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NEWS: 03.01.2013

"Fußballerisch haben wir noch Potenzial"

"Fußballerisch haben wir noch Potenzial"
Max Eberl freut sich auf das bevorstehende Trainingslager in Dubai.

Standpunkt: Vor dem morgigen Trainingsauftakt spricht Sportdirektor Max Eberl über mögliche Transfers, die Ziele der Rückrunde und das Trainingslager in Dubai.

Max, eine zweiwöchige Winterpause liegt hinter uns. Mit etwas Abstand: Wie bewertest du die Hinrunde?

Max Eberl: Wir haben die Hinrunde sehr effizient gespielt, allerdings fußballerisch noch nicht das abgerufen, was wir können. Da haben wir noch Potenzial. Aber Effizienz plus spielerische Qualität bedeutet nicht, dass wir in der Rückserie ganz oben angreifen werden. Die anderen Mannschaften wollen auch einen Schritt nach vorne gehen. Der eine oder andere Verein wird auch noch in neue Spieler investieren.

In etwas mehr als zwei Wochen beginnt für Borussia die Rückrunde mit dem Spiel bei 1899 Hoffenheim. Was ist für die Fohlenelf drin in dieser Spielzeit?

Max Eberl: Wir befinden uns in einer Saison, in der wir uns entwickeln wollen. Dazu haben wir eine Mannschaft mit unheimlichem Entwicklungspotential. Die Hinserie war für uns ein Lernprozess. Wir hoffen, die Erfahrungen mit in die Rückrunde zu nehmen. Die Tabellenkonstellation ist sehr eng. Von Platz fünf bis 13 sind es nur fünf Punkte, deshalb müssen wir sehr aufmerksam sein. Wir versuchen, unsere Ziele umzusetzen. In der Hinrunde ist uns das punktetechnisch gelungen. In der Rückrunde wollen wir daran anknüpfen – mit mehr Selbstvertrauen und mit spielerisch besseren Auftritten. Dann können wir das Ziel erreichen, das wir uns vorgenommen haben oder aber bis zum Ende um gewisse Qualifikationsplätze mitspielen.

In der Hinrunde gab es in Phasen, in denen es nicht so lief. Bei manchen Spielen wurde das Publikum ein wenig unruhig. Die kritischen Stimmen rund um den BORUSSIA-PARK häuften sich. Wie geht der Verein damit um?

Max Eberl: Ich habe immer gesagt, dass man unsere Leistungen in einem Kontext sehen muss. Wir haben in den vergangenen Jahren in der Regel gegen den Abstieg gespielt oder sind sogar abgestiegen. Die vergangene Saison war natürlich überragend. Jetzt befinden wir uns in einer Tabellenregion, die wir bei Borussia lange Zeit nicht hatten. Trotzdem herrscht manchmal eine Unzufriedenheit, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Wir spielen eine Saison, in der wir uns als Verein konsolidieren wollen. Die Mannschaft soll sich weiterentwickeln. Ich wünsche mir, dass wir auch diese Situation alle zusammen annehmen. Aber ich weiß, dass der größte Teil unserer Fans Verständnis dafür hat.

Am Freitag fliegt der VfL-Tross ins Trainingslager nach Dubai. Dort bereitet sich die Mannschaft auf die Rückserie vor. Wieso habt ihr euch für dieses Reiseziel entschieden?

Max Eberl: Wenn man erfolgreich Fußball spielt, macht sich das in vielen Facetten bemerkbar. Die Bundesliga hat eine Auslandsvermarktung, in der es mehrere Länder gibt, die Trainingslager bzw. Freundschaftsspiele anbieten. Die DFL hat uns gefragt, ob wir sie in den Vereinigten Arabischen Emiraten vertreten wollen, diesem Vorschlag sind wir sehr gerne nachgekommen. Steffen Korell war zweimal vor Ort und hat sich von den Gegebenheiten überzeugt. Wir freuen uns sehr auf das Trainingslager. Es ist eine Auszeichnung, dass Borussia Mönchengladbach die DFL im Ausland repräsentieren darf.

Drei Testspiele stehen vor dem ersten Pflichtspiel an. In Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV trefft ihr auf bekannte Gegner aus der Bundesliga. Welchen Stellenwert haben diese Begegnungen?

Max Eberl: Gerade weil die Vorbereitung sehr kurz ist, möchte man Testspielgegner, die einem alles abverlangen. Es ist wichtig, sofort auf Betriebstemperatur zu kommen. Deswegen halte ich die Duelle gegen Hamburg und Frankfurt für sehr sinnvoll. Auf hohem Niveau finden die Spieler schneller zu ihrer Form zurück, der Erfolg ist dabei nicht ausschlaggebend. Bei den beiden Bundesligisten weiß man, was für einen Gegner man bekommt.

Mit dabei sein wird dann auch Luuk de Jong. In der Hinrunde musste der Angreifer lange Zeit verletzungsbedingt pausieren. Was erwartest du in der Rückrunde von ihm?

Max Eberl: Luuk war vor seiner Verletzung im Spiel gegen Olympique Marseille dabei, so richtig Fuß zu fassen. Ihm haben auch weite Teile der Sommervorbereitung gefehlt. Wir hoffen, dass er jetzt alles überstanden hat und in Dubai voller Tatendrang angreifen und die ganze Vorbereitung mitmachen kann. Mit ihm haben wir in der Offensive noch mehr Möglichkeiten. Wir setzen berechtigt große Hoffnungen in ihn. Er strahlt eine große Torgefahr aus, das hat man in der Phase vor seiner Verletzung und auch bei seinem Tor beim Comeback in Istanbul gesehen.

In jeder Sommer- und Winterpause spekulieren die Medien und Fans über mögliche Transfers....

Max Eberl: Transfers sind ein ständiger Prozess, in den man immer Spieler beobachtet, Spieler entdeckt und über Spieler nachdenkt. Es ist ein Abwägen: Manche Spielertransfers machen im Sommer Sinn, manche im Winter. Transfers sind ein latentes Thema. Ob wir jetzt im Winter einen Spieler verpflichten, kann man noch nicht sagen. Wir beobachten den Markt natürlich ganz genau.

Kurz vor Jahresende wurde der auslaufende Vertrag mit Martin Stranzl um ein Jahr verlängert. Tony Jantschke und Havard Nordtveit haben einen neuen Kontrakt unterzeichnet. Wie ist der Stand der Verhandlungen bei den noch auslaufenden Verträgen?

Max Eberl: Wir sind sehr froh, dass wir die Verträge verlängern konnten. Über die Weihnachtstage hat es jetzt keine Gespräche geben. Aber es gibt natürlich klare Tendenzen, die wir verfolgen. Die sind den Spielern auch bekannt. Das Trainingslager ist eine gute Zeit, um sich mit den Spielern zusammenzusetzen. Wir werden über die Perspektiven sprechen und uns austauschen und hoffen natürlich, dass wir uns einigen.

Am Ende noch eine Frage zu deiner Person: Du bist jetzt seit 13 Jahren bei Borussia und hast einige Höhen und Tiefen miterlebt. Welche Erinnerungen sind bei dir besonders hängengeblieben?

Max Eberl: Allein der Wechsel im Jahre 1999 zu einem Verein wie Borussia Mönchengladbach hat mich sehr stolz gemacht. Ein Highlight war natürlich der Aufstieg 2001. Ich kann mich noch an die unglaubliche Atmosphäre auf dem Bökelberg und die unglaubliche Stimmung am „Alten Markt“ erinnern. Das war atemberaubend. Ein Tiefpunkt war natürlich der Abstieg 2007, das war Tristesse pur. Auch die Situation vor zwei Jahren war extrem schwer. Aber es sind alles Erfahrungen, die ich heute nicht missen möchte. Das sind Erfahrungen, die einen stark gemacht haben und auf den Weg gebracht haben. Dieser Weg endete vorrübergehend im vergangenen Sommer, als wir den Verein nach 16 Jahren wieder in den Europapokal führen durften.

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