NEWS: 18.06.2020

Bennetts: „Ich habe den Moment sehr genossen“

Bennetts: „Ich habe den Moment sehr genossen“
Keanan Bennetts wurde gegen Wolfsburg in der 90. Minute für Lars Stindl eingewechselt und gab damit sein Bundesliga-Debüt.

Im Interview spricht Keanan Bennetts über sein Bundesliga-Debüt gegen Wolfsburg, seine bislang recht schwierige Zeit bei den Fohlen und seine sportlichen Pläne für die Zukunft.

Im Sommer 2018 wechselte der damals 19 Jahre alte Keanan Bennetts von Tottenham Hotspur zu Borussia. Mehrere Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, so dass es fast zwei Jahre dauerte, bis er jetzt am vergangenen Dienstagabend im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (3:0) sein Bundesliga-Debüt geben durfte. In der 90. Minute kam der Außenbahnspieler für Kapitän Lars Stindl in die Partie und durfte somit erstmals für ein paar Minuten in der deutschen Eliteklasse ran. Im Interview gewährt der 21-Jährige einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Keanan, wie war für dich der Moment deines Bundesliga-Debüts im Spiel gegen Wolfsburg?

Keanan Bennetts: Ich bin schon so lange in dieser Mannschaft. Jetzt endlich mit ihr auf dem Platz zu stehen, war ein schönes Gefühl. Für mich war es auch eine kleine Erleichterung. Ich habe den Moment sehr genossen.

Was hat in diesem Moment überwiegt: die Vorfreude oder die Nervosität?

Bennetts: Ich habe lange auf diesen Moment gewartet. Die Vorfreude war daher sehr groß. Ich wollte einfach so schnell wie möglich ins Spiel kommen und diese paar Minuten Spielzeit genießen. Die Situation auf dem Platz kennt man dann ja schon. Auch die Mannschaftskollegen kenne ich jetzt schon eine ganze Weile. Deswegen hat es sich irgendwie auch schnell normal angefühlt. Ich denke, daher bin ich relativ cool geblieben und wollte dann einfach das Ding durchziehen.

Hast du vor dem Spiel geahnt, dass du an diesem Tag dein Debüt geben könntest?

Bennetts: Wenn man dann im Kader steht, gibt es immer die Chance, dass man auch eingewechselt wird. Das muss man immer Kopf haben und dann bereit sein, wenn der Trainer einen ruft.

Gab es in den zwei letzten Jahren Momente, in denen du auch mal ungeduldig geworden bist?

Bennetts: Ich muss zugeben, dass die beiden vergangenen Jahre schon nicht leicht für mich waren. Ich wurde immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen, war einmal mehr als zwei Monate und einmal für rund drei Monate raus. Aber ich habe recht schnell verstanden, dass man lernen muss, mit dieser schwierigen Phase umzugehen und cool im Kopf zu bleiben.

Ist jetzt der Zeitpunkt gekommen zu zeigen, was in dir steckt?

Bennetts: Das hoffe ich natürlich (lacht). Ich habe in meiner Zeit bei Borussia sehr viel gelernt und bin als Person sehr gewachsen. Man weiß nie, in welcher Situation ich jetzt gewesen wäre, hätte es die Verletzungen nicht gegeben. Wenn man in der Physio ist, fühlt man sich manchmal schon etwas alleine. Aber der Trainer und meine Mitspieler haben auch in dieser Zeit viel mit mir geredet und haben zu mir gestanden. Das hat mir enorm geholfen. Jetzt bin ich endlich fit und hoffe natürlich, dass ich noch viel zeigen kann.

Welche Ziele hast du die für die nahe Zukunft gesteckt?

Bennetts: Das Wichtigste für mich, ist gesund zu bleiben. Ich möchte jeden Tag genießen und weiter hart an mir arbeiten. Wenn der Trainer noch einmal auf mich setzt in den beiden letzten Saisonspielen, bin ich bereit und werde der Mannschaft versuchen zu helfen, dass wir den vierten Platz noch zurückzuerobern können.