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Eliteschule

Eliteschule des Fußballs

Fußballprofi – für viele Heranwachsende ist es der Traumberuf. Doch nur für die Wenigsten erfüllt sich der Traum von einer großen Karriere. Denn abseits des Ruhms gerät eines oft in Vergessenheit: Über Nacht ist noch kein Talent ein gestandener Bundesligaprofi geworden. Borussia – nicht zuletzt seit den 70er-Jahren als Talentschmiede bekannt – hat in der jüngsten Vergangenheit daran gearbeitet, die Voraussetzungen für den Sprung in den bezahlten Fußball noch weiter zu verbessern. Vor knapp drei Jahren erhielt der Verein dafür vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Zertifizierung als „Eliteschule des Fußballs“.

Hinter der „Eliteschule des Fußballs“ steckt ein Projekt des DFB, das darauf abzielt, die Talentförderung im Nachwuchsbereich weiter zu optimieren. „Die Verzahnung zwischen Leistungssport und Schule wird im Rahmen des Projekts noch enger. Damit wollen wir den Jungs die bestmögliche Unterstützung bieten“, erklärt Borussias Internatsleiter Mirko Sandmöller, der das Projekt mit Nachwuchstrainer Marc Trostel für den VfL federführend vorangetrieben hat. „Die jungen Spieler haben ein straffes Programm: Training, Spiele und schulische Verpflichtungen, hinzu kommt natürlich noch das Privatleben. Das kann schon eine enorme Belastung werden, die es unter einen Hut zu bekommen gilt“, weiß Trostel. Konkret bedeutet das: Die Kooperation von Borussia und den Partnerschulen – dem Berufskolleg Volksgarten, der Gesamtschule Hardt und dem Gymnasium Rheindalen – wird noch vielfältiger, um die Nachwuchsspieler noch individueller zu fördern. „Wir können durch die drei Schulformen alle Abschlüsse anbieten. Wir legen Wert darauf, dass alle Jugendspieler die bestmögliche schulische Ausbildung genießen“, sagt Trostel.

Individuelle Betreuung und Förderung

Fehlstunden, die bei Borussias jungen Fußballern aufgrund von DFB- oder Verbandsmaßnahmen entstehen, können zielorientiert nachgeholt werden. Die Betreuung der Spieler durch Verein und Lehranstalt ist detailliert geplant. „Jede Schule hat einen Koordinator, mit dem wir uns im regen Austausch befinden. Der verpasste Lernstoff kann nach Absprache individuell nachgeholt werden“, beschreibt Sandmöller den Ablauf. Borussia hat drei Lehrer eingesetzt, die mit den Jungs den Lernstoff nacharbeiten. Durch die variablen Schul- und Lernphasen entstehen für Nachwuchskicker mehr Freiheiten, die sie nutzen können, um ihrem Traum ein Stück näher zu kommen. Trotz der flächendeckenden Versorgung tragen die Junioren eine Eigenverantwortung. „Die Jungs müssen wissen, dass sie durch dieses Projekt Vorteile erfahren und wir ihnen in allen Belangen helfen. Dafür erwarten wir, dass sie zuverlässig ihren Verpflichtungen nachkommen und sich an die Regeln halten. Schließlich repräsentieren sie auch den Verein“, betont Sandmöller. Der DFB fördert das Projekt, das auch an anderen Fußball-Standorten praktiziert wird, finanziell.

Die Auszeichnung durch den DFB stellt eine noch höhere Stufe der Professionalität dar. „Es ist eine besondere Auszeichnung für uns und unsere Jugendarbeit, auf die wir bekanntlich viel Wert legen“, freut sich Nachwuchsdirektor Roland Virkus. Sein Vorgänger, Sportdirektor Max Eberl, war es, der den Stein ins Rollen gebracht hatte und den Verein auf das Eliteschulen-Projekt aufmerksam machte. In Zusammenarbeit mit Virkus haben Marc Trostel und Mirko Sandmöller schließlich ein Konzept entwickelt, um den Anforderungen des Verbandes und den übrigen Instanzen gerecht zu werden. Im Dezember 2013 ist der offizielle Festakt mit der Übergabe der Urkunde durch den DFB erfolgt.

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