NEWS: 15.04.2020

Bénes: „Das Training mit den Jungs hat mir gefehlt“

Bénes: „Das Training mit den Jungs hat mir gefehlt“
László Bénes. Archiv-Foto

Mittelfeldspieler László Bénes spricht im Interview über die Rückkehr auf den Trainingsplatz, den bisherigen Saisonverlauf der Fohlen und die Unterstützung der Fans.

Laci, wie hast du die trainingsfreie Zeit verbracht?

László Bénes: Meine Freundin war in dieser Zeit bei mir – das hat es etwas einfacher gemacht, weil ich nicht alleine war. Seit ein paar Wochen haben wir eine kleine Hündin, einen Mops. Sie heißt „Sunny“. Mit ihr wird es nie langweilig. Um sie müssen wir uns kümmern, sie will viel spielen. Außerdem habe ich öfters Playstation gespielt oder habe gemeinsam mit meiner Freundin gekocht. Und natürlich habe ich zuhause viel trainiert, bin Fahrradgefahren und habe das Fitnessprogramm gemacht.

Was hast du im „Home Office“ am meisten vermisst? Den Ball, die Teamkollegen, den BORUSSIA-PARK?

László Bénes: Ich habe alles vermisst – aber am meisten den Ball und die Kollegen.

Wie fühlt es sich an, nun in kleinen Gruppen wieder auf dem Rasen trainieren zu können?

László Bénes: Ich freue mich sehr, dass wir wieder trainieren können. Bevor es wieder losging habe ich jeden Tag zuhause überlegt, wann wir wohl endlich wieder trainieren dürfen. Das Training zuhause kann man nicht mit Fußballtraining auf dem Platz vergleichen. Das Training mit den Jungs hat einfach gefehlt, auch innerhalb des Tagesablaufs. Obwohl wir jetzt nur in kleinen Gruppen trainieren, macht es total viel Spaß wieder mit dem Ball zu trainieren und mit den Jungs zusammen zu sein.

Ist es trotzdem schwierig, sich während der Corona-Pandemie auf Fußball zu konzentrieren?

László Bénes: Vor allem zu Beginn der Pandemie habe ich mir schon viele Gedanken gemacht. Da ging es mir nicht anders als allen anderen. Aber es wird hier viel auf die Hygiene geachtet. Auch wenn wir jetzt wieder trainieren dürfen, achten wir darauf, immer alles zu desinfizieren und uns nicht allzu lange im Stadion aufzuhalten, sondern nach dem Training gleich wieder nach Hause zu fahren. Zu meiner Familie habe ich jeden Tag Kontakt über Videotelefonie. Normalerweise treffe ich meine Familie zwei- oder dreimal im Monat – entweder kommt sie mich besuchen oder ich fliege nach Hause. Das ist momentan natürlich nicht möglich. Das ist das Einzige, was mir wirklich fehlt. Andererseits bin ich es gewohnt, von meiner Familie getrennt zu sein. Deswegen fällt es mir auch in dieser Situation nicht schwer, mich auf den Fußball zu konzentrieren. Ganz im Gegenteil: Ich bin froh, wenn ich hier im BORUSSIA-PARK sein kann.

Wie bewertest du den bisherigen Verlauf der Saison?

László Bénes: Wir haben bisher eine sehr gute Saison gespielt – sowohl in der Hinrunde als auch bisher in der Rückrunde. Wir sind oben dabei. Unser Ziel ist es, wenn die Saison weitergeht, oben dabei zu bleiben. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Dafür müssen wir uns immer auf das nächste Spiel konzentrieren. Wir dürfen nicht darüber nachdenken, dass die kommenden Spiele ohne Zuschauer stattfinden könnten, sondern die Situation so annehmen, wie sie ist. Alle Mannschaften müssten in dem Fall ohne Zuschauer spielen. Wir wissen, dass die Unterstützung der Fans für uns sehr groß ist, dass die Fans hinter uns stehen – auch in dieser Situation. Unsere Aufgabe ist es, wenn es in der Liga weitergeht, weiter so zu spielen, wie wir es bisher in dieser Saison gemacht haben.

Wie bewertest du den bisherigen Verlauf für dich persönlich?

László Bénes: Das erste halbe Jahr war für mich persönlich sehr gut. Ich habe viel gespielt, viele Spiele über 90 Minuten gemacht. In der Rückrunde habe ich aber noch gar nicht gespielt. Es ist wichtig, positiv zu blieben und hart zu trainieren. Ich muss auf meine nächste Chance warten und dann zeigen, dass ich bereit bin.

Was sagst du zu der Aktion des Fanprojekts, das für mögliche Spiele unter Ausschluss von Zuschauern zurzeit Pappaufsteller im Stadion montiert?

László Bénes: So etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Als ich die ersten Figuren dann aber im Stadion gesehen habe, fand ich es super. Vor allem, wenn noch ein paar „Fans“ dazukommen, sieht das klasse aus. Es ist besser, die Leute auf Plakaten zu sehen, als gar nicht.