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Borussia News

NEWS: 15.02.2013

Der Gegner: Hamburger SV

Der Gegner: Hamburger SV
Heung-Min Son erzielte in dieser Saison schon neun Treffer für den HSV.

Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert Borussia beim Hamburger SV. Wir haben den kommenden Gegner unter die Lupe genommen.

Formkurve: Mit 31 Zählern steht der HSV derzeit auf Platz sieben – punktgleich mit dem SC Freiburg und Mainz 05, die derzeit die Europa League-Plätze einnehmen. Der Saisonverlauf der Hamburger gleicht ein wenig einer Achterbahnfahrt. Nach drei Niederlagen zum Auftakt standen sie früh mit dem Rücken zur Wand. Ein 3:2-Sieg am vierten Spieltag gegen Borussia Dortmund war der sportliche Befreiungsschlag, nach dem es aufwärts ging. Der HSV blieb vier Spiele lang ungeschlagen, ehe sich ab dem achten Spieltag wieder Licht und Schatten abwechselten. Bis zum Ende der ersten Saisonhälfte folgte auf einen Sieg meist eine Niederlage oder ein Unentschieden. „Wenn die Zeit kommt, dann dürfen wir auch von Europa reden. Aber noch fehlt uns ganz einfach die Konstanz“, sagte Trainer Torsten Fink. In der Rückrunde setzte sich dieser Trend fort. Nach einem 1:1 beim 1. FC Nürnberg und einem 3:2 gegen Werder Bremen kehrte mit dem 0:2 gegen Eintracht Frankfurt Ernüchterung ein. Am vergangenen Wochenende zeigte Hamburg dann wieder sein starkes Gesicht und trumpfte mit 4:1 in Dortmund auf. Heute ist wohl mein glücklichster Tag als HSV-Trainer. Dieses Spiel war etwas Besonderes, das wird keiner so schnell vergessen“, freute sich Fink nach der wohl besten Saisonleistung.

Trainer: „Mit Blick auf meinen Start im Oktober 2011 würde ich schon sagen: Wir sind jetzt ein anderer HSV“, sagt Thorsten Fink, der seit rund anderthalb Jahren in Hamburg an der Seitenlinie steht. Unter ihm hat der Traditionsverein wieder Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen aufgenommen. Für Fink kein Grund, sich zurückzulehnen: „Entspannen kann ich zu Hause. Der HSV ist ein großer Club, hier ist immer was los. Niemand ist hier mit Mittelmaß zufrieden." Der frühere Bayern-Profi arbeitete zuvor sehr erfolgreich mit dem FC Basel in der Schweiz. Mit dem heutigen Borussen Granit Xhaka feierte Fink zwei Meisterschaften und einen Pokalsieg. Seine Trainerkarriere begann der gebürtige Dortmunder bei Red Bull Salzburg, wo er gemeinsam mit Giovanni Trapattoni den österreichischen Erstligisten betreute. Danach stieg der 44-Jährige mit dem FC Ingolstadt in die 2. Bundesliga auf. Als Spieler wurde Fink, dessen Profikarriere beim Karlsruher SC begann, Champions League-Sieger, viermal Deutscher Meister und dreimal Pokalsieger.

Spielsystem: Seit dem Ende der Hinrunde läuft der HSV in einem 4-4-2-System mit einer Raute im Mittelfeld auf. Das Tor hütet der wiedererstarkte René Adler, der deutsche Nationaltorwart droht allerdings gegen Borussia auf Grund einer Bauchmuskelzerrung auszufallen. Als Ersatz steht Routinier Jaroslav Drobny bereit. In der Viererkette sorgen die beiden offensivstarken Marcell Jansen (links) und Dennis Diekmeier (rechts) für Dampf. Zentral verteidigen Kapitän Heiko Westermann und Jeffrey Bruma. Letztgenannter sah zuletzt in Dortmund nach einer Notbremse gegen Marco Reus die Rote Karte und dürfte gegen die Fohlenelf durch Slobodan Rajkovic ersetzt werden. Auf der Sechs fehlte Milan Badelj in Dortmund gelbgesperrt und wurde durch den Venezolaner Tomas Rincon, einen gutem Freund von Juan Arango, vertreten. Die beiden Außenpositionen der Mittelfeldraute nehmen Ex-Nationalspieler Dennis Aogo (links) und der Norweger Per Skjelbred (rechts) ein. Zentral hinter den beiden Spitzen Artjoms Rudnevs und Heung-Min Son, die zusammen schon 19-mal trafen, zieht Superstar Rafael van der Vaart die Fäden.

Schlüsselspieler: Marcell Jansen: Die Saison begann der frühere Borusse im linken Mittelfeld – und ebenso wie sein Team hatte Jansen mit schwankenden Leistungen zu kämpfen. Vor einiger Zeit zog Trainer Fink den früheren Nationalspieler aber wieder zurück auf die linke Abwehrseite und dort fand der 27-Jährige zu alter Stärke zurück. In Dortmund leitete er zuletzt den 1:1-Ausgleich mit einem tollen Pass auf Dennis Aogo ein, und das 4:1 durch Son bereitete er direkt vor. „Der Rückrundenstart hat gezeigt, dass wir nicht in der Lage sind, drei, vier Spiele am Stück gut zu sein. Uns fehlt noch immer Konstanz“, sagt Jansen.

Rafael van der Vaart: Mit einer Ablöse von rund 13 Millionen Euro ist der Publikumsliebling der teuerste Spieler der Vereinsgeschichte. In seinen bisherigen 15 Bundesligaspielen in dieser Saison erzielte van der Vaart einen Treffer (beim 2:2 im Hinspiel im BORUSSIA-PARK) und bereitete sechs Tore vor. Nach einigen durchwachsenen Auftritten überzeugte der Niederländer zuletzt beim 4:1 in Dortmund mit einer starken Vorstellung. „Rafa ist jetzt etwa bei 80 Prozent. Wir werden künftig noch viel mehr von ihm sehen“, meinte Trainer Fink. Von 2005 bis 2008 spielte van der Vaart bereits für den HSV. In 74 Spielen traf er dabei 29-mal. Er war damals wie heute Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Hanseaten. 2008 ging der mehr als 100-malige niederländische Nationalspieler zu Real Madrid. Bei den Königlichen wurde er in zwei Jahren aber nie richtig glücklich und war zumeist Ergänzungsspieler. Besser lief es für den offensiven Mittelfeldspieler in England. Von 2010 bis 2012 spielte er bei Tottenham Hotspur in der Premier League und schoss in 63 Spielen 24 Tore.

Heung-Min Son: „Es gibt kaum jemanden, der so eine tolle Schusstechnik hat wie er“, sagt Trainer Fink über den südkoreanischen Nationalspieler. „Das Besondere an Sons Schuss ist, dass er dorthin schießt, wohin er den Ball haben will. Seine Präzision ist einzigartig.“ Diese Qualitäten stellte der 1,83 Meter große Wirbelwind in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis. Mit neun Treffern ist er nach Artjoms Rudnevs der gefährlichste HSV-Spieler. Son kam 2008 im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Hamburger SV und dem südkoreanischen Fußballverband in die Hansestadt. Im Oktober 2010 debütierte er im Profiteam. In seiner ersten Saison kam er in 13 Einsätzen auf drei Tore, in der vergangenen Spielzeit in 27 Partien erzielte er fünf Treffer und in dieser Saison sind es schon neun Tore – zuletzt traf er gegen den BVB doppelt. „Ich bin einfach nur happy. Ich habe zuletzt viel Schusstraining gemacht. Das sieht man auch im Spiel“, sagte Son.

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