BORUSSIA

Für Borussias U13 ist der Santander Cup die perfekte Bühne, um sich auf höchstem Niveau zu beweisen. „Das Turnier ist so etwas wie das Highlight der Saison“, sagt U13-Trainer Jimmy Lucassen. In der laufenden Saison nimmt seine Mannschaft am Nachwuchs-Cup teil und misst sich mit namhaften Gegnern wie Bayer Leverkusen, Schalke 04 und Borussia Dortmund. Der FohlenPhilosophie entsprechend legt Lucassen dabei Wert auf eine ballorientierte wie offensive und kreative Spielweise seiner Schützlinge. Die Freude am Spiel und das Erlernen stehen dabei aber noch im Vordergrund. Unterstützt wird Lucassen in dieser Saison von drei Co-Trainern: Dombel Joao, Frank Hofer sowie Thomas Kraus aus der U23 der Fohlen.

ARSENAL LONDON

Der Nachwuchs von Arsenal London nimmt in diesem Jahr erstmals am Santander Cup teil. Im vergangenen Jahr übernahm der ehemalige deutsche Nationalspieler Per Mertesacker die Leitung der Nachwuchs-Akademie des FC Arsenal. Der 34-Jährige schaffte damit den direkten Sprung vom Spieler zum Funktionär. „Es ist eine große Aufgabe. Ich habe ein großes Bedürfnis, auch etwas zurückzugeben“, sagt Mertesacker. Unter seiner Leitung ist es weiterhin das oberste Ziel des Klubs, junge Talente zu entwickeln und ihnen eine Chance auf den Sprung in den Profifußball zu gewährleisten. Das Akademie-Gelände in Hale End im Osten Londons bietet dafür optimale Bedingungen. „Wir wollen junge Leute fürs Leben ausbilden und der Fußball hilft uns dabei. Wir müssen uns ja nichts vormachen. Nur ein kleiner Teil der Talente schafft es am Ende bis in die Weltspitze. Doch der Fußball kann einem jungen Menschen so vieles lehren. Sei es Respekt, Fairness oder Gleichberechtigung“, sagt Mertesacker. „Für uns als Arsenal Academy muss es darum gehen, dass am Ende unsere Nachwuchsspieler für die Herausforderungen, die im Leben auf einen zukommen, gewappnet sind. Das kann vor 80.000 Zuschauern im Stadion sein, kann aber auch eine andere Tätigkeit, die nichts mit Fußball zu tun hat, betreffen.“

FC VALENCIA

Valencias Nachwuchsarbeit zählt seit Jahrzehnten zu den besten Spaniens und damit auch Europas.Isco (heute Real Madrid), David Silva (Manchester City), Jordi Alba (FC Barcelona) und Juan Bernat (Paris Saint-Germain) sind nur einige der namhaften Kicker, die der Verein ausgebildet hat. Auch Borussias heutiger Vizepräsident Rainer Bonhof trug einst das Trikot des spanischen Erstligisten. Bonhof wechselte 1978 von Borussia nach Valencia und blieb dort zwei Jahre. In dieser Zeit gewann er mit dem Klub den spanischen Pokal (1978/79) sowie den Europapokal der Pokalsieger (1979/80). Das Ziel der VCF-Akademie ist die Entwicklung der eigenen Nachwuchsspieler. In der „Ciudad Deportiva de Paterna“, dem Trainingszentrum des Klubs in der Gemeinde Paterna, sollen die Talente sowohl sportlich als auch in ihrer Persönlichkeit gefordert und gefördert werden. Sie lernen bereits früh die Fähigkeiten, die im Wettkampf erforderlich sind, neben denen Respekt gegenüber dem Gegner aber stets an oberster Stelle steht.

FC LIVERPOOL

Der FC Liverpool ist einer der traditionsreichsten Vereine der Welt und genießt auch im Bereich der Nachwuchsförderung einen hervorragenden Ruf. Als Teammanager ist seit 2015 der Deutsche Jürgen Klopp beim FC Liverpool verantwortlich und setzt dort auch auf den eigenen Nachwuchs. „Wir haben eine Situation geschaffen, in der die Jungs eine echte Perspektive sehen. Das ist sehr wichtig. Sie müssen wissen, dass es einen Weg nach oben gibt“, sagt Klopp. So verhalf er bereits einigen Spielern aus der eigenen Akademie zum Profi-Debüt. Bei seinem Plan mit den Talenten stellt der Trainer aber nicht allein die Entwicklung seines Klubs in den Vordergrund. „Für uns ist es wichtig, dass die Spieler die beste Ausbildung erhalten – selbst wenn sie es bei Liverpool nicht nach oben schaffen.“ Bei der ersten Auflage des Santander Cup im Jahr 2010 schaffte es die U17 der „Reds“ ins Finale, unterlag in diesem Borussia mit 0:3. 2018 landete der FC Liverpool auf dem elften Platz.

KRC GENK

Als einer der teuersten Spieler weltweit wechselte Kevin De Bruyne 2015 vom VfL Wolfsburg zum Premier League-Klub Manchester City. Ausgebildet wurde der 27-Jährige aber in der Jugendabteilung des KRC. Damit ist De Bruyne eines der bekanntesten Eigengewächse des belgischen Erstliga-Klubs. Auch Spieler wie Leon Bailey von Bayer Leverkusen und Torhüter Thibaut Courtois von Real Madrid reiften beim KRC Genk heran. Diese Namen beweisen, dass die Infrastrukturen des KRC Genk optimal auf die Ausbildung junger Talente ausgerichtet sind. Beim Santander Cup schaffte es der KRC-Nachwuchs bereits zweimal ins Endspiel. 2016 mussten sich die jungen Belgier Bayer 04 Leverkusen knapp geschlagen geben (0:1), ein Jahr später verloren sie das Finale gegen den FC Barcelona (0:3). 2018 landete Genk auf dem siebten Platz.

FC BASEL

Im Alter von 15 Jahren wechselte Yann Sommer zum FC Basel, bei dem er anschließend die Nachwuchsmannschaften durchlief und im Jahr 2005 seinen ersten Profivertrag erhielt. Nach vier gewonnenen Meisterschaften und einem Pokalsieg mit Basel wechselte der Schweizer Nationaltorhüter zur Saison 2014/15 zu den Fohlen. Auch der Ex-Borusse Granit Xhaka, der inzwischen beim Premier League-Klub FC Arsenal unter Vertrag steht, stammt aus der Jugend des FC Basel. Neben Sommer und Xhaka haben seit dem Einzug in den St. Jakob Park im Jahre 2001 mehr als 50 Spieler aus dem Nachwuchs den Sprung in den Profikader des FC Basel geschafft. Nicht zuletzt aus diesem Grund genießt die Nachwuchsförderung beim FCB traditionell einen hohen Stellenwert. Dabei orientiert sich der Klub an einer ganzheitlichen Spiel- und Ausbildungsidee von der jüngsten Mannschaft bis zur U21.

CELTIC GLASGOW

Celtic Glasgow nimmt zum zweiten Mal am Santander Cup teil. Bei der Premiere im vergangenen Jahr landeten die Schotten auf Anhieb auf dem Bronzeplatz. Die Nachwuchsabteilung des schottischen Topklubs zielt darauf ab, möglichst viele Talente für die eigene Profimannschaft auszubilden. Dafür werden Kinder ab einem Alter von fünf Jahren in der Akademie trainiert. In den ersten Jahren steht vor allem die Ausbildung der fußballerischen Technik sowie des Pass- und Ballbesitzspiels im Fokus. In Spielsituationen sollen die jungen Spieler die erlernten Fähigkeiten dann umsetzen. Die Kooperation mit einer weiterführenden Schule ermöglicht es den Spielern, bereits im Sekundarschulalter neunmal pro Woche am Training teilnehmen zu können. Die vielversprechendsten Talente rücken später in das sogenannte „Development Squad Program“ auf.

JUVENTUS TURIN

Die Nachwuchsabteilung von Juventus Turin gilt seit jeher als Sprungbrett für den internationalen Fußball. Denn die Jugendarbeit genießt beim italienischen Rekordmeister einen hohen Stellenwert. Impliziert wird dies allein durch den Namen des Klubs – so bedeutet „Juventus“ aus dem Lateinischen übersetzt „Jugend“. Weltweit betreibt Juventus Turin zahlreiche Fußballschulen und Ausbildungscamps. Ziel ist es, junge, vor allem italienische Talente ganzheitlich zu fördern, ohne die schulische Ausbildung zu vernachlässigen. Zudem legen die Verantwortlichen der Juventus Academy den Fokus nicht nur auf die sportliche Entwicklung der Spieler, sondern auch auf die Persönlichkeitsentwicklung. Im zurückliegenden Jahr beendete der Juve-Nachwuchs den Santander Cup auf dem zweiten Platz. Im Finale mussten sich die Italiener dem FC Barcelona knapp mit 0:1 geschlagen geben.

FC KOPENHAGEN

Seit 2009 bildet die „School of Excellence“ des FC Kopenhagen junge Fußballer aus. Seitdem wurde das Nachwuchsleistungszentrum des dänischen Erstligisten mit seinem neuen überarbeiteten Konzept mehrfach als bestes Skandinaviens ausgezeichnet. Im Einzugsgebiet in und um Kopenhagen konkurrieren fünf Klubs um die Gunst der Talente. Das Angebot einer speziellen Schulbildung neben der fußballerischen Ausbildung, das der FC Kopenhagen durch seine Kooperation mit einer Privatschule bietet, ist daher Gold wert. Bis zum 15. Lebensjahr besuchen alle Spieler verpflichtend diese Privatschule, erst danach werden sie gemäß ihres Leistungsstands auf andere Schulen verteilt. Der Stundenplan richtet sich nach den Trainingseinheiten, nicht umgekehrt.

BAYER 04 LEVERKUSEN

Wie der VfL-Nachwuchs nimmt auch die U13 von Bayer Leverkusen am Nachwuchs-Cup des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) teil und wird von Benjamin Adam und Marco Walter trainiert. Durch gezieltes individuelles und mannschaftliches Training sowie die interessanten Vergleichsspiele sollen die Nachwuchsspieler optimal gefördert werden. Zudem sollen die talentiertesten Nachwuchsspieler so entwickelt werden, dass ihnen der Sprung in die eigene Lizenzmannschaft glückt. Neben einer offensiv ausgerichteten sowie technisch guten und erfolgreichen Spielweise legt der Klub auch großen Wert auf die Persönlichkeitsausbildung seiner Nachwuchsspieler. Dazu zählen unter anderem eine leistungsorientierte und eigenmotivierte Einstellung zum Spiel- und Trainingsbetrieb und selbstkritisches Auseinandersetzen mit der eigenen Leistung und mit den Vorgaben des Trainers. Zweimal stand der Bayer-Nachwuchs beim Santander Cup bereits im Endspiel. 2011 verlor Leverkusens U10 das Finale mit 0:4 gegen Borussia, 2016 holte Bayer 04 durch ein 1:0 im Endspiel gegen KRC Genk den Titel.

1. FC KÖLN

Die U13 des 1. FC Köln nimmt ebenso wie die junge FohlenElf am Nachwuchs-Cup teil und duelliert sich in dieser Spielrunde mit zahlreichen Mannschaften aus den NRW-Nachwuchsleistungszentren. Ziel der Nachwuchsförderung ist es, regelmäßig eigene Nachwuchsspieler an den Lizenzspielerkader heranzuführen. Gemeinsames Selbstverständnis aller Trainer und Mitarbeiter ist eine ganzheitliche Ausbildung, die sich an den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen ausrichtet. Grundsätzlich verfolgt der FC diese Ziele mit höchstmöglicher Professionalität sowie der permanenten Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Im vergangenen Jahr landete der FC-Nachwuchs beim Santander Cup auf dem vierten Platz. Im Halbfinale hatten sich die Kölner dem FC Barcelona mit 0:2 sowie im Spiel um Platz drei Celtic Glasgow mit 0:1 geschlagen geben müssen.

SC KAPELLEN-ERFT

Die U13 des SC Kapellen-Erft hat im Februar im heimischen Erftstadion das Qualifikationsturnier für den Santander Cup gewonnen. An dem Auswahlturnier hatten neben Kapellen-Erft auch Borussias weitere Partnervereine Union Nettetal, FC Wegberg-Beeck, SuS 09 Dinslaken, VfR Fischeln und SC Düsseldorf West teilgenommen. Wie schon im vergangenen Jahr standen sich im Endspiel des Quali-Turniers Kapellen-Erft und Wegberg-Beeck gegenüber. Hatte zuletzt noch Wegberg das Ticket für die Teilnahme am Santander Cup gelöst, konnte sich diesmal Kapellen-Erft über den Finalsieg und die damit verbundene Qualifikation freuen. Ihre Meisterschaftsspiele trägt die Mannschaft von Trainer Arnold Gaida in der Niederrhein-Spielrunde Gruppe C aus.