen in New York und in der Karibik. Jan geht außerdem sehr gerne in Freizeitparks und war deswegen schon in den USA und überall auf der Welt unterwegs. Er überredete meine Frau und mich dann auch dazu, mit ihm und seiner Familie das Heide Park Resort in Soltau zu besuchen. Dort versuchten wir dann an einem Spielautomaten den Rekord im Basketball zu knacken, was uns zuerst aber nicht so recht gelingen wollte. Erst nach mehr als zwei Stunden und einer Menge Geld haben wir es dann doch noch hinbekommen und waren natürlich total stolz. Unsere Frauen waren da aber schon völlig genervt.

Fußballerisch könnten wir übrigens kaum unterschiedlicher sein. Besonders, was unsere Einstellungen zum Fußball betrifft, lagen wir oftmals recht weit auseinander, weshalb wir dann auch schon mal aneinandergeraten sind. Jan war immer ein talentierter Spieler und ein feiner Techniker, hat dafür aber nicht besonders viel gearbeitet und sich eher auf sein fußballerisches Können verlassen. Das war nicht meine Auffassung von Fußball. Daher gab es bei uns oft Diskussionen, die allerdings immer nur dazu dienten, unser sportliches Niveau weiter zu verbessern. Im Nachhinein haben wir uns das nie übel genommen.

Gegeneinander gespielt haben wir übrigens selten. An ein Spiel kann ich mich aber erinnern. Allerdings habe ich damals noch für den Karlsruher SC gespielt und kannte Jan noch nicht persönlich, weshalb das Aufeinandertreffen nichts Besonderes war. Seit meinem Wechsel zu Hannover 96 sind wir dann nicht mehr gegeneinander angetreten, da Jan seine Karriere beendet hat, als ich 2015 zu Borussia gewechselt bin. Natürlich sehen wir uns seitdem seltener als zu unserer gemeinsamen Zeit in Hannover. Der Kontakt ist aber nie abgerissen. Wir telefonieren alle paar Wochen und schaffen es immer wieder uns in regelmäßigen Abständen zu treffen. Wenn wir auswärts in Hannover gespielt haben, habe ich Jan danach oft zuhause besucht. Andersrum war es natürlich genauso. Als ich mir in der letzten Saison beim Auswärtsspiel in Hannover das Schienbein gebrochen habe, kam Jan am Abend nach meiner Operation noch im Krankenhaus vorbei, um nach mir zu sehen. Seine Frau hat mir am nächsten Tag sogar noch saubere Kleidung und Essen vorbeigebracht. Es tat gut, in einer so schwierigen Zeit so gute Freunde an seiner Seite zu haben. Auch unsere Frauen und Kinder verstehen sich sehr gut. Es ist schön zu sehen, dass aus unserer Freundschaft auch bei unseren Partnerinnen und jetzt unseren Kindern eine enge Bindung entstanden ist.“

Dieser Text ist erstmals im „FohlenEcho – Das Magazin“, Ausgabe 59, erschienen. Er ist Teil der Rubrik „Best of“, in der die Spieler der FohlenElf von besonderen Freundschaften im Fußballgeschäft erzählen und die in jedem Magazin erscheint. Wenn ihr das „FohlenEcho - Das Magazin“ auch in eurem Briefkasten haben wollt, dann macht euch Borussia! mitglied.borussia.de

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